Mit dem Schlepper ins Open-Air-Kino

Am Wochenende erwartet das MSRT Freiamt 500 Fahrzeuge und über 5.000 Besucher

Freiamt. Das vierte internationale Oldtimer-Schlepper- und Bulldogtreffen des MSRT Freiamt am 15. und 16. Juni soll zu einem besonderen Event werden. Am Wochenende werden am Mußbacher Festplatz bis zu 500 Fahrzeuge und weit über 5.000 Besucher erwartet. Höhepunkte sind die Premiere des Open-Air-Traktorkinos am Samstagabend und die große Fahrzeugparade am Sonntag.

Die Vorbereitungen fürs vierte Oldie-Treffen laufen auf Hochtouren. MSRT-Vorsitzender Alfred Haas, Schlepperreferent Herbert Franzkowiak und die Abteilungsmitglieder haben alle Hände voll zu tun und hoffen, dass der Erfolg vor zwei Jahren getoppt werden kann. 2017 wurden in Mußbach 410 Fahrzeuge präsentiert, über 5.000 Besucher kamen. „Bei gutem Wetter rechnen wir mit bis zu 8.000 Gästen. Wir haben in sämtlichen Medien für die Veranstaltung geworben“, so Haas beim Pressegespräch. Die alten Schlepper und Traktoren erfreuten sich immer größerer Beliebtheit. Und das nicht nur bei Landwirten, die die über 30 Jahre alten „Dieselrösser“ noch täglich in Gebrauch haben. Auch Nebenerwerbslandwirte und zunehmend mehr Traktorenbesitzer liege die Bewahrung der historischen Landtechnik am Herzen. „Die Schlepper- und Bulldogabteilung ist die am stärksten wachsende Sparte im Gesamtverein“, weiß Haas. Alle, die einen alten Schlepper oder Traktor Zuhause hätten (über 30 Jahre alt), seien zum Treffen eingeladen.

Open-Air-Traktor-Kino

Am Vorabend des großen Treffens, Samstag 15. Juni, lädt der Veranstalter erstmals zum Open-Air-Traktor-Kino ein. Der Event wird vom Emmendinger Modehaus Blum-Jundt unterstützt. Traktorfahrer haben freien Eintritt. Beifahrer müssen 5 Euro bezahlen, wie auch all die anderen Besucher, die ohne Traktor kommen. Gezeigt wird der deutsche Spielfilm „25 km/h“ aus dem Jahr 2018, ein „Road-Movie“, in dem ein Brüderpaar sich den Jugendtraum einer Reise auf Mofas quer durch Deutschland erfüllt. „25 km/h“ erreichte etwa eine Million Kinobesucher und war als „Bester Spielfilm“ beim Deutschen Filmpreis 2019 nominiert. „Der Film passt gut ins ländliche Umfeld und zum Thema“, betonte Marcel Jundt. Da der Kinostreifen auf eine 48 Quadratmeter große Video-Leinwand gebeamt wird, kann er erst in der Dämmerung, frühestens um 21.30 Uhr, gezeigt werden. Karten im Vorverkauf können im Modehaus Blum-Jundt an der Kasse im Erdgeschoss erworben werden. Bei Schlechtwetter wird der Film im 800-Mann-Festzelt gezeigt.

Schlepper- und Bulldogparade

Das Highlight am Sonntag, 16. Juni, ist die große Oldtimer-Schlepper- und Bulldogparade. Um 14 Uhr geht`s los am Mußbacher Festgelände. Auf der vier Kilometer langen Strecke (Festplatz – Sägplatz - „Schweizer Loch“ - Festplatz) werden sich die Fahrer mit ihren „Dieselrössern“ präsentieren. Herbert Franzkowiak und Co-Moderator Frank Böcherer werden dem Publikum Besitzer und Fahrzeuge vorstellen. Natürlich gibt` s zu den Fahrzeugraritäten jede Menge Geschichten und Anekdoten. Zur Veranstaltung werden Teilnehmer aus ganz Süddeutschland, aus den Niederlanden, aus der Schweiz und dem Elsass mit über 50 verschiedenen Schleppermarken erwartet. Das breit gefächerte Markenspektrum reicht von A wie Agria und Allgaier, über F wie Fahr, Fendt, Fiat, Ford und Fordson, bis hin zu U wie Unimog, Unitrack, Ursus, UTB und Z wie Zetor. Die Lanz-Traktoren mit ihrem satten Motorensound dürfen dabei nicht fehlen. Von 11 bis 18 Uhr werden die Fahrzeuge auf und rund um den Festplatz präsentiert. „Ein unrestaurierter Fordson aus 1917 ist das älteste im Originalzustand befindliche Dieselross. Über ein Dutzend Schlepper stammen aus den Vorkriegsjahren. Die meisten Veteranen sind über 50 Jahre alt und zum Teil noch im Einsatz für Land- und Forstwirtschaft“, so Haas. Natürlich nehmen auch die 24 Schlepper- und Traktorfreunde vom MSRT teil. Claudia Bergmann fährt das älteste Fahrzeug, einen Fahr Baujahr 1941, der blinkt und blitzt und noch wie neu aussieht. Richard Jockmann wird beim Treffen seinen „Sulzberger“ präsentieren, der seinerzeit in Freiamt gefertigt wurde. Nur fünf Modelle wurden hergestellt, zwei davon sind noch in Betrieb.