„Städtebaulich eine große Aufwertung“

In der Klostergasse wird gebaggert – Erster Bauabschnitt soll bis Mitte März abgeschlossen sein

Kenzingen (slw). Der Auftakt ging mit starkem Baulärm einher. Die Bagger ratterten bei Baubeginn am Montag in der Klostergasse unentwegt. Die Auftragsvergabe ging an die Firma Schleith für 645.415 Euro. Bezuschusst wird das Projekt mit 331.000 Euro. Bürgermeister Matthias Guderjan wünschte einen unfallfreien Verlauf mit damit einhergehender Zeit- und Kostentreue.


Die Verbindung zwischen Schul- und Eisenbahnstraße hat in den letzten Jahren durch größere Baumaßnahmen ein völlig anders Aussehen erhalten. Nachdem die Feuerwehr aus ihrem Gerätehaus auszog, fand der Abriss statt. Das Gebäude wich einer Kindertagesstätte. Die Arbeiterwohlfahrt entschied sich für einen kostenträchtigen Erweiterungsbau. Im Bereich zum Unteren Zirkel sind Wohngebäude entstanden.


Neun Angebote

Was blieb war der Gesamtzustand des Straßenzugs. Als sanierungsbedürftig stufte Guderjan den Geltungsbereich in der nordwestlichen Altstadt ein. Im November 2020 erfolgte der Planungsauftrag an das Ingenieurbüro Keller für 130.000 Euro. Ein Jahr später ging die Ausschreibung vonstatten. Neun Angebote für die Submission der Straßen- und Kanalarbeiten gingen ein; „ungewöhnlich viele“, wie der Rathauschef ausführte. Die Auftragsvergabe ging schließlich an die Firma Schleith.


Der Zeitplan ging von einem Beginn am Nikolaustag 2021 aus. Ursächlich für die einmonatige Verzögerung war die Weihnachtszeit mit vielen Arbeitsunterbrechungen. Jede Baustelle führe zu einer Belastung, sagte der Bürgermeister. Dies häten Verwaltung, Planer und das ausführende Unternehmen nicht den Anwohnern, Eltern und Kleinkindern, zumuten wollen.


Arbeitesabläufe im Detail

Thomas Wolf ging im kleinen Kreis einiger Stadträte auf die vorgesehenen Arbeitsabläufe ein. In der Klostergasse werden neben der Stromversorgung Leitungen für Schmutz- und Regenwasser sowie eine Trinkwasserleitung verlegt. Derzeit stellt die Glasfaserverlegung noch ein großes Fragezeichen dar. „Es wäre ein Albtraum, wenn der Straßenzug fertiggestellt ist und ein halbes Jahr später wieder aufgerissen wird“, gab der Planer zu verstehen. Guderjan will in der anberaumten Besprechung mit den Verantwortlichen die Sachlage erörtern.


Die Oberfläche bekommt ein neues Aussehen mit einer Fahrbahnasphaltierung. Der sich in Richtung Grundschule an der alten Elz bis zu 13 Meter ausweitende Platz wird gepflastert. Auch die Brücke über die kleine Elz erfährt eine Sanierung mit Abdichtung. Noch sind die Maßnahmen für das Brückengeländer nicht geregelt. Denkbar ist nach Abschluss der Bautätigkeiten die Ausweisung einer Spielstraße.

Erhöhte Anforderungen

Mike Baldinger von der Baufirma und Thomas Wolf äußerten sich abschließend zum Zeitplan. Der erste Bauabschnitt für den weiträumigen Platz soll bis Mitte März abgeschlossen sein. Gerade die engen baulichen Verhältnisse stellen erhöhte Anforderungen für die Trassenführung von der Schul- bis an die Eisenbahnstraße dar. Im Mai könnte dann die Klostergasse seiner Bestimmung übergeben werden. Städtebaulich werde „das Vorhaben eine große Aufwertung erfahren“, zog Guderjan Bilanz.