Internationales Klang- und Orgelfest

Vom 24. bis 26. Juni offene Werkstätten, buntes Programm, historische Kirmes und vieles mehr

Waldkirch (hbl). Das Waldkircher Orgelfest steht vor der Tür. Vom 24. bis 26. Juni erwartet die Orgelstadt Gäste aus aller Welt. Sie spielen mit ihren Dreh- und Jahrmarktorgeln, eingebettet in ein umfangreiches Programm, dieses Mal um das Thema Klang erweitert. Das Festgelände wurde geändert und mit dem Stadtfest (siehe Bericht Seite 16) verbunden.

Im Rahmen eines Pressegesprächs zum „13. Internationalen Klang- und Orgelfest Waldkirch“ gaben Oberbürgermeister Roman Götzmann, Orgelfest-Leiterin Stefanie Sigmund und Gregor Swierczyna von der Stadtverwaltung, Bernd Wintermantel von der Orgelstiftung sowie Achim Schneider und Wolfgang Brommer als Vertreter der Orgelbauwerkstätten einen detaillierten Überblick über das dreitägige Festprogramm. Das Festgelände wurde neu aufgeteilt, das Stadtfest wird angeschlossen. Die 13. Auflage (Premiere war 1984) wurde um das Thema „Klang“ mit anderen Musikrichtungen erweitert. Darüber hinaus wird ein vielfältiges Programm geboten.

Das Klang- und Orgelfest vom 24. bis 26. Juni wird wieder Gastgeber und Zentrum des internationalen Orgelbaus sein. Gäste und Teilnehmer kommen aus Chile, Japan, Schweiz, Belgien, Großbritannien und natürlich aus Deutschland. Weit über ein Dutzend Großorgeln und an die 100 Drehorgeln werden zu sehen sein. Auf 13 Spielinseln werden die Teilnehmer mit ihren mechanischen Musikinstrumenten an die Blütezeit der Dreh- und Jahrmarktorgeln erinnern.

Das Festgelände befindet sich auf dem Marktplatz, Kirchstraße, Freie Straße und Goethestraße. Nicht mehr dazu gehört die Lange Straße. Mit eingeschlossen sind die vier Orgelbauwerkstätten „Orgelbau und Kuriositäten Achim Schneider“ in der Fabrik Sonntag und auf der anderen Stadtseite die Firma „Jäger und Brommer“ sowie der Orgelbauersaal der Waldkircher Orgelstiftung am Gewerbekanal 5. Die „Restaurierungswerkstätte Paul Fleck Söhne“ befindet sich in der „Werkstätte für Kirchenorgelbau Wolfram Stützle“ in der Schillerstraße 2. Das Klang- und Orgelfest bietet somit Gelegenheit, einen Blick in das Arbeitsleben der Handwerksbetriebe zu werfen.

Überall, auch beim Elztalmuseum, wird neben den Programmpunkten bewirtet. Zugleich findet auf dem Kirchplatz erstmals das Stadtfest der Vereine statt. Beide Feste sind aufeinander abgestimmt.

Erstmals findet eine historische Kirmes statt, wo man eintauchen kann in die Zeit Anfang des letzten Jahrhunderts. Auf dem Marktplatz erwarten die Besucher eine 1902 gebaute Luftschaukel, ein Riesenrad, ein Märchenkarussell von 1949, Hau den Lukas, Angel- und Wurfspiele - alles musikalisch umrahmt von den traditionellen Klängen der Jahrmarktorgeln.

Erstmals historische Kirmes

Auch dieses Mal wird die „Losorgel“ ein spannender Höhepunkt sein; eine von der Werkstätte Jäger und Brommer gebaute Bauchorgel im Wert von über 5.000 Euro kann man gewinnen. Die Verlosungs-Abschlussveranstaltung findet am Sonntag, 26. Juni, statt. Dazu gibt es weitere Gewinne von der Werbegemeinschaft und vom Europa-Park.


Um die teilweise am Stadtrand liegenden Orgelbauwerkstätten zu verbinden, verkehrt in kurzen Abständen ein Bus - passend natürlich der Orgelbus und für die Nutzer kostenlos.

Am Eingang des Festgeländes wird ein Unkostenbeitrag von vier Euro erhoben, für den es einen Anstecker als Erinnerung gibt. Oberbürgermeister Götzmann dankte allen Unterstützern und Sponsoren des 13. Klang- und Orgelfestes, die damit Waldkirchs weltweites Alleinstellungsmerkmal als Orgelstadt ermöglichten, auf das Waldkirch stolz sein könne.