Corona-Maßnahmen werden verschärft

Öffentliche Einrichtungen und ein Teil der Geschäfte schließen – Versammlungsverbote

Landkreise Emmendingen/Breisgau-Hochschwarzwald (wil). Nachdem die Landesregierung in einer Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 die Nutzung einer ganzen Reihe öffentlicher Einrichtungen untersagt hat, schließen die fünf Gemeinden im VHzH-Verbreitungsgebiet ihrerseits öffentliche Einrichtungen und verbieten Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 50 Personen. Veranstaltungen werden reihenweise abgesagt, Schulen, Mediatheken, Jugendtreffs, Sporthallen, Schwimmbäder, Volkshochschulen - alles zu, das öffentliche Leben ist praktisch lahmgelegt.

Schließen müssen laut Verordnung der Landesregierung Kultur- und Bildungseinrichtungen jeglicher Art, Volkhochschulen, Kinos, Bäder, Saunen, Fitnessstudios und sonstige Sportstätten in geschlossenen Räumen, Jugendhäuser, Bibliotheken, Vergnügungs- und Prostitutionsstätten.

Speiselokale bleiben unter Auflagen geöffnet Der Betrieb von Gaststätten wird grundsätzlich untersagt. Von diesem Verbot ausgenommen sind Speisegaststätten, wenn sichergestellt ist, dass die Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass zwischen den Tischen bzw. Stehplätzen ein Mindestabstand von anderthalb Metern gewährleistet ist. Zudem muss sichergestellt sein, dass im Falle von Infektionen für einen Zeitraum von jeweils einem Monat mögliche Kontaktpersonen nachverfolgbar bleiben. Die Lokale sollen allerdings bereits um 18 Uhr schließen müssen.

Ausgenommen sind Notbetreuungen für Kinder von berufstätigen Eltern in sogenannten „kritischen Infrastrukturen“, der öffentliche Personennahverkehr, das Aufhalten an den Arbeitsstätten, auch Wochenmärkte sind derzeit weiterhin erlaubt.

Auch in Gundelfingen, Heuweiler, Denzlingen, Vörstetten und Glottertal bleiben öffentliche Einrichtungen geschlossen, um die Verbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 einzudämmen. In Gundelfingen sind Obermattenbad, VHS, Musikschule, Lehrschwimmbecken, Jugendzentrum zu, ebenso Turn- und Festhalle, Kultur- und Vereinshaus sowie die Kandelsporthalle geschlossen. In Denzlingen wurde das Sport- und Familienbad bereits am Wochenende bis auf Weiteres geschlossen und gestern folgten alle gemeindeeigenen Sportstätten, Spielplätze und Einrichtungen bzw. Veranstaltungsstätten (Mediathek, Rocca, Altes Rathaus, Rathausplatz, Festplatz am Heimethues, Jugendpflege / Jugendtreff, Bandproberaum Otto-Raupp-Keller, Jugendzentrum). Für gemeindespezifische Fragen zum Corona-Virus hat die Gemeinde Denzlingen seit Montag eine Hotline unter 07666 / 611333 eingerichtet. (siehe auch Informationen im Amtsblatt in der Denzlinger Ausgabe, bzw. in der Landausgabe separate Info-Artikel.)

In allen fünf Gemeinden sind Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 50 Personen verboten. Die Einschränkungen sollen zunächst bis nach den Osterferien gelten.

Behördengänge sind in der Regel nur noch nach Terminvereinbarung möglich bzw. es wird darum gebeten, die Vorgänge möglichst telefonisch oder online zu erledigen oder zu verschieben. Weitere Infos gibt es auf den Internetseiten der Gemeinden und in den Amtsblättern.

Grundversorgung ist gesichert

Gestern trat eine eine neue Rechts-Verordnung der Landesregierung mit weiteren einschneidenden Maßnahmen in Kraft, die u.a. Versammlungen, Einzelhandel, Gastronomie und Hotelerlie betreffen. Alle Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben jedoch geöffnet. Von der Schließung ausgenommen sind Lebensmittelmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Wochenmärkte, Getränkemärkte, Tankstellen, Drogerien, Apotheken, Sanitätshäuser, Banken und Sparkassen, Poststellen, Friseure, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Garten-, Bau- und Tierbedarfsmärkte, der Großhandel sowie Dienstleister und Handwerker. Das Sonntagsverkaufsverbot soll für diese Geschäfte bis auf Weiteres gekippt werden.

Natürlich bleiben die medizinischen Einrichtungen unter strengeren Auflagen verfügbar. Besuche in Krankenhäusern und anderen Pflegeeinrichtungen sind verboten. Ausnahmen gibt es nur bei erkrankten Kindern, in Teilen der Psychiatrie und zur Sterbebegleitung unter Auflagen.

In Alten- und Pflegeheimen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sind Besuche nur mit Erlaubnis der Einrichtungsleitung und unter Schutzvorkehrungen möglich. Personen mit Anzeichen von Atemwegserkrankungen sowie Kontaktpersonen von Corona-Erkrankten ist der Zutritt komplett untersagt.

Einkaufsservice-Angebote

Mehrere DRK-Ortsvereine, teilweise in Zusammenarbeit mit den Gemeindeverwaltungen, bieten einen Einkaufsservice und Bringdienst für Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs an. Dieses Angebot gilt für Menschen, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus unter häuslicher Quarantäne stehen oder auf Empfehlung aufgrund eines Aufenthalts in einem Risikogebiet oder engem Kontakt mit Risikopersonen ihre Wohnung nicht verlassen können und keine familiäre oder sonstige Unterstützung haben.

Ehrenamtliche Mitarbeiter der DRK Ortsvereine werden die Einkäufe ausliefern. Die Einkäufe werden vor der Haus- oder Wohnungstür abgestellt und es erfolgt eine telefonische Information. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter warten dann in angemessenem Abstand, bis die Einkäufe von der jeweiligen Person aufgenommen werden. Ein Kassenbon/Lieferschein bzw. die Rechnung wird den Einkäufen beigelegt. Der Rechnungsbetrag ist dann an die angegebene Bankverbindung zu überweisen.

Kontakt

Vörstetten und Schupfholz: Gemeindeverwaltung Vörstetten, Tel. 07666 / 94000, gemeinde@voerstetten.de); Reute: Gemeindeverwaltung Reute (Telefon 07641 / 91720, gemeinde@reute.de), Denzlingen: AIV im Rathaus unter Telefon 07666 / 611128 oder per E-Mail an info@ denzlinger-fuer-denzlinger.de, Gundelfingen: Gemeindeverwaltung, Telefon 0761 / 5911205, sandra.graf @gundelfingen.de). Wichtig ist es, seine Kontaktdaten anzugeben. Weitere ehrenamtliche Einkaufshelfer sind stets willkommen.