Infomarkt für Schüler, Eltern und Lehrer

Job-Start-Börse lädt am 12. und 13. Oktober zum Kennenlernen ein

Waldkirch (db). Am kommenden Montag, 12. Oktober und am Dienstag, 13. Oktober, haben Schüler aus Waldkirch und Umgebung wieder die Gelegenheit, sich über ihren Traumberuf ein Bild zu machen und die Weichen für ihre berufliche Zukunft zu stellen. In der Stadthalle können sie sich auf Augenhöhe mit Ausbildungsleitern, Chefs und Azubis von Ausbildungsbetrieben unter Corona-Bedingungen unterhalten. Die Schirmherrschaft haben Landrat Hanno Hurth und OB Roman Götzmann übernommen.

Veranstalter der Job-Start-Börse ist erstmals der Badische Verlag (BZ Medien) in Kooperation mit der AOK. Sie ist eine Initiative von AOK Südlicher Oberrhein, BZ medien, Bundesagentur für Arbeit Freiburg, FWTM GmbH & Co.KG, der Handwerkskammer Freiburg, IHK Südlicher Oberrhein und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Corinna Binninger (Leiterin AOK-Kundencenter Waldkirch)  stellte das Programm und den Ablauf der Veranstaltung sowie die Corona-Hygienevorschriften zusammen mit Svenja Purtzki und Christian Merkle (beide Badische Zeitung) kürzlich bei einem Pressegespräch in Emmendingen vor.

Großer Bedarf an Ausbildungsplätzen in Krisenzeiten

Die Job-Start-Börse ist gleich in zweifacher Hinsicht von hoher Bedeutung. Die Veranstalter sind überzeugt: „Zum einen wird sie für Unternehmen – gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels - immer wichtiger, zum anderen wird die Jugendarbeitslosigkeit zunehmen, da einige Unternehmen durch die Corona-Krise ihr Ausbildungsangebot sehr eingeschränkt oder ganz eingestellt haben“. 52 ausstellende Betriebe sehen in der Börse eine große Chance, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen und so für die Fachkräfte von morgen zu sorgen bzw. zu werben. Es gibt Unternehmen, die sich um ihren Nachwuchs keine großen Sorgen machen müssen, aber es gibt auch Branchen, deren Ausbildungsberufe weniger interessant erscheinen. Bei der Job-Start-Börse können die Unternehmen ihr Ausbildungsangebot attraktiv darstellen und für sich werben. Alle Schulen im ZTL sowie in Denzlingen wurden mit ihren Abschlussklassen zu dieser Infomesse im Vorfeld eingeladen. „Der Bedarf an Ausbildungsplätzen macht auch vor der Corona-Pandemie nicht halt“, betonte Merkle. Viele Praktikumsstellen  seien aufgrund der Krise in diesem Jahr abgesagt worden, was ein großes Problem darstelle. Präsentiert werden in Waldkirch insgesamt 117 Ausbildungsberufe und 44 duale Studiengänge. Alle Beteiligten lobten die gute Zusammenarbeit zwischen Veranstalter, Kooperationspartnern, Unterstützern, den Ausstellern sowie der Stadt Waldkirch und dem Landkreis Emmendingen.  

 Enger Austausch von Schule und Beruf

Aber nicht nur für die Betriebe ist die Job-Start-Börse ein wichtiger Termin. Auch Schüler, Lehrer und Eltern können sich schon seit vielen Jahren auf diese wichtige Kontaktbörse verlassen. Sie können sich an Ort und Stelle ein Bild von ihrem Traumberuf machen, sich mit Chefs, Ausbildungsleitern und Azubis „auf Augenhöhe“ austauschen. Sie können fragen, was von Auszubildenden erwartet wird, welche Stärken man in seinem Traumberuf mitbringen sollte, welche Perspektiven sich nach der Ausbildung bieten oder einfach was man in etwa verdienen wird. „Die Job-Start-Börse verbindet Schule und Berufsleben“, betonten die Veranstalter unisono. Darin sehen sie auch den großen und jahrelangen Erfolg der etablierten Waldkircher Börse begründet. Auch für jungen Menschen, die ein BA-Studium ins Auge fassen, ist die Börse hoch interessant. Diese duale Ausbildung ist sowohl für die Studenten, als auch für die Betriebe sehr attraktiv. Die Bandbreite der vorgestellten Berufe wird wieder einmal groß sein. Kaufmännische Berufe, Berufe im Handwerk oder im Gesundheitswesen, im Bankgewerbe, in der Metall- oder in der Baubranche oder im Einzelhandel – die Liste der angebotenen Ausbildungsstellen ist lang und vielfältig. Auch werden Berufe vorgestellt werden, die viele Schüler gar nicht auf dem Plan hatten. Genau das macht die Job-Start-Börse spannend. Die Veranstalter sind davon überzeugt, dass die Job-Start-Börse auch in diesem Jahr einigen Schülern zu einem Ausbildungsplatz verhelfen wird.

