Vierte „Zichedä“ war ein voller Erfolg

Rund 1.500 Besucher feierten am Samstag beim Guggenmusiktreffen in der Stadthalle

Endingen (bos). Fasnetsstimmung pur herrschte am vergangenen Samstag in der Stadthalle. Die Endinger Guggenmusik Zichfätzer hatten zur vierten „Zichedä“ geladen, rund 1.500 Besucher kamen zum Feiern. Erstmals standen die Zichfätzer selbst auf der Bühne, Premiere feierte dabei auch ihr pünktlich zum zehnjährigen Bestehen fertiggestelltes neues Outfit.

Bereits früh am Abend strömten die Besucher in die Halle, die Feierlaune war unübersehbar. „Wir hatten viele Voranmeldungen von Gruppen und Zünften, trotzdem war es etwas Besonderes, diesen enormen Zuspruch zu erleben“, so Philipp Hauser von den Zichfätzern. Das Vorbereitungsteam habe in das Veranstaltungsformat sehr viel Engagement und Zeit investiert. „Alle im Verein haben beim Auf- und Abbau geholfen, viel Geld haben wir auch in die hochwertige Veranstaltungstechnik investiert.“ Die Besucher honorierten die Mühe der Zichfätzer. „Das ist hier alles super gemacht“, war beim Gang durch die Halle vielfach zu hören. Die in der Region bestens bekannte Band "Prof. Alban und die Heimleuchter" eröffneten das musikalische Programm und heizten dem Publikum gut ein. Gelungene Auftritte feierten auch die Musiker vom Vogtsburger Krottenbach Kaos und die Schorebord-Krächzer aus Höchenschwand. Beides waren keine Unbekannten bei der „Zