Bürgermeister Schneckenburger im Amt bestätigt

Große Wahlbeteiligung trotz tropischer Temperaturen

Bötzingen (dht). Bürgermeister Dieter Schneckenburger (59) erhielt vergangenen Sonntag – er war einziger Kandidat - 97,5 Prozent der abgegebenen Wahlstimmen. Er geht damit in seine dritte achtjährige Amtsperiode. Von den 3.995 Wahlberechtigten gingen 1.705 zur Wahl. Die Wahlbeteiligung betrug 42,7 Prozent (2011 lag sie bei rund 48 Prozent).

Auf verschiedene sonstige auf den Stimmzetteln vermerkte Namen entfielen 43 Stimmen (2,59 Prozent), darunter auf Bernd Belle zehn, auf Robin Kanzinger sieben Stimmen. 43 Stimmen waren ungültig (2,52%).

Nach 19 Uhr verkündete Bürgermeisterstellvertreter Bernd Belle vor über 200 Einwohnern das Wahlergebnis am Rathausplatz. „Ich bin von der großen Wahlbeteiligung angesichts der tropischen Temperaturen überrascht“, sagte Schneckenburger. Er dankte allen, die ihm ihre Stimme gegeben haben und bot weiterhin auch allen anderen seine Zusammenarbeit an, die ihn nicht gewählt haben. Seine Wiederwahl gebe den 80 Rathausmitarbeitern Rückhalt zur guten Weiterarbeit.

Belle überreichte Schneckenburgers Ehefrau Gabi einen Strauß Sonnenblumen. Hauptamtsleiter Andreas Jenne hatte für den alten und neuen Chef einen Geschenkkorb parat. Vor dem Rathaus spielte die Brass-Band etliche Stücke. Danach stellte die Feuerwehr mit Hilfe eines Krans die in den Gemeindefarben blau-weiß geschmückte Gemeindetanne auf. Schneckenburger lud die Bürger in die Festhalle zu einem Umtrunk ein. Mit  dem Musikvereins Bötzingen an der Spitze zog die Menschenschlange in die heiße Festhalle ein.

Zukunftsthemen in Bötzingen

Mitglieder des katholischen Kirchenchores bewirteten. Es sangen der ökumenische Chor der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde und der Männergesangverein mit Dirigent und Klavierspieler Hermann Hess, unter anderem „O du mein Kaiserstuhl“ sowie das obligatorische Badner Lied.

Der Wiedergewählte dankte allen Wählern für ihr Vertrauen sowie dem Gemeinderat für die gute Zusammenarbeit und das faire Miteinander. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich enorm verändert: Wohnungsknappheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, demographischer Wandel, Energiewende und Erhalt der Nahversorgung seien die Zukunftsthemen in Bötzingen. Der Ort müsse sich diesem Wandel stellen, um eine beliebte Wohn- und Winzergemeinde, aber auch ein bedeutender Wirtschaftsstandort in der Region zu bleiben.

Er dankte Bernd Belle für die anerkennenden Worte, ebenso seinem Bürgermeistererkollegen Helmut Mursa (March) für seine Glückwünsche des Bürgermeistersprengels, Christian Riesterer (Gottenheim) als stellvertretendem Vorsitzenden des Gemeindeverwaltungsverbandes für seine Anerkennung und Pfarrerin Laura Artes für ihre Dankesworte und Gottes Segen. Auch dankte er dem Sprecher der Bötzinger Vereine, Karlheinz Meier für die anerkennenden Worte.

„Ausgezeichnetes Rathausteam“

Andreas Jenne und den Rathausmitarbeitern dankte er für die Glückwünsche und Geschenke. Er habe ein „ausgezeichnetes Rathausteam: „Ohne Sie wäre ich verloren!“.

Auch seiner Frau wie seinen Kindern Max, Anna und Jonas dankte er, ohne Familienrückhalt wäre dieses Amt nicht erfolgreich zu führen. Er freue sich sehr, ab 1. September 2019 erneut die Geschicke von Bötzingen führen zu dürfen.