Pfarrerin Angelika Büchelin ist da

Am kommenden Sonntag feiert sie in Glottertal und Denzlingen die ersten Gemeindegottesdienste

Denzlingen / Glottertal / Heuweiler (hg). Pfarrerin Angelika Büchelin, die zuletzt zehn Jahre in der Freiburger Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde tätig war, ist mit ihrem Mann inzwischen nach Denzlingen gezogen und wohnt bereits seit einigen Wochen in der Allmendstraße.

Am kommenden Sonntag, 6. September, wird sie um 9 Uhr in Glottertal mit der Gemeinde Gottesdienst feiern und um 10.30 Uhr bei der Denzlinger Georgskirche, und zwar unter freiem Himmel, da dies laut Wettervorhersage möglich sein werde. Helmut Gall sprach am Dienstag dieser Woche über ihre ersten Eindrücke in der Gemeinde.

Es sei alles nicht ganz so einfach, wie es sein könnte, wenn man die anhaltenden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie im Auge habe, meinte sie einleitend im Pressegespräch. Gleichwohl zeigte sie sich überzeugt und sehr zuversichtlich, dass es bei gutem gemeinsamem Bemühen in und mit der Kirche gut weitergehen werde. Die aktuelle Krisensituation werde freilich nicht von heute auf morgen ein Ende finden, sondern möglicherweise einschneidende Veränderungen nach sich ziehen. Anders als gewohnt war bereits die Form ihrer Bewerbung um die neue Pfarrstelle. So wurde im April nach Sichtung ihrer Bewerbungsunterlagen wegen der Corona-Problematik eine Video-Konferenz durchgeführt, die unter der Moderation von Dekan Rüdiger Schulze stattfand. Gemäß den in der evangelischen Kirche üblichen Regularien sollte als nächstes ein Gottesdienst mit anschließender Gemeindeversammlung gefeiert werden. Dieser konnte jedoch aus den genannten Gründen ebenfalls nicht wie gewohnt stattfinden, sondern als „Videogottesdienst“. Das Video war damals einige Tage über die Homepage der evangelischen Kirchengemeinde zu sehen.

Schließlich fand am 30. April eine Briefwahl des Kirchengemeinderates statt, die ein einstimmiges Ergebnis für Pfarrerin Angelika Büchelin ergab (wir berichteten).

Im März 1966 wurde sie in Mannheim geboren und hat noch eine jüngere Schwester. Ihr Vater ist Pfarrer im Ruhestand; die Mutter habe sich immer mit eigenen Schwerpunkten ehrenamtlich in den Gemeinden engagiert. Seit über 20 Jahren ist sie mit Utz Gutmann verheiratet; „Kinder haben wir leider keine“, schreibt sie selbst im neuesten Gemeindebrief (Herbst 3/20).

In der darin zu findenden kurzen Vorstellung erwähnt sie auch ihre Lehre zur Buchhändlerin und ihre berufliche Tätigkeit auf diesem Sektor. Überdies war sie zwei Jahre Religionslehrerin am St. Ursula-Gymnasium in Freiburg und als Verlags-Lektorin tätig, ehe sie ihren Weg in die Kirche fand. Nach ihrem Pfarrvikariat in Müllheim und Badenweiler bewarb sie sich 2010 auf die Pfarrstelle in der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde in Freiburg-Weingarten. Dort habe sie „eine sehr intensive, bereichernde und berührende Zeit“ erlebt. Ihr Herz schlage für die Gemeindearbeit; daher spreche sie vieles von dem an, was sie über die Kirchengemeinde Denzlingen, Glottertal, Heuweiler gehört und gelesen habe.

Vor allem erwähnt sie dabei das „soziale und diakonische Engagement, der „Grüne Gockel", die gute Ökumene, vielfältige Formen der Kirchenmusik, engagierte Menschen in etlichen Bereichen und vieles mehr.“ Abschließend schreibt sie im Gemeindebrief, was sie ähnlich auch im Pressegespräch mit VHzH artikuliert: „Ich freue mich, Sie kennen zu lernen, ins Gespräch zu kommen, mit Ihnen zu überlegen, was es bedeutet, heute als christliche Gemeinde 'unterwegs' zu sein. Dabei ist für mich die Einsicht wichtig, dass wir vorläufig und nicht perfekt sind, aber trotzdem oder gerade deswegen vertrauen dürfen auf Den, der unseren Weg begleitet.“

Erwähnt wurde in diesem Gespräch auch die auf einige Monate befristete Mitarbeit von Pfarrerin Helga Lamm-Gielnik, die in Vertretung der noch nicht besetzten zweiten Pfarrstelle tätig sein werde. Nun freue sie sich auf ihren ersten Gottesdienst am kommenden Sonntag, wobei in Denzlingen der Posaunenchor spielen wird.