Kreisimpfstützpunkt eröffnet – „Impfwelle rollt“

287 Menschen wurden am ersten Tag in der Stadthalle geimpft – Keine Anmeldung notwendig

Waldkirch (db). Der gemeinsame Kreisimpfstützpunkt (KIS) des Landkreises Emmendingen und der Stadt Waldkirch startete am letzten Samstag. Am Eröffnungstag wurden insgesamt 287 Personen geimpft.


Der Kreisimpfstützpunkt ist im Foyer der Stadthalle eingerichtet. Er ist sechs Tage in der Woche für jeweils vier Stunden geöffnet: montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr (ohne Anmeldung). Binnen weniger Tage wurde das Foyer von der Verwaltung mit Hochdruck für diese Impfungen vorbereitet und mit Trennwänden und vier Impfkabinen eingerichtet, in denen bis zu vier Ärzte mit deren Teams tätig sein werden.

Geplant sind am Tag rund 300 Impfungen. Im neuen Kreisimpfstützpunkt sind sowohl Erst- und Zweitimpfungen als auch die Drittimpfungen („Booster-Impfungen“) möglich. Zwischen der Zweit- und Drittimpfung soll der zeitliche Abstand in der Regel mindestens sechs Monate betragen. Die Impfungen erfolgen für unter 30-Jährige mit „Biontech-Pfizer“ und für Personen über 30 Jahre mit „Moderna“. Impfberechtigt seien nach jetzigem Stand Menschen ab dem 12. Lebensjahr.

Impfkampagne des Landkreises

Landrat Hanno Hurth, Oberbürgermeister Roman Götzmann, Dr. Dirk Kölblin (Ärztlicher Leiter der Kreisimpfstützpunkte, Pandemiebeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung, Gemeinderat und Arzt aus Teningen), Dr. Thomas Eisele (Medizinischer Leiter, KIS Waldkirch) und Stefan Zimmermann (Projektleiter Stadt Waldkirch für das KIS) stellten den Kreisimpfstützpunkt kurz vor der Eröffnung der Presse vor und betonten unisono das gute Miteinander zwischen Landkreis, Stadt, Ärzteschaft, Kassenärztliche Vereinigung sowie DRK und Feuerwehr (u.a. Transportdienst). In Kenzingen startete am Mittwoch ein weiterer Kreisimpfstützpunkt seine Arbeit, für den Standort Emmendingen gebe es „intensive Gespräche“, so Hurth.

Hurth und Götzmann lobten die Corona-Arbeit“ des Landkreises. Nahezu 115.000 Menschen (68,8 Prozent, Stand Ende November) im Kreis Emmendingen hätten mittlerweile eine „Vollimmunisierung“, was einen Spitzenplatz in Baden-Württemberg bedeute, so der Landrat. „Wir haben das Maximale rausgeholt“, so der OB, der die dezentrale Strategie mit mobilen Impfteams begrüßte.

„Impfwelle rollt“

Die „Impfwelle rollt“, so Dr. Eisele, der wie Götzmann die hohe Zahl an Erstimpflingen im Kreis begrüßte. Bereits am letzten Montag bildeten sich im Schneetreiben lange Warteschlangen vor der Stadthalle. Dr. Kölblin machte auf die vielfältigen Herausforderungen infolge der Corona-Verordnungen und Richtlinien aufmerksam. Sein Arzt-Kollege verwies darauf, dass die „Impfdurchbrüche“ bei „Johnson & Johnson“ am Häufigsten seien, deshalb könne hier schon nach etwa vier Wochen geboostert werden.


Beide Ärzte sowie Projektleiter Zimmermann stellten den gesamten Ablauf der Impfung im Detail vor. Impfwillige werden vor Ort auf Wunsch fachlich über mögliche Neben- und Langzeitwirkungen aufgeklärt.


Großer Andrang

Am Öffnungstag wurden laut Landratsamt in Waldkirch insgesamt 287 Personen ein Impfstoff verabreicht. Davon waren 107 Erstimpfungen, 13 Zweitimpfungen und 167 Drittimpfungen. 88 Personen erhielten „Biontech-Pfizer“, 199 Mal wurde „Moderna“ gespritzt.


Am Freitag gab es in der Stadthalle bereits einen „Probelauf“, um die Abläufe zu testen. Dabei erhielten laut Landratsamt 202 Personen eine Impfung. Es waren fast ausschließlich „Auffrischimpfungen“, die an Angehörige aus Hilfsorganisationen aus dem Kreis verabreicht wurden.