Gutach hat einen neuen Bürgermeister

Sebastian Rötzer wurde am Dienstagabend in der Bleibacher Festhalle vereidigt

Gutach-Bleibach (jb). Mit einem deutlichen Ergebnis von fast 78 Prozent der Wählerstimmen hatte Sebastian Rötzer die Gutacher Bürgermeisterwahl am 20. März für sich entschieden. Am Dienstagabend erfolgte nun in der Bleibacher Festhalle die Verpflichtung und Vereidigung.

„Förmlich und kurz“ fand der frischgebackene Bürgermeister die Vereidigung die Bürgermeister-Stellvertreter Robert Stiefvater vorgenommen hatte. Er wolle auch seine Antrittsrede eher kurz halten und nicht sein „ganzes Wahlprogramm referieren“. Seit zwei Tagen sei er nun an seinem neuen Arbeitsplatz im Rathaus und es fühle sich gut an. Es hätten sich zahlreiche und vielschichtige Aufgaben abgezeichnet und das gute Gefühl, für das Gemeinwohl arbeiten zu können: „Das treibt mich an.“
Das hohe Wahlergebnis sei für ihn gleichzeitig ein Vertrauensvorschuss als auch ein Erwartungsdruck. Ein Bürgermeister sei zum Glück kein „Alleinherrscher“ und er freue sich auf die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat. „Besser gemeinsam“ sei auch das Motto des Wahlkampfes gewesen: „Lassen Sie uns gemeinsam Gutach nach vorne bringen.“
Rötzer verspricht Offenheit, Sachorientierung und Transparenz allen Einwohnern gegenüber. Es werde nicht immer ohne Diskussionen, vielleicht sogar Streit abgehen, aber mit diesen Grundsätzen könne die Gemeinde auch in windigen Zeiten gestärkt hervorgehen. Dabei sei nicht immer die einfachste Lösung die beste. Es gehe darum stets „abzuwägen, was dem Gemeinwohl zuträglich“ sei. In der nächsten Zeit wolle er sich zunächst in die Verwaltungsgeschäfte einarbeiten. Danach gelte: „Am Wahlprogramm können Sie mich messen.“
Ein Grußwort der besonderen Art gab es nach der Antrittsrede von Gemeinderat und Oberzunftmeister der Johlia vom Vögelestein, Jochen Bockstahler. Die Zunft blicke mit Vorfreude auf die nächsten acht Jahre. Mit besonderer Vorfreude jedoch „auf den nächsten schmutzige Dunnschdig, wenn wir Dich wieder für sechs Tage entmachten“. Im Anschluss gab es einen Umtrunk für die zahlreichen Gäste der Vereidigung.