Regionale Erzeugnisse auf zwei Plätzen in der Innenstadt

Am Samstag findet auf dem Marktplatz das Härdepflfeschd und in der Landvogtei der Naturparkmarkt statt

Emmendingen. Wer auf Erzeugnisse aus der Region schwört, der sollte am kommenden Samstag, 5. Oktober, in die Emmendinger Innenstadt kommen. Zum einen steigt auf dem Großen Marktplatz von 11 bis 18 Uhr das Härdepflfeschd, zum anderen findet in der Landvogtei der Naturparkmarkt statt.

In den letzten Jahren wurden beide Ereignisse direkt nebeneinander veranstaltet. Auf dem Großen Markplatz war das Herdäpflfeschd, auf dem kleinen Marktplatz dahinter der Naturparkmarkt. „Letzteren verlegen wir diesmal in die Landvogtei“, erklärt Karl-Friedrich Jundt-Schöttle vom Gewerbeverein. Der Grund liege in den Baumaßnahmen und Absperrungen rund am das Alte Rathaus. „Das würde sonst zu eng werden“, so der Senior-Chef des Modehauses.
Gemeinsam mit Petra Sillmann, beim Gewerbeverein zuständig für Events, sowie Ingo Bührer von vom Fanfarenzug Hachberger Herolde organisiert Jundt-Schöttle die Doppelveranstaltung federführend. Gemeinsam mit Reinhard Laniot hatte er das Härdepflfeschd schon 1999 ins Leben gerufen. Vor einigen Jahren wurde der Naturparkmarkt in das Ereignis integriert. „In beiden Fällen geht es um regionale Erzeugnisse – das passt also“, so Jundt-Schöttle.

Härdepflfeschd
Am Samstag ist es wieder soweit. Beim Härdepflfeschd werden rund um den Stockbrunnen wieder Sitzgelegenheiten, Esstische und eine Bühne aufgebaut. Außerdem wird alles herbstlich dekoriert. Man kann es sich gemütlich machen. Diesmal findet das Fest nicht das ganze Wochenende sondern nur am Samstag statt. „Auf das große Zelt werden wir daher verzichten“, erklärt Ingo Bührer. Stattdessen, so der 1. Vorsitzende der Hachberger Herolde, werde man zwei Pavillons aufstellen.
Kulinarisch dreht sich beim Härdepflfeschd alles rund um die tolle Knolle. Ab 11 Uhr werden an mehreren Ständen unterschiedliche Kartoffel-Gerichte angeboten. Bei den Herolden gibt es Steaks mit Brägele und hausgemachte Kartoffelsuppe. Olaf Kunzweiler (OK Eventgastronomie) serviert seine Bauernpfanne mit Kartoffeln und Gemüse. Der Ramstalhof tischt Brägele mit Bibiliskäs auf. Björn und Grischa Brand backen Kartoffelflammkuchen. Und bei Sabrina Hagner gibt es leckeren Reibekuchen.
Parallel dazu sind auch die Beschicker des Samstagmarktes wieder mit von der Partie. Wie jedes Jahr beim Härdepflfeschd bietet die Familie Eckert ihre Forchheimer Kartoffeln an. Ihre Sorten präsentieren sie an einem dekorativen Stand. Er ist so etwas wie das Wahrzeichen der Veranstaltung. Dazu passen die Kürbisse und Gemüsesorten, die Elisabeth Schwaab aus Vörstetten mitbringen wird.
Wie immer haben die Hachberger Herolde ein Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Zur Eröffnung gibt die Stadtmusik um 11 Uhr auf dem Marktplatz ein Konzert. Danach treten der Musikzug des TV Sexau (14 Uhr) sowie der Musikverein Maleck (15.40 Uhr) auf. Dazwischen ergänzen Fanfaren das Programm. Mit von der Partie sind die Schalmeien aus St. Georgen sowie der Fanfarenzug aus Rust mit seinen bekannten Fahnenschwingern. Die Bewirtung endet gegen 18 Uhr.

Naturparkmarkt
Insgesamt 25 regionale Anbieter bilden diesmal den Naturparkmarkt. Statt auf dem kleinen Marktplatz und hinter dem Alten Rathaus präsentieren sie ihre Erzeugnisse diesmal in der Landvogtei. „Hier geht es einerseits darum, sich zu informieren, anderseits kann man auch probieren und kaufen“, erklärt Karl-Friedrich Jundt-Schöttle. 
Die Produkte kommen alle aus dem Südschwarzwald. Das Angebot reicht von Fleisch, Backwaren und Fruchtsäften über Bränden, Honig und Eis bis hin zu Drechselarbeiten, Naturkosmetik oder Schaffellen. Hinzu kommen Infostände des Schwarzwaldvereins, des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums oder des Regio-Verkehrsverbundes Freiburg.
Offiziell eröffnet wird der Naturparkmarkt um 11 Uhr durch OB Stefan Schlatterer, Kreis-Forstamtsleiter Martin Schreiner sowie Hannelore Reinbold-Mench, stellvertretende Vorsitzende des Naturpark Südschwarzwald. Gemeinsam mit den geladenen Gästen wird man die Stände besichtigen. Der Markt endet gegen 17 Uhr. 
Ganz neu beim Naturparkmarkt ist das Kinderprogramm. Während die Erwachsenen über den Markt schlendern, können die jungen Besucher sich neben dem Stuck’schen Haus an Spielstationen vergnügen. Betreut werden sie von der Jungschargruppe der Liebenzeller-Gemeinschaft. Deren Mitglieder werden mit den Kindern malen, Seifen herstellen sowie Kartoffeldruck anbieten. Bei letzterem werden Taschen und Kissen bedruckt. Die Kissen können bei Betten-Jundt befüllt werden. 
Neben den Arkaden wird außerdem ein acht Meter langer Bus parken, in dem die Kochschule des Naturparkmarktes untergebracht ist. Unter anderem werden dort Brotaufstriche zubereitet. „Wer alle Stationen durchlaufen hat, bekommt kostenlos eine Kugel Bauernhofeis“, verspricht Petra Sillmann. Gemeinsam mit Alexandra Padelat von „My Lovely Fashion“ hat sie das neue Kinderprogramm auf die Beine gestellt. 


Der Übergang
Um die räumliche Lücke zwischen Härdepflfeschd und der Naturparkmarkt zu schließen, werden auch in der Lammstraße einige Attraktionen angeboten. An zwei Ständen wird mit dem Thermomix gekocht. Die Bergmanns aus Sexau bietet zum einen in einer Citroen-Ente ihre selbst hergestellten Nudeln an, zum anderen stellt die Familie zwei Traktoren aus. Am Eingang zur Cornelia-Passage präsentiert Ursula Winterhalter aus dem Curiosa-Laden kreative Einrichtungsideen zum Thema Schwarzwald. Ebenfalls den Schwarzwald widmet sich Vesna Wiessler mit ihren 3D-Bildern. Und Gerda Viett zeigt Babykleidung. Daniel Gorzalka