Erlebnis USA als musikalische Faszination

Jahreskonzert des Musikvereins Katzenmoos - Ehrungen

Elzach-Katzenmoos (ght). Am vergangenen Samstagabend hatten die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Katzenmoos zum Jahreskonzert in das „Haus des Gastes“ nach Elzach eingeladen. Hierzu begrüßte der Vorsitzende Jürgen Wölfle zahlreiche Gäste, darunter Ehrenmitglieder, Gemeinderäte, den Ortsvorsteher von Katzenmoos, Franz Lupfer, und die Vorsitzende des Oberbadischen Blasmusikverbandes „Breisgau“, Sabine Wölfle.

Eingeladen hatte das Orchester unter Leitung des Dirigenten Mario Rosenfeld zu einer faszinierenden musikalischen Reise durch die USA. Jürgen Wölfle indes war sich in Anspielung auf den amerikanischen Präsidenten sicher: „Bei uns gibt es keine Trumpets, sondern Trompeten!“ Und in der Tat, der berühmte „American Way of Life“, wie es Wölfle verkündete, kam an diesem Abend in musikalischer Perfektion zum Ausdruck. Einen zackigen und schwungvollen Auftakt des Abends gab es mit dem historischen Marsch „Semper Fidelis“ aus dem Jahre 1888. Danach durfte sich das Publikum in New York vergnügen. Von der Freiheitsstatue ging es über den Central Park und dem Broadway bis hin zum Rockefeller Building. Mal stimmungsvoll und ruhig, mal großstädtisch hektisch und einem dynamisch lauten Ende mit Blick über die Stadt begeisterte die „Manhattan Symphony“. Nur ein wenig Fantasie genügte, um die musikalischen Reize in bildliche Reize vor dem inneren Auge umzusetzen: „Here we are, welcome in New York, the city, that never sleeps!“  

60 Jahre Mitgliedschaft

So groß die Begeisterung für die USA auch war, noch größer war die Begeisterung und Ehrfurcht vor Bernhard Wisser! Seit dem 1. April 1959 (!), kein Scherz, gehört er dem Katzenmooser Musikverein an. Die Vorsitzende des Oberbadischen Blasmusikverbandes, Sabine Wölfle, ließ es sich dann auch nicht nehmen, Wisser für seine 60-jährige Mitgliedschaft im Namen der „Bundesvereinigung deutscher Blasmusikverbände“ (BDMV) mit Urkunde und Nadel in Gold mit Diamant unter großem Applaus auszuzeichnen.

Jürgen Wölfle machte deutlich, dass Wisser nicht nur Flügel- und Tenorhorn gespielt hat und es noch immer so macht, sondern verwies unter anderem auf die 14jährige Tätigkeit des Jubilars als Vorsitzender. „Aus einer kleinen Kapelle wurde durch ihn ein großer Musikverein geschaffen!“ lobte er anerkennend. Als besonderen Dank der Musikerinnen und Musiker gab es den speziellen Notenschlüssel des Vereins unter einem weiteren anhaltenden Applaus. Wisser selbst dankte für die Ehrung und gab zu verstehen: „Zeit und Jahre spielen eine ganz unwesentliche Rolle, wenn man etwas gerne und aus Überzeugung tut!“ Zudem ist sein Wunsch und Ansporn, auch beim 100jährigen Bestehen des Vereins im Jahr 2021 dabei zu sein.

Auch die Jugend, ohne die ein Musikverein keinen Fortbestand hat, wurde ausgezeichnet. Theresa Weber freute sich, aus den Händen der Jugendausbilderin Silvia Schindler das Jungmusikerleistungsabzeichen in Silber für Querflöte entgegennehmen zu können.

Der Titel „The Texans“ galt letztendlich auch dem Gedenken der zahlreichen Auswanderer aus Deutschland in die USA. Mit einem lautstarken „Yiehaaa!“ gab Jürgen Wölfle das Zeichen für eine musikalische Zeitreise an Dirigent Rosenfeld. Und so standen einem musikalisch stimmungsvoll dargeboten Cowboys, Farmen, Saloons, Städte im Westernstil und der Aufbau des amerikanischen Landes wieder vor Augen. Und ehe man sich verhörte, befand sich der Musikfreund in den zwanziger Jahren der USA, in denen das Ragtimefieber in den Ohren grassierte. Perfekt nachempfunden mit dem „Peacherine Rag“. Dann ging die Reise quer durch die Staaten nach „Oregon“, natürlich mit der aus zahlreichen Westernfilmen bekannten guten alten Dampflok, der „Big Boy“, allen voran. Einmal mehr konnte man die Gesamtdynamik des Orchesters erleben! Aber auch das modere Nordamerika ließen die 46 Musikerinnen und Musiker nicht außer Acht. Hollywood kam zu Ehren mit der „Indiana Jones Selection“, einer fantastischen Musikzusammenstellung, und Titel aus einem der wohl bekanntesten Musikfilme überhaupt: „The Blues Brothers Revue“.

Mit „ Shenandoa“ und dem „Uncle Teddy March“ in Erinnerung an den 26. Präsidenten der USA verabschiedete sich der Musikverein Katzenmoos aus Amerika und von seinen Zuhörern. Zuvor bedankte sich Jürgen Wölfle bei den vielen Helfern sowie Dekorateuren, die nicht zuletzt für die herbstlich gestalteten Figuren im Blues Brothers Outfit und Scheriff-Outfit gesorgt hatten. Und wehmütig klang es zum Abschluss der faszinierenden USA-Reise: „Thank you, Good bye, Good Night!“