Auf ein Wort mit Bürgermeister Benitz

Trotz Verzögerungen: Konzept für Bürgerhaus soll bis zur Sommerpause stehen

Staufen. Trotz Pandemie und Lockdown tut sich einiges in der Fauststadt. Wir sprachen mit Bürgermeister Michael Benitz über den neuen Bebauungsplan Frickstraße, der in der heutigen Gemeinderatssitzung in die Offenlage gehen soll und den Stand der Planung beim Bürgerhaus mit Mediathek.  

Eine gute Nachricht für Staufen ging in Pandemiezeiten etwas unter: Zum Jahresende 2020 konnte die Stadt die Grundstücke Kastaniengarten und Grabengarten erwerben. In der heutigen Sitzung soll der Gemeinderat einen neuen Bebauungsplan für das Areal Frickstraße in die Offenlage bringen, der nur noch für den als Parkplatz genutzten Horcherplatz eine Bebauung erlaubt. Der Kastaniengarten und der historische Bauerngarten an der Frickstraße bleiben erhalten. Wie geht es nun weiter? „Da haben wir noch nichts festgelegt, man wird sehen, was möglich ist“, erklärte Bürgermeister Michael Benitz. Die Idee, den Kastaniengarten als Biergarten zu nutzen, stehe weiterhin im Raum. „Im Moment bleibt aber erst einmal alles wie es ist“, so Benitz. Der Grabengarten werde wie bisher gepflegt. Ihn für Publikum zu öffnen hielt Benitz nicht für sinnvoll, da eigne sich eher der Schlosspark. Für diesen hat das Land Baden-Württemberg als Eigentümer bereits den Entwurf eines Pachtvertrages mit der Stadt erarbeitet, noch fehlt aber ein passendes Sicherheitskonzept. Eine Bürgergruppe will einen Verein zur Pflege des Gartens gründen. 
Die nächsten Schritte für das neue Bürgerhaus mit Mediathek im Schladerer-Areal wurden durch die Pandemie immer wieder verzögert. Für den 20. November 2020 war ein erstes Treffen der Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der vier Gemeinderatsfraktionen und Personen aus dem Kulturbereich geplant, die ein Nutzungskonzept erstellen soll. Es fand nun erst im Januar statt, laut Benitz zunächst ein „Kennenlerntreffen“, dem vom 29. März an in drei bis vier Terminen die eigentliche Arbeit folgt. Nach den inhaltlichen Zielvorgaben gefragt, betonte Benitz, das Haus müsse alles können, vom Seniorentreff bis zur hochkarätigen Kulturveranstaltung. „Es soll ein Haus für alle werden“, betonte er. Das Konzept soll bis zur Sommerpause stehen. Da der Pavillon beim Faust-Gymnasium dem neuen Verkehrszentrum Staufen-Süd weichen muss, zieht die Mediathek Ende Mai bis zur Fertigstellung des Bürgerhauses in den Containerbau am Kapuzinerhof um. Das Provisorium bringt etwas Druck in den Zeitplan. „Unser Ziel ist, bis Ende des Jahres den nächsten planerischen Schritt, Entwurfsplanung und Kostenberechnung, auf den Weg zu bringen und die Baugenehmigung zu beantragen“, so der Bürgermeister. Dr. Sabine Brandenburg-Frank