Jahreszuschüsse für Kultur in Bad Krozingen

Zuschüsse in fünfstelliger Höhe sichern die Existenz von Joki-Kino und Schloßkonzerten

Bad Krozingen. Schwer gelitten unter den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben auch das Joki-Kino und die Schloßkonzerte. Monatelang war das Kino geschlossen, Konzerte konnten nicht stattfinden. Dennoch: „Trotz Corona können wir gut in die Zukunft schauen“, sagte Klaus Finke,  ehrenamtlicher Vorsitzender des Vereins Joki-Kino Bad Krozingen vor dem Hintergrund städtischer Jahreszuschüsse.  

Das Joki sei eine Institution in Bad Krozingen, doch ohne Zuschuss der Stadt würde es nicht funktionieren. Inzwischen sei auch der zweite, kleinere Saal fertiggestellt. Bisher habe eine Einweihung aber noch nicht stattgefunden, denn man wolle den Auftakt positiv besetzen, ergänzte Kulturamtsleiterin Susanne Berkemer. Als zweite Vorsitzende stellte sie den Antrag für einen Jahreszuschuss in Höhe 32.500 Euro, den der Gemeinderat geschlossen bewilligte. Mitglieder aller Fraktionen sprachen sich lobend über das kommunale Kino aus. Ulf Ortner war der Meinung, dass das Konzept des Zusammenwirkens mit der Mediathek hervorragend sei. „Es gibt immer aktuelle Filme. Das Joki-Kino ist klasse“, so Karola Kreutz (KBF). Sie sei froh, dass es in Bad Krozingen ein professionelles Kino gebe, äußerte sich Sabine Pfefferle (CDU). „Das Joki  macht einen verdammt guten Job,“ befand auch Peter Falk (SPD).    
Ebenfalls einstimmig genehmigte der Gemeinderat den Jahreszuschuss für die Schloßkonzerte Bad Krozingen in Höhe von 20.000 Euro, ein Zeichen der Wertschätzung, so Bürgermeister Volker Kieber. „Die renommierten musikalischen Veranstaltungen sind weit über die Stadt bekannt“, erklärte er. „Wir sind uns des Schatzes wohl bewusst.“ Denn mit der einzigartigen Sammlung an historischen Tasteninstrumenten, die es sonst nirgends in Deutschland gebe, habe die Stadt auch ein Alleinstellungsmerkmal, so Geschäftsführerin Susanne Berkemer. Durch die Absage der Konzerte in der Pandemie seien Einnahmen weggefallen, die Fixkosten dagegen geblieben. Man habe sich über Wasser gehalten mit anderen Konzerten, zum Beispiel Live-Streaming-Konzerten, und dadurch auch neue Zuhörer gewonnen. Bei dem diesjährigen Beethoven-Festival habe man leider weniger Besucher als sonst zulassen können. Als sehr positiv bewertete sie, dass Prof. Dr. Claudia Spahn und Prof. Dr. Bernhard Richter vom Institut für Musikermedizin der Universität Freiburg die künstlerische Leitung der Schloßkonzerte 2021 übernommen hätten. „Wir hoffen, dass im nächsten Jahr wieder Konzerte stattfinden können“, sagte Berkemer und sprach damit den Wunsch vieler Anhänger der Schloßkonzerte aus.  Andrea Hagemann-Raffs