Stadtmusik: Gelungene Premiere

Begeistertes Publikum bei „S isch Konzert“

Endingen (vj). Gelungene Premiere für den neuen Orchesterleiter Rüdiger Müller. Nach zweijähriger, pandemiebedingter Unterbrechung präsentierten sich die 70 Aktiven der Endinger Stadtmusik beim Konzertabend am Pfingstsamstag in der Stadthalle in Perfektion.

„S isch Konzert“, unter diesem Motto überzeugte die Stadtmusik mit fünf anspruchsvollen sinfonischen Werken. „Genießen Sie nach der langen Pandemie-Auszeit wieder einen großen Konzertabend, für den Dirigent Rüdiger Müller erstmals die musikalischen Fäden geknüpft hat“, stimmte Bürgermeister und Präsident Tobias Metz in den Abend ein, zu dem sich auch seine Amtsvorgänger und früheren Präsidenten Hans-Joachim Schwarz und Helmut Eitenbenz sowie die frisch gekürte Kirschenkönigin Josefine Schmidt mit den beiden Prinzessinnen Verena Sexauer und Leonie Roller eingefunden hatten. Metz bezeichnete die Stadtmusik als eine der tragenden Säulen und Kulturträger. „Wir haben uns während der Pandemie nicht auseinandergelebt“, versicherte Vereinssprecherin Natalie Spiske, „auch wenn intensive Probenarbeit und geselliges Beisammensein oftmals nicht möglich waren.“ Eine treffsichere Eröffnung gelang mit Gustav Holsts „First Suite“ mit den drei anspruchsvollen Sätzen Chaconne, Intermezzo und Marsch, wobei vor allem der temperamentvolle Schlussakkord aufhorchen ließ. In der Sinfonie Nr. 3 des ukrainischen Komponisten Boris Koschevnikow wechselten sanfte und melodische Passagen mit viel Rhythmus und Tempo kontrastreich, wobei der abschließende Trommelwirbel ein besonderes Schmankerl für die Zuhörer war. In ganz andere Richtung führte Rossan Galantes Komposition „Victory“, wobei die Aktiven in besonderen Rollen im Wechsel von Lachen und Weinen begeisterten. Spektakulär war das Finalwerk „The Island of Light“ von José Albert Pina. Hier gab es kaum eine Verschnaufpause in den Registern, rund 25 Minuten dauerte die musikalische Beschreibung der Insel Menorca, eine Nachbarin Mallorcas.

Nach minutenlangen Standing Ovations kam in den Zugaben – venezuelanische Tänzen – südamerikanisches Temperament in den Saal, bevor mit dem Volkslied „Ade zur guten Nacht“ die sinfonischen Klangwelten endeten.