Eine schöne Reise in die Vergangenheit

Fotoausstellung aus 40 Jahren kleine Bühne im Bürgersaal eröffnet

Ettenheim (hi). Eine Reise in die Vergangenheit konnten die Besucher der Fotoausstellung „40 Jahre kleine Bühne Ettenheim“ am Samstagabend im Bürgersaal des Rathauses machen.

An Stellwänden waren Plakate mit Fotos aus den jeweiligen Aufführungen und Listen mit den Darstellern zu sehen. Der Hauptdarsteller der allerersten Aufführung vor 40 Jahren mit dem Titel „Diener zweier Herren“, Gerhard Jäger, war mit der gesamten Familie anwesend und erzählte von seiner Hauptrolle als Truffaldino in dem Theaterstück von Carlo Goldini.


Wilfried Holzmann, der bis vor Kurzem die kleine Bühne 40 Jahre lang leitete und als Vorsitzender, Autor, Regisseur und Darsteller tätig war, berichtete von den Anfängen. Am 29. August 1981, beim ersten Bärenbrunnenfest, ertönte erstmals die Aufführungsmelodie der Komödiantengruppe, die Carlo Goldinis „Diener zweier Herren“ auf die Bühne brachte. Der Initiator des Bärenbrunnenfestes, Peter Frey, hatte zur Bereicherung des Festes ein kulturelles Projekt gewünscht und kam auf Holzmann, der bis dahin an der Heimschule und am Städtischen Gymnasium die Theater-Arbeitsgemeinschaften geleitet hatte, zu.


Lehrer und ein Ingenieur

Die ersten Darsteller waren hauptsächlich Lehrer, mit Ausnahme des Ingenieurs Gerhard Jäger, der durch sein Engagement bei der Kolpingsfamilie eine bekannte Persönlichkeit in der Stadt war. Sein Talent zum Theaterspielen war offensichtlich. Es folgten viele weitere Aufführungen, wie „Dantons Tod“ mit 72 Mitwirkenden. Beim zweiten Bärenbrunnenfest wurde mit dem „Sommernachtstraum“ wieder Komödie gespielt. Es gab Überlegungen, einen eigenen Verein zu gründen, und so kam es am 18. Januar 1984 zu Institutionalisierung der Schauspielgruppe durch die Gründung des Vereins. 1993 erhielt die kleine Bühne den Kulturpreis der Stadt.


Bürgermeister Bruno Metz begrüßte unter den Anwesenden der Ausstellungseröffnung die neue Vorsitzende Milena Harney, den Ehrenvorsitzenden Wilfried Holzmann und Mitwirkende der kleinen Bühne. Der Verein habe sich zu einem bedeutenden Träger kulturellen Lebens in der Stadt entwickelt, betonte der Rathauschef. Kunst und Kultur mache die Lebensqualität einer Gemeinde aus, so Metz. Besonders der Umstand, dass in den Aufführungen ein Stück Stadtgeschichte aufgegriffen wurde, sei das Besondere. Harney stellte sich als neue Vorsitzende vor und versprach, das erfolgreiche Werk fortzusetzen.


Beim Rundgang durch die Ausstellung sahen die Besucher viele der Mitwirkenden in jungen Jahren und mussten aber auch Menschen auf den Fotos entdecken, die schon lang von uns gegangen sind.