Erster Spatenstich für Inklusionsprojekt

In Denzlingen fiel der Startschuss für den Bau der Caritas-Behindertenwerkstätte

Denzlingen (hg). Der Caritasverband Freiburg-Stadt, der innerhalb des Gesamtverbandes für Projekte für behinderte Menschen zuständig ist, lud Kooperationspartner, Förderer, Gäste aus Politik, Wirtschaft und von sozialen Trägern sowie Nachbarn zum ersten Spatenstich für den Neubau eines Inklusionsprojektes an der Vörstetter Straße ein. Vorstand Rainer Gantert dankte für die positive Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen in der Planungsphase.


An den Kosten für die neue Werkstätte für Menschen mit Behinderung in Höhe von sechs Millionen Euro beteiligen sich mit 1,5 Millionen Euro der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, das Land Baden-Württemberg, die Bundesagentur für Arbeit und die Aktion Mensch. Sozialdezernentin Ulrike Kleinknecht-Strähle und Bürgermeister Markus Hollemann überbrachten Grußworte des Landkreises Emmendingen und der Gemeinde Denzlingen. Dompfarrer a.D. und Vorsitzender des Aufsichtsrates des Caritasverbandes Wolfgang Gaber segnete die Baustelle und wünschte allen am Bau Beteiligten einen unfallfreien Verlauf.
In der künftigen Einrichtung an der Vörstetter Straße wird es eine Kaffeerösterei mit einem inklusiven Café für jedermann geben. Im inklusiven Produktionsbereich der Werkstätte werden 50 Menschen mit Behinderung vielfältige Arbeiten für Kunden aus dem gewerblichen Bereich erledigen. Ergänzend dazu wird ein Förder- und Betreuungsbereich für 30 Personen mit Mehrfachbehinderung eingerichtet. Für junge Erwachsene, die ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Caritasverband absolvieren, entstehen über der Werkstätte Wohnplätze.
Der Inklusionsgedanke stehe dabei im Vordergrund, wie die Sozialdezernentin im Landkreis Emmendingen erklärte: „Arbeiten bedeutet Leistung zu erbringen und hierfür auch entlohnt zu werden.“ Arbeit sei „unerlässlich für die Stützung und Entwicklung unseres Selbstwertes“. Sie sei sinnstiftend, bedeute Teilhabe an der Gesellschaft und stifte Lebensqualität. Dies gelte gleichermaßen für Menschen mit und ohne Behinderungen, betonte Ulrike Kleinknecht-Strähle: „Die Werkstatt ist eine Einrichtung zur Eingliederung behinderter Menschen ins Arbeitsleben. Sie bietet Menschen, die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht im allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können, eine angemessene berufliche Bildung und Beschäftigung.“ Die Werkstatt habe nicht zuletzt auch die Aufgabe für dafür befähigte Menschen, den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu fördern.