„Vor Ort das Leben mitgestalten“

Neubürgerempfang fand zum zweiten Mal in Kombination mit dem Neujahrsempfang statt

Kenzingen (slw). Seit der Regentschaft von Bürgermeister Matthias Guderjan gibt es den Neubürgerempfang. Zum zweiten Mal nach 2021 in Kombination mit dem Neujahrsempfang.

Statt wie gewohnt im Rathaus-Innenhof versammelten sich die Gäste auf dem Vorplatz und der Hauptstraße. Neben der Vorstellung an städtischen Angeboten nahm der Rathauschef auch Ehrungen verdienstvoller Mitbürger vor.
Die letzten zwei Jahre fiel der Neujahrsempfang pandemiebedingt aus. Das Konzept der Zusammenlegung mit den neu Hinzugezogenen hat sich bewährt. Im letzten Jahr haben sich 1.011 Personen angemeldet. Wegzüge bereinigt ist die Einwohnerzahl um 246 Köpfe auf insgesamt 10.742 gestiegen. Kommunalwesen lebt von ehrenamtlichem Engagement. Deshalb soll der Treff Gelegenheit bieten mit den Institutionen vor Ort das Leben mitzugestalten. Feuerwehr, DRK, der Seniorenbeauftragte, einige Vereinsvertreter dazu die Bürgerstiftung und Lokale Agenda stellten ihre Arbeiten vor.

Kenzingen bietet viel
Kenzingen bietet aber noch mehr im Bereich Kultur und Sozial, verriet der Bürgermeister und nannte Gruppen, die sich um Klimaschutz, Kinderbetreuung, Jugendangelegenheiten und den Bürgerprotest Bahn kümmern. Sie alle zeichneten sich im Ehrenamt in Sachen Mitgestaltung aus.
Eigenwerbung war an diesem Abend erlaubt. Die vorgeschaltete Stadtführung zeigte, warum Üsenberg als „Perle des Breisgaus“ gilt. Das denkmalgeschützte Ensemble der Innenstadt beherbergt 250 Einzelbauten mit vielen Kleindenkmälern. Gastronomie, Lebensmittelhandwerk, Einzelhandel, Vollversorger, Supermärkte und Discounter tragen zur Lebensqualität bei. Die ärztliche Versorgung ist gesichert, soziale Dienste nehmen ihre Aufgaben ernst, pflegeplätze Kindertagesstätten und Schulen gibt es so nicht überall.

Schöne Region
Zur Erhaltung dieser Infrastruktur müssen alle gemeinsam beitragen. Guderjan gab einen Überblick über Lage und Angebote. Vor Ort darf man sich glücklich schätzen, denn Kenzingen liegt in einer der schönsten Regionen des Landes, nah am Schwarzwald und Dreiländereck. „Man lebt privilegiert hier, oft ohne es recht wertzuschätzen“. Nachdem die Stadtkapelle unter der Leitung von Dennis Droll ein weiteres Stück in den dämmernden Abendhimmel intonierte schritt der Schultheiß zu den Ehrungen. Für besondere handwerkliche Leistungen auf Kammer- und Landesebene wurde Ralph Konrad gewürdigt. Der Karosserie- und Fahrzeugbautechniker legte die Prüfung mit Bestnote im Freiburger Kammerbezirk ab die mit der Berufung zur Teilnahme am Landesentscheid in Stuttgart einherging.

Susi Hensle ausgezeichnet
Auf bürgerschaftlichem und sozialem Gebiet zeichnete sich Susi Hensle aus. Jahrzehnte lang aktiv im Vorstand des katholischen Frauenbundes in Nordweil engagierte sie sich auch in mehreren Vereinen. Die Bewahrung und Weitergabe Nordweiler Tradition an die Jugend liegt ihr am Herzen.
Jüngster Träger der Ehrenplakette ist Uwe Feißt. Sein Lebenswerk vollbringt er in und um die Hammerschmiede. Die Auszeichnung wird Personen verliehen, die sich unter anderem auf kulturellem Sektor Verdienste erwarben und dadurch das Ansehen der Stadt zu steigern. Die Hammerschmiede stellt im Muckental ein Kleinod dar. „Uwe Feißt hat sich in Kenzingen verdient gemacht“, schloss Guderjan die Laudationen. Bei Freitrunk und Laugengebäck hielten sich die Anwesenden unter freiem Himmel noch lange auf.