Die ganze Hoffnung liegt jetzt auf der Eisbahn

Stadt will Hauptattraktion des „Märchenhaften Weihnachtens“ unbedingt halten

Emmendingen. In vier Wochen ist Weihnachten und die Stadt will der Bevölkerung in der Adventszeit etwas bieten. Doch die sich immer mehr zuspitzende Pandemielage hat dem verantwortlichen Veranstalter bereits den ersten Strich durch die Rechnung gemacht. Aufgrund der Ankündigung von verschärften Corona-Regeln wurde der Weihnachtsmarkt abgesagt. Nun ruhen die ganzen Hoffnungen auf der Eisbahn, an der die Stadt unbedingt festhalten will.


Bei Redaktionsschluss am gestrigen Dienstagabend stand noch nicht fest, ob es nun ab dem morgigen Donnerstag eine Eisbahn auf dem Marktplatz geben wird oder nicht. „Der Corona-Stab hat heute Vormittag entschieden, dass kein Weihnachtsmarkt stattfinden wird, da das Land angekündigt hat, die Corona-Regeln für Weihnachtsmärkte zu verschärfen, sprich die 2G+ Regel einzuführen“, erklärte Jacqueline Schoder, Pressesprecherin der Stadt, auf Nachfrage. Wenn möglich, wolle die Stadt aber an der Eisbahn festhalten. Dazu müsse allerdings zuerst die neue Corona-Verordnung vorliegen, anhand derer man dann prüfen könne, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für den Betrieb einer Eisbahn vorliegen.


Vor zwei Wochen beim Pressegespräch gab sich OB Schlatterer noch recht zuversichtlich. „Wir machen heute eine Ansage und keine Absage“, betonte der Schirmherr im Beisein der Organisatoren. Die Stadt traue sich, trotz der sich zuspitzenden pandemischen Lage zu, die Veranstaltung coronakonform durchzuführen. Er habe keine Bedenken, dass der Markt abgesagt werden müsse, denn rein rechtlich sei das mit der derzeitigen Verordnung nicht möglich. Nichtsdestotrotz waren die Planungen bereits auf die Alarmstufe ausgerichtet (2G-Regel). Der Marktplatz mit der Eisbahn im Zentrum und den Hütten der Gastronomen und Beschicker drumherum sollte komplett abgesperrt und Einlasskontrollen durchgeführt werden. Die Stadt hatte Zusatzkosten in Höhe von 20.000 Euro für den Einsatz eines Sicherheitsdienstes und andere Maßnahmen eingeplant.


„Märchenhaftes Weihnachten“ für Kinder

So ist also bereits klar, dass das „Märchenhafte Weihnachten“ auf und rund um den Marktplatz dieses Jahr in komprimierter Form stattfinden wird. Nichtsdestotrotz können sich die Kinder freuen, denn für die kleinen Besucher wird es auf jeden Fall einige Attraktionen in der Innenstadt geben. So neben den beliebten Märchenhütten in der Kirchstraße, die Märchenbriefkästen mit täglich wechselnden Weihnachtsgeschichten, Gedichten, Backrezepten oder Bastelanleitungen, die „Lebende Krippe“ der Zirkusfamilie Lamberti an der evangelischen Stadtkirche und der Adventskalender am Schlosserhaus. Die Märchenbriefkästen für Kinder von drei bis neun Jahren wurden letztes Jahr mit großem Erfolg ins Leben gerufen. Sie stehen bei der Tourist-Information am Bahnhof, bei der Stadtbibliothek in der Landvogtei und in der Kirchstraße und laden zu einem kleinen Rundgang durch die Stadt ein. Jeden Tag werden sie neu bestückt mit Geschichten, Rezepten oder Bastelanleitungen. „Die Premiere war überaus erfolgreich. Bereits nach wenigen Stunden waren alle Märchen-Boxen leer. Deswegen haben wir das Material dieses Jahr aufgestockt“, betonte Pressesprecherin Jacqueline Schoder. Auch der Adventskalender am Schlosserhaus ist ein Hingucker.  Vom 1. bis 24. Dezember wird täglich ein Fensterbild mehr erleuchtet. Die Fensterbilder wurden von der Esther-Weber-Schule und der Fritz-Boehle-Werkrealschule gestaltet. Die Märchenstunde kann allerdings nicht stattfinden, doch auch so ist der Adventskalender einen Besuch wert.


Lichterglanz in der Stadt

Auch rundherum wird einiges für das Auge geboten. In der Adventszeit ist die Stadt wie gewohnt festlich geschmückt. Die weihnachtliche Szenerie am Marktplatz wird vom Lichterglanz in der ganzen Innenstadt bereichert. Große beleuchtete Weihnachtsbäume gibt’s auf dem Marktplatz, in der Landvogtei und vor der Karl-Friedrich-Schule, zudem ist die Freiburger Brücke mit beleuchteten Weihnachtsbäumen geschmückt.


Eisbahn mit Fragezeichen

Die Eisbahn, wenn sie denn geöffnet werden kann, steht im Zentrum des Marktplatzes. Der Aufbau wird schon seit einigen Tagen vorangetrieben. Betreiber Christoph Römmler (Karoevents) verspricht stabile Preise. Das Tagesticket für Kinder kostet vier Euro, das Tagesticket für Erwachsene liegt bei fünf Euro. Auch ansonsten bleibe alles wie gehabt. Über 70 Sponsoren haben die Hauptattraktion des „Märchenhaften Weihnachtens“ erst möglich gemacht. Deshalb wäre es sehr schade, wenn die Eislauffans dort nicht ihre Runden drehen könnten. „Wir wollen den Besuchern dieses Jahr etwas bieten und nicht schon wieder darauf verzichten“, betonte Römmler beim Pressegespräch. Wir bleiben zuversichtlich.      Die Öffnungszeiten wären wie folgt: 25. November bis 22. Dezember, werktags von 14 bis 20 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 20 Uhr. Ab 23. Dezember bis 9. Januar 2022 (Weihnachtsferien) wäre sie täglich durchgehend von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Thomas Gaess