Rauf auf den Sattel, fertig und los!

Seniorenrat-Gruppe eröffnete den „Stadtradeln“-Wettbewerb 2022 in Ettenheim

Ettenheim (hpb). Bestens motiviert bei strahlendem Sonnenschein haben 35 Radler am Montag für den Seniorenrat den „Stadtradeln“-Wettbewerb für die Stadt Ettenheim offiziell eröffnet.

Bürgermeister Bruno Metz gab an der Stadthalle den symbolischen Startschuss für die Tour von rund 40 Kilometern nach Schuttern und zurück über Lahr; damit wurden gemeinsam 1.400 Radkilometer für die Aktion gesammelt. Die älteste Teilnehmerin am Montag war 81 Jahre.
Metz freute sich, dass auch in diesem Jahr mit einer Gruppe des Seniorenrates die Aktion 2022 für die Stadt Ettenheim offiziell eröffnet werden kann. Im vergangenen Jahr, so Metz, habe die Stadt Ettenheim insgesamt 180.000 Kilometer Fahrstrecke erreicht und damit nach Offenburg im Ortenaukreis erfolgreich den zweiten Platz verteidigt. Er hoffe auch in diesem Jahr auf eine erfolgreiche Teilnahme. Aktuell sind bisher 56 Teams mit 700 Teilnehmern gemeldet, weitere können noch dazu kommen.

Bewegung ist richtig wichtig
Wie wichtig Bewegung gerade auch für ältere Menschen ist, betonte der Vorsitzende des Seniorenrates, Karl Stiegeler, der darauf hinwies, dass hier schon seit Jahren entsprechende Angebote an die Senioren in Ettenheim gemacht werden. So die erfolgreiche Aktion „3.000 Schritte“ jeden Mittwoch und seit letztem Jahr alle 14 Tage das Angebot für Radler und E-Biker für gemeinsame geführte Ausfahrten, die bislang gleichfalls großes Interesse gefunden haben.
Karl-Heinz Weber, Organisator sowohl der regelmäßigen Ausfahrten als auch dieser „Stadtradeln“-Tour, freute sich ob der großen Beteiligung an diesen Angeboten, die mit Begeisterung regelmäßig mitgemacht werden. Dabei gehe es nicht um Schnelligkeit, sondern neben der wichtigen Bewegung auch viel um Kommunikation, Erleben, Entdecken der Heimat und das Miteinander der Senioren, so Weber.

Neues kennengelernt
Die Tour am Montag führte über Orschweier und Mahlberg nach Norden bis zur Rubinmühle. Siegfried Moser erklärte die technischen Prozesse der Mühle. Weiter führte die Fahrt nach Schuttern mit einem Besuch der Klosterkirche und des Klosters. Hier berichtete Karl-Heinz Weber, dass am 6. Mai 1770 die spätere französische Königin Marie-Antoinette auf der Hochzeitsreise im Kloster ihre letzte Nacht auf deutschem Boden verbrachte.
Viel Interesse fanden auch die archäologischen Ausgrabungen mit zahlreichen Zeugnissen der Römer zwischen Friesenheim und Schuttern. Über Lahr, hier wurde eine Mittagspause eingelegt, ging es bei schönem Wetter über Kippenheim zurück nach Ettenheim. Zum „traditionellen“ Abschluss genossen viele Teilnehmer noch ein köstliches Eis.