FC Teningen ist Meister und marschiert direkt in die Verbandsliga

Herzschlagfinale vor 1.200 Zuschauern - Teninger gewinnen Hitzeschlacht in Weil

Weil/Teningen. Spannender kann ein Saisonfinale wohl nicht sein! Als Landesliga-Tabellenführer, mit einem Punkt Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Weil, reiste der FC Teningen (FCT) am Samstag in die Grenzstadt zum Showdown. 1200 Zuschauer erlebten eine Hitzeschlacht mit Pokalspielcharakter, in der sich beide Teams nichts schenkten. Am Ende ging der FCT mit einem 3:2-Erfolg als verdienter Sieger vom Platz und machte damit den Durchmarsch in die Verbandsliga perfekt.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen bereits in der zweiten Minute mit 1:0 in Führung. Ein Schock für die Elf von Trainer Pascal Spöri, an dem sie ordentlich zu knabbern hatte. Auch bei den zahlreichen Teninger Fans, die sich im Stadion im Nonnenholz lautstark bemerkbar machten, gingen die Mundwinkel nach unten. Doch die Kicker aus dem ET-Gebiet ließen sich nicht beirren und erhöhten kontinuierlich den Druck. In der 12. Minute dann der erste Warnschuss. Niklas Froß sah, dass SVW-Keeper Sandro Keller zu weit vor seinem Gehäuse stand, zog aus rund 50 Metern ab und traf nur den Querbalken. In der 19. Minute wurden die Angriffsbemühungen belohnt. Thorsten Sillmann köpfte nach einem Freistoß von Niklas Froß zum 1:1 ein. Acht Minuten später war der Abwehrroutinier erneut erfolgreich. Den Eckball von Florian Rees verwandelte er direkt zur 2:1-Führung für die Gäste. Der Jubel beim FCT-Anhang kannte natürlich keine Grenzen mehr. Die Teninger hatten jetzt eindeutig mehr vom Spiel und die Offensivbemühungen der Weiler wurden von einer starken Defensive um Torhüter Niklas Krause im Keim erstickt.

Mit gestärktem Selbstvertrauen konnte die Spöri-Elf im zweiten Spielabschnitt nun aus einer stabilen Abwehr heraus agieren und das SVW-Team von Tobias Bächle tat sich schwer, Chancen zu kreieren. Die Teninger, bekannt für ihre schnellen Offensivkräfte, konnten ihre Konterstärke nun voll ausspielen. Bei den schnellen Gegenstößen standen der wieselflinke FCT-Stürmer Stephan Stübbe und der Weiler Torhüter im Mittelpunkt. Zweimal behielt „Goalie“ Sandro Keller im Eins zu Eins die Oberhand, einmal traf Stübbe nur den Pfosten. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem auch Fabio Saggiomo und Frederick Österreicher am guten gegnerischen Torhüter scheiterten. In der 73. Minute war es dann passiert. Stübbe netzte zur vorentscheidenden 3:1-Führung für den FCT ein. Die Weiler Fans brachten danach mit dem Abbrennen von Bengalos ihren Unmut zum Ausdruck. Das Spiel musste unterbrochen werden. Wie bei den Profis. In der Schlussphase warfen die Gastgeber alles nach vorne und kamen in der 85. Minute zum 2:3-Anschlusstreffer. Gleich zu Beginn der siebenminütigen Nachspielzeit verpassten die Grenzstädter dann den Ausgleich. Die FCT-Verantwortlichen und Fans mussten nochmals zittern. Am Ende stand unter dem Strich ein hochverdienter 3:2-Sieg für den FC Teningen, der 18 Spiele in Folge ungeschlagen blieb. Mannschaft, Trainer, Betreuer und Fans feierten den Verbandsliga-Aufstieg feucht-fröhlich bis in die Morgenstunden. „Ein großes Lob dem Trainerteam Pascal Spöri und Thorsten Sillmann sowie der ganzen Mannschaft, die über die gesamte Saison eine tolle Leistung abgerufen haben“, freute sich FCT-Vorsitzender Thomas Hodel im ET-Gespräch mit „Pipi“ in den Augen. Der unbändige Wille und die starke Mentalität hätten im Meisterschaftsfinale den Ausschlag gegeben, bilanzierte Coach Pascal Spöri.