Gigantisches Hexenspektakel in der Innenstadt

„Bäägle-Hexe“ feierten ihren 40. Geburtstag und setzten damit neue Maßstäbe

40 Jahre „Ämmedinger Bäägle-Hexe“. Mit ihren Feierlichkeiten zum runden närrischen Geburtstag setzte die Jubiläumszunft einmal mehr neue Maßstäbe. Am Samstag herrschte in der Großen Kreisstadt der Ausnahmezustand. Schon am Nachmittag zogen die Narren beim Kinderumzug durch die Innenstadt. Höhepunkt war der große Nachtumzug durchs farbenprächtig illuminierte Stadttor mit knapp 70 Gruppen. Nahezu 10.000 Besucher und Petrus feierten mit.

Wahrlich der Wettergott war mit den Narren im Bunde. Im Vorfeld wurden für den Veranstaltungstag kräftige Regenschauer angekündigt. Die kamen dann auch am Nachmittag. Erfreulich: Die beiden Umzüge und der Großteil des närrischen Treibens blieben davon aber verschont, so dass in der Innenstadt kräftig gefeiert werden konnte. „Es war ein unglaublich stimmungsvolles und friedliches Fest. Wir wurden von allen Seiten mit Lob überschüttet,“, freute sich „Bäägle-Hexe“-Zunftmeister Andreas Klopfer im ET-Gespräch über den reibungslosen Verlauf, die vielen positiven Rückmeldungen von Stadt, Zünften und Besuchern sowie über die gute Zusammenarbeit mit Stadt, Polizei, Security, DRK und Feuerwehr. Der farbenprächtige Hexengeburtstag begann mit dem ersten Emmendinger Kinderumzug am Nachmittag, an dem 20 Gruppen und 350 Kinder teilnahmen. Darunter der „Narresome“ der Emmendinger Zünfte, drei städtische Kindergärten, das Jugendorchester der Stadtmusik und die Fasnetkapellen „Erscht ä mol Gugge“ und „Hochbuger Ruinen-Fetzzer“. Auch OB Stefan Schlatterer und sein kleiner Sohn Oskar waren mit dabei. Nach dem Umzug gab‘ s für die 350 Kinder eine kleine Stärkung (heiße Wurst mit Wecken, Getränk) im Narrendorf, die von der Metzgerei Mertz, der Bäckerei Müller und „Mille fiori“ gesponsert wurde. Zweifellos eine erfolgreiche Premiere auch hinsichtlich des Publikumszuspruchs. „Wir hatten zwischen 2.000 und 2.500 Besuchern, deutlich mehr als erwartet“, so Klopfer.

Beim Nachtumzug mit geschätzten 5.000 bis 6.000 Besuchern, waren die Straßen natürlich noch um einiges dichter gesäumt. Pünktlich um 18.33 Uhr setzte sich der närrische Tross, angeführt vom Fanfarenzug „Hachberger Herolde“ und der Jubiläumszunft, von der Markgrafenstraße (Höhe Bismarckstraße) aus in Bewegung. Die Umzugsstrecke führte am alten Rathaus vorbei über den Marktplatz, durch die Fußgängerzone und das illuminierte Stadttor in die Karl-Friedrich-Straße und von dort direkt ins Narrendorf an der Steinhalle. Rund 2.500 Umzugsteilnehmer, darunter 13 Hexenzünfte aus nah und fern, acht Guggen und Kapellen sowie zahlreiche Zünfte und Fasnachtsvereine aus der Großen Kreisstadt sorgten für ein unvergessliches nächtliches Hexenspektakel. Am Stadttor war die Stimmung besonders ausgelassen. Mit tollen Nebel- und Lichteffekten des Veranstalters wurde der Gang der Zünfte und Gruppen durchs Tor einfallsreich in Szene gesetzt. Die Zuschauer waren gespannt und die ET-Moderatoren Wilfried Klingberg und Rolf Stein kündigten die Teilnehmer an. Am Marktplatz moderierten Michael Schätzle (Krabbenzunft) und Alexander Maier, ehemaliger Chef der Narrengilde. Im riesigen Narrendorf, dem Hexenkessel rund um die Steinhalle, wurde anschließend weitergefeiert. Auch hier setzten die „Bäägle-Hexe“ ein Ausrufezeichen. Auf der närrischen Partymeile in der Steinstraße und auf dem Meerwein-Schulhof lockten zahlreiche Event-Hütten, Partyzelte, ein Party-Bus und Bewirtungsstände. In der Halbtiefgarage war der Sitz der „Hexeloch-Bar“. Dort konnte auch getanzt werden.  Rund 3.000 Gäste feierten im „Hexenkessel“ bis in die Morgenstunden. Auch für das gigantische Narrendorf gab’s viel Lob. „Das Fest bedeutet für uns viel Arbeit. Anderthalb Jahre Vorbereitung und drei Tage allein für den Aufbau“, dankte Klopfer der Stadt und den Sponsoren beim Zunftmeisterempfang in der Steinhalle, der von einer närrischen Abordnung der Stadtmusik und dem „Bäägle-Hexe“-Kinderchor um Mona Golbach umrahmt wurde. „Beim Kinderumzug ist bei mir vor lauter Freude die eine oder andere Träne gekullert“, führte Klopfer aus. „Ich kann nur den Hut davor ziehen, was ihr Bäägle-Hexe hier wieder auf die Beine gestellt habt. Ihr habt abermals neue Standards gesetzt“, lobte Schirmherr OB Stefan Schlatterer das große ehrenamtliche Engagement der Zunftmitglieder sowie insbesondere von Zunftchef Andreas Klopfer.