Vorverkauf für die Landesgartenschau (LGS) hat begonnen

Kartoffelmarkt in Neuenburg wurde gut besucht / Verkaufsoffener Sonntag lud zum Shoppen vor Ort ein

Neuenburg. Nach anderthalb Jahren Corona-Pandemie dürstet es die Menschen nach Begegnung. So lockte am Sonntag der Kartoffelmarkt in Verbindung mit dem Vorverkaufsstart der Landesgartenschau 2022 die Besucher recht zahlreich auf den Neuenburger Rathausplatz sowie die angrenzende Salz- und Schlüsselstraße.

Parallel dazu hatte der Neuenburger Gewerbeverein zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen und warb mit seiner jüngsten Aktion „Heimat shoppen“ für das Einkaufen im Ort.
Die ersten beiden Dauerkarten für die Landesgartenschau 2022 erstanden Bürgermeister Joachim Schuster und Gerhard Hugenschmidt. Der Bamlacher ist Präsident des Gartenbauverbands Baden-Württemberg und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von bwgrün, der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergischen Landesgartenschauen. Letztere ist Mitgesellschafter der Landesgartenschau. „Wir hoffen auf viele Besucher auch aus der Region“, sagte Bürgermeister Schuster und versprach 164 Tage lang ein „sommerliches Gartenfest“. Die Dauerkarte sei ein Freibrief für 165 Tage, um beispielsweise auch mal nach Feierabend die Strandbar am Rhein zu besuchen, erklärte der Rathauschef. Rund 90 Prozent der Daueranlagen seien bereits fertiggestellt, berichtete Schuster und verwies darauf, dass die Gartenschau Anschub für viele Projekte und Türöffner für viele Fördertöpfe gewesen sei. Als Beispiele nannte er das Parkhaus, die Innenstadtsanierung und die Kreisverkehre an den Autobahnanschlüssen. Mehr als 100 Millionen Euro hätten Bund, Land, Landkreis und Kommune in der Stadt investiert.  Er sei oft gefragt worden, ob es sich rentiert, eine Dauerkarte zu kaufen, sagte er und meinte: „Eigentlich müsste sich jeder aus der Region eine Dauerkarte kaufen.“ Für ihn als Vorsitzender von bwgrün sei die Neuenburger Landesgartenschau etwas ganz besonderes: „Ich bin als Bamlacher nur zehn Kilometer von hier daheim“, sagte Hugenschmidt. Kaum war der offizielle Teil vorbei, standen die ersten Gartenschaufans bereits Schlange vor dem Dauerkartenverkauf auf dem Rathausplatz und in der Tourist-Information.
Als kleiner, aber feiner Bauernmarkt präsentierte sich der Kartoffelmarkt auf dem Rathausplatz. Honig, Hirsch- und Wildschwein-Salami, Käse, Gugelhupf, Apfelsaft, Schnaps, Obst und Gemüse machten Appetit auf handwerklich produzierte Lebensmittel aus der Region diesseits und jenseits des Rheins. Alexander Anlicker