WeinZauber entfaltete erneut seine Magie

Fassanstich, Herbstmarkt, Verkaufsoffener Sonntag: Guter Zulauf in Gundelfingen

Gundelfingen (hvg). Wie weit reicht Gundelfingens Ortsmitte? WeinZauber-Festbesucher wissen es: Wer alle zugehörigen Areale besuchen wollte, musste den Radius von der Grundschule bis ans Nordende des Sonneplatzes spannen; an beiden Orten samt Turn- und Festhalle, Kultur- und Vereinshaus und Rathaus-Platz herrschte Festtrubel.

Mit wenigen kräftigen Schlägen trieb Bürgermeister Raphael Walz den Spund ins Weinfass – und schon schoss jene Flüssigkeit hervor, ohne die die magische Wortkombination „WeinZauber“ nicht hätte geprägt werden können. Traditionell-ordnungsgemäß also wurde ihre 19. Auflage eröffnet, zur Freude insbesondere jener, die in den Genuss des Freiweins kamen.


Den begleiteten eindrucksvolle hoheitliche Worte: Die frisch gekürte Weinprinzessin Carina Kratt begrüßte auf äußerst muntere Weise auf gut Alemannisch die Gäste und verhieß ihnen inspirierende drei Tage. Sie sollte recht behalten: An allen WeinZauber-Tagen herrschte ordentlicher Zulauf. So hatte das Publikum sein Vergnügen, die veranstaltenden Institutionen ihren erhofften Erfolg, der sich auch in klingender Münze niederschlug. Hörbar aufgeatmet haben dürften daher die Finanzverantwortlichen bei der Spielvereinigung Gundelfingen/Wildtal, dem Männergesangsverein „Liederkranz“ und allen anderen beteiligten Organisationen, da nach zwei zurückliegenden mageren Jahren nun ein bisschen Normalität auch in ihren Büchern Niederschlag gefunden haben dürfte.

Dafür hatte sich die Vielzahl an Helfern aller Veranstaltenden ordentlich ins Zeug gelegt und aufgeboten, was beim Publikum begehrt war. Zuvörderst natürlich die Vierfach-Auswahl an „Weinquellen“, die die Winzer Kaltenbach, Engler, Gehrihof und Blattmann sprudeln ließen, sodann auch die kulinarischen Verführungen, die von „Badisch Dreierlei“ bis zum Wildschwein-Ragout eine breite Palette füllten. Schleckermäuler kamen gleichfalls auf ihre Kosten, die Kita „Seestern“ mit ihren Waffeln und die Kita „Möwennest“ mit den frischen Crèpes konnten über Zulauf nicht klagen, beim Waldkindergarten „Die Trolle“ gar war das nicht geringe Kuchen-Angebot ratz-fatz weg.

Zwischendurch war für Kurzweil aller Art gesorgt. Von „Klettern, Stapeln und Bauen“ auf dem Schulhof bis „Spiel und Spaß in der Turn- und Festhalle“ gabs für die Jüngsten eine Menge zu sehen, zu erleben und mitzumachen. Beim TVG ließe sich ein „Hanniball-Pass“ erwerben; da war es ganz egal, welcher Nationalität man angehörte, aber Sportsgeist sollte man nachweisen …

Kein ordentliches Fest ohne Musik: Die Trachtenkapelle Heuweiler eröffnete den Fest-Sonntag, auf dem später der Musikverein Gundelfingen gleichfalls die gute Laune bestärkte. Am Freitag hatte diesen Part erfolgreich das Duo Christina Josten & Mönke Degkwitz, am Samstag Dietmar Schäfer mit seiner Formation „D S Musik“ übernommen.

Herbstmarkt und Verkaufsoffener Sonntag

Zwischen Apfel und Maische ist der Saft, das wissen mindestens die, die beim Verein für Heimatgeschichte vorbeischauten, der (dank einer Obst-Spende von Kaltenbach) das „Apfel-Trotten“ demonstrierte. Oder demonstrieren ließ – über Arbeitswütige vorwiegend geringen Alters konnten sich die Veranstalter nicht beklagen, und das – wie schmunzelnd kommentiert wurde –, „obwohl es nicht mal Mindestlohn gibt, dafür aber Sonntagsarbeit …“. Zusätzliche Belebung brachte der verkaufsoffene Sonntag, bei dem etliche Geschäfte im Ort mitmachten, und den der herbstliche Markt mit seinen phantasievoll arrangierten Pflanzengestecken und der bunten Kürbispracht bereicherte.


Hier auf dem Rathaus-Platz schließlich – auf dem kein Wein ausgeschenkt wurde, da sich alle Stände auf dem Sonneplatz konzentrierten –, war ein Winzer samt Frau und Kleinkind zu sehen, der mit gefülltem Weinglas in der Hand durch den Trubel schlenderte …  Womit bewiesen wäre: Der „WeinZauber“ wirkt nachhaltig!