Der Lohn siebenfachen Engagements

Vereins-Septett stemmte an drei Tagen das 20. Dorffest auf dem Sonneplatz

Gundelfingen (hvg). Drei Tage lang ließ sich auf dem Sonneplatz ausgiebig feiern; der machte dabei seinem Namen alle Ehre. Der Schatten unter den zahlreich aufgestellten Großschirmen war begehrt, kühle Getränke fanden guten Absatz, bei wechselnden Musikformationen gab es gute Unterhaltung. Was im Jahr 2020 verwehrt blieb, wurde nachgeholt: Das 20. Dorffest wurde gefeiert.

Sportschützenverein und Spielvereinigung Gundelfingen/Wildtal, Musikverein und Turnverein Gundelfingen 1905, Sportverein DJK Heuweiler und Reitclub Gundelfingen sowie die Zunft der Gundelfinger Dorfhexen – dieser Siebener-Reigen schuf in reibungsloser Organisation Ort, Anlass und Ausstattung für das alle zwei Jahre stattfindende Event. Zum offiziellen Start am frühen Freitagabend waren bald schon viele Plätze belegt, eine ordentliche Zuschauer-Schar verfolgte, wie Bürgermeister Raphael Walz mit wenigen gezielten Schlägen den Zapfhahn ins von der Brauerei Ganter gestiftete Freibier-Fass trieb. „O’zapft is!“, hieß es dann traditionell und zu den Klängen des Badener-Liedes wurden die ersten schäumenden Krüge freigiebig verteilt. Fest-Moderator Michael Hornbruch band vielfach Witz und Informationen zusammen, betätigte sich mal als Applaus-Trainer, mal als Bier-Anpreiser. Von der Außenhitze nicht genug hatten womöglich Freiwillige von Musikverein und der Spielvereinigung, neben zischendem Grill und dampfenden Töpfen jedenfalls sorgten sie dafür, dass „Zweierlei“, „Dreierlei“ und mancherlei andere Angebote gegen die Bons getauscht wurden. An den Zapfhähnen standen Profis, kaum schnell genug konnte die Kamera sein, um das Füllen von Biergläsern einzufangen …


Im ökumenischen Gottesdienst diente Pastor Dr. Stefan Jung die Licht-Metapher als Ausdruck und Brücke zu „Hilfe in postmoderner Zeit“ und Wertschätzung der Wahrheit als (nach Sacharow) „mächtigster Waffe der Welt“, wie auch als Vertreiber jeder Dunkelheit im Sinne von Vergebung, Mitfühlen und dem Streben nach Verbindendem. Der Posaunenchor unter Hellmut Karg begleitete den von Pfarrer Frank Prestel von der katholischen und Diakon Gottfried Löblein von der evangelischen Kirche mitzelebrierten Gottesdienst.


Die Gruppe „Wombats“ spielte zum Auftakt, „Halbtrocken“ am Samstagabend und den Sonntag über die Musikvereine Opfingen, Biengen und Siensbach zwischen Trachtenkapelle Heuweiler (morgens) und Musikverein Gundelfingen (abends). Die für definierte Aufgaben Verantwortlichen konnten sich mit bewährter „Alt-Erfahrung“ verzahnen, denn als Staffelstab-Weitergebende und letztmalig an der Organisation Beteiligte brachten sich Wolfgang Findor, Jürgen Maier und Klaus Wächter ein. 330 Freiwillige bauten auf und ab, richteten Technik ein, sorgten für Nachschub und die Ausgabe von Flüssigem und Festem und was an sonstigen Erfordernissen anfiel.


Im Rückblick erweist sich als eingelöst, was Bürgermeister Walz in seinem Grußwort prognostiziert hatte: „Gemeinschaft zu ermöglichen, einen Ort zu finden, an dem wir alle die Sorgen des Alltags für ein paar schöne Stunden hinter uns lassen können.“