Orgelschlemmerwochen am Horizont

Die Waldkircher Orgelköche stecken mitten in den Vorbereitungen für den Oktober

Waldkirch (hbl). Die Orgelköche zeigen sich optimistisch und stecken mitten in den Vorbereitungen auf ihre 22. Orgelschlemmerwochen im Oktober. An vieles gilt es zu denken und zu organisieren. Sie entwerfen ihre Orgelteller und basteln am Programm, gerade unter dem Aspekt Corona eine Herausforderung. Fest steht das spannende Thema: die Original-Drehorgel aus der „Dreigroschenoper“ von Bertold Brecht.

Noch vor der Corona-Pandemie zogen die Waldkircher Orgelköche Bilanz des letzten Jahres, waren mit dem Thema des „Orgelbau und Orgelmusik“ als UNESCO-Weltkulturerbe sehr zufrieden und machten sich über die 22. Auflage ihrer Orgelschlemmerwochen Gedanken. Zu einem weiteren Treffen kam es nicht mehr. Corona zwang dazu, die anstehenden Vorbereitungen zu meistern, ohne sich zu treffen. Dank der heutigen Technik und einer gewissen Routine gelang dies bisher trotzdem.

Die Gesamtkoordination liegt einmal mehr bei Hubert Bleyer, der die Fäden zieht und alle unter einen Topf bekommt. Noch im letzten Jahr, zum 20-jährigen Jubiläum der Orgelschlemmerwochen, wurde Bleyer von den Küchenchefs für seine langjährigen Verdienste und Ideen zum „Ehrenorgelkoch“ ernannt. Mit diesem Titel konnte er sich auch dieses Jahr der Aufgabe nicht entziehen und nahm die Vorbereitungen wieder in die Hand.

Dabei steht als erstes immer die Suche nach dem jeweiligen Jahresthema und den darauf aufbauenden Orgelteller der Küchenchefs. Einen Fototermin gilt es zu organisieren. Gespräche und Abstimmungen zu den Preisen des Gewinnspiels stehen an genauso wie die Suche nach einem passenden Überraschungsgeschenk bei den Orgelköchen. Begleitet wird der lukullische Teil von einem Rahmenprogramm, das sich auch in dem jeweiligen Motto widerspiegeln soll. Gerade in den Zeiten der Corona-Pandemie wird sich dieses etwas schwieriger als sonst gestalten.

Programm mit Vortrag und Konzert in Vorbereitung

Nicht immer einfach ist es, alljährlich ein passendes Thema zu finden. Doch dieses Mal fand die Tafelrunde der Orgelköche ein spannendes und attraktives zugleich. Dem sind erfolgreiche Gespräche mit Angela Witt-Meral und Stefan Fleck vorausgegangen. Für das diesjährige Motto steht nämlich die original vorhandene und im Elztalmuseum stehende Drehorgel aus der „Dreigroschenoper“ von Bertold Brecht.

Diese kam im Jahre 1928 bei der Uraufführung in Berlin zum Einsatz. Seit Kurzem gehört sie Stefan Fleck, dem Inhaber der Waldkircher Orgelbauwerkstätte Paul Fleck Söhne, der sie wiederum dem Elztalmuseum als Leihgabe zur Verfügung stellte. So freuen sich die Orgelköche, dieses historische Schmuckkästchen und mechanische Musikinstrument zum Thema ihrer 22. Schlemmerwochen wählen zu können. Auf ihren Herden werden sie für diese Zeit der 1920er Jahre typische Berliner Gerichte auf die Teller zaubern.

Neben dem Gewinnspiel mit Europa-Park Karten als Hauptpreis und einem mit der Brecht-Orgel zusammenhängenden Überraschungsgeschenk bereiten die Köche ein Rahmenprogramm vor. Dieses beginnt wie gewohnt am 3. Oktober mit den Buchholzer Winzern, dieses Jahr allerdings mit keiner kulinarischen, sondern mit einer offenen Weinwanderung. Nicht fehlen darf ein Vortrag am 8. Oktober mit einem Vortrag von Stefan Fleck über die Drehorgel aus der Dreigroschenoper. Wie sie klingt, kann man am 17. Oktober bei einem Konzert in der St. Margarethenkirche erfahren. Hinzu kommen im Oktober Führungen im Elztalmuseum über den Waldkircher Orgelbau und natürlich zur Brecht-Orgel aus Berlin. Infos zu den Orgelschlemmerwochen: www.orgelwelt-waldkirch.de.