Ausbildung zum Anfassen

Auch das Handwerk wird wieder stark vertreten sein. Die Handwerkerstraße wurde in diesem Jahr ins obere Foyer (mit Aufzug barrierefrei erreichbar) verlegt. Das untere Foyer soll wegen den Hygienevorschriften diesmal frei bleiben. Das KFZ-Gewerbe wird sich auf der Bühne präsentieren und freie Praktikumsstellen aufgezeigt. Wegen der Corona-Pandemie  musste die Teilnehmerzahl aufgrund der Abstandsregeln erheblich reduziert werden.  Mit 52 Teilnehmern ist die Börse wieder einmal samt Warteliste restlos ausgebucht.  Mit dabei sind auch wieder Behörden, Schulen sowie öffentliche und soziale Einrichtungen (u.a. Landkreis Emmendingen, Stadt Waldkirch und Freiburg, Polizei, Krankenhäuser, WABE, Schulen, ZfP, Agentur für Arbeit, Handwerkskammer Freiburg).

 

Hygiene- und Sicherheitskonzept

Corona-bedingt werden in diesem Jahr etwas weniger Firmen in der Stadthalle sein. Die Veranstalter haben ein aufwendiges Hygiene- und Sicherheitskonzept erstellt, das neben einer Maskenpflicht, einem Nachverfolgungsformular, engmaschigen Reinigungszyklen oder einem getrennten Ein- und Ausgang auch einen größeren Abstand zwischen den Ständen und breite Gänge vorsieht. Auch werden die Besucher der Schulklassen am 13. Oktober exakt terminiert und es wird immer nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern eingelassen (höchstens 100 Menschen gleichzeitig in der Halle, Einbahnstraßenregelung, Vermeidung von Gruppenbildung, kein Einlass bei Corona-Symptomen). Eltern, die mit ihrer Tochter oder ihrem Sohn die Börse besuchen möchten, haben dazu am Montagabend (von 18 bis ca. 20.30 Uhr) Gelegenheit. Auch hier gilt: Wenn die maximale Besucherzahl erreicht ist, müssen Interessenten einen Moment warten bis einige Besucher die Halle wieder verlassen haben. Besucher werden gebeten, ihre Mund-Nasen-Schutzmaske mitzubringen und dauerhaft zu tragen. „Es war ein riesiger Aufwand, mit großem Personalaufwand das Hygienekonzept zu erstellen. Der Schutz der Besucher steht an erster Stelle, wir wollen kein Risiko eingehen“, betonten die Veranstalter auf Nachfrage. Azubis von AOK und BZ werden an beiden Tagen helfen, das Hygienekonzept umzusetzen und den Besuchern und Ausstellern helfend zur Seite zu stehen.  Am Dienstag beginnt die Börse um 8.30 und endet um ca. 13 Uhr. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.  

Mit einem Klick zum Traumberuf

Erstmals wird es in diesem Jahr auch die Möglichkeit geben, die Job-Start-Börse vom 2. bis 6.11.2020 virtuell zu besuchen. Virtuelle Räume, Live-Chats und Direkt Downloads von Ausbildungsbroschüren und Direktbewerbungsmöglichkeiten werden die Messe auch am Handy, PC oder Tablet zu einem Erlebnis machen. 70 Firmen haben sich dazu mit ihren virtuellen Ständen angemeldet. „Ein spannendes Zukunftsthema“, so Merkle. Ein Ausbau dieser digitalen Plattform sei 2021 „wünschenswert“, so die Veranstalter. Weitere Job-Start-Börsen finden in Endingen (14./15.10), Titisee (17.10). Müllheim (20./21.10) sowie in Emmendingen (22/23.10) statt. Infos: www.jobstartboerse.de