Mehr Sicherheit durch Corona-Schnelltests

Pflegeeinrichtung im Roteux-Quartier Vörstetten testet Besucher – Alle Bewohner einmal geimpft

Vörstetten (mbo). „Was darf es denn sein, Rachen oder Nase ?“ so werden die Besucher im Pflegeheim Roteux Quartier von Martina Wacker-Haberer nahe am Eingang zu den Räumen des Pflegezent-rums gefragt. Dabei will die Dame am Empfang den Besuchern nichts verkaufen, sondern die Frage zielt auf ein Körperteil hin, wo sich die leidigen Viren, welche für die momentan grassierende Pandemie verantwortlich sind, gerne verstecken. Zuvor haben die entsprechenden Besucher die Hände desinfiziert und ihre Daten in eine Liste eingetragen, die für vier Wochen aufbewahrt wird.

Negativer Test ist Voraussetzung

Martina Wacker-Haberer führt bei den Besuchern einen sogenannten Schnelltest durch, der nach 15 Minuten anzeigt, ob der potenzielle Besucher coronapositiv oder -negativ ist. Zur Sicherheit müssen alle Besucher beim Betreten der Einrichtung seit dem 16. Dezember des letzten Jahres einen negativen Test vorweisen- entweder einen Schnelltest (Antigentest), der nicht älter als 48 Stunden ist oder einen Coronatest (PCR), der nicht älter als 72 Stunden ist. Während des Besuches muss außerdem eine FFP 2-Maske durchgehend getragen werden.

Schnelltests im Begegnungsraum

Die Besucher, die keinen Test vorweisen können, werden von Martina Wacker-Haberer mit einem Schnelltest, der nur 15 Minuten dauert, auf das Virus getestet bevor sie ihren Besuch antreten können. Die Pflegedienstleiterin Melanie Mellert äußerte sich zum Thema dabei im VHzH-Interview froh darüber, dass die Gemeinde Entgegenkommen gezeigt hat. Denn die Schnelltest finden alle im Begegnungsraum statt, welcher Eigentum der Gemeinde ist. „Hier herrschen ideale Verhältnisse für die nötigen Abstandsregeln und wir müssen die Tests nicht ins Zentrum verlagern.“ Normalerweise finden in diesem Raum die regelmäßigen Veranstaltungen des „Vörstetter Miteinander“ statt, doch auch diese Termine sind, wie alle Vereinsaktivitäten, abgesagt.

Alle Bewohner sind einmal geimpft

„Bisher sind wir mit den Schutzmaßnahmen gut gefahren, sie wurden von allen Seiten akzeptiert“, so die Pflegedienstleiterin Melanie Mellert im Interview. Sehr froh sei man darüber, bis dato nicht einen einzigen Corona Fall beklagen zu müssen im Pflegeheim. Im Gespräch tritt auch zutage, dass alle 30 Bewohner mittlerweile eine erste Impfung erhalten haben. „Von den 35 Mitarbeitern, die sich auf die Pflege, die Betreuung und die Hauswirtschaft verteilen, werden sukzessive alle auswärts im Impfzentrum in Kenzingen geimpft, auch hier herrscht eine sehr hohe Impfbereitschaft“, und weiter: „Wir haben hier die gleichen Regeln wie draußen in puncto Besucheranzahl. Nur eine Person aus einem anderen Haushalt darf zu Besuch kommen. Mehr sind erlaubt, wenn sie aus dem gleichen Haushalt stammen.“

Ergebnis nach 15 Minuten

Nach 15 Minuten verkündet Martina Wacker-Haberer das Tester-gebnis, das zum Glück für den Schreibenden negativ ist. Die ge-lernte Altenpflegerin gehört zu einem Team aus hauptamtlichen Mitarbeitern des Caritas Verbandes für den Landkreis Emmendin-gen. Diese acht Teammitglieder haben sich freiwillig dazu bereit erklärt, die täglichen Testphasen zu übernehmen. Zwischen 13 und 16 Uhr testet Martina Wacker-Haberer nun schon seit dem 16. Dezember ca. 15 bis 20 Personen pro Tag. Auch die Mitarbeiter werden dreimal die Woche getestet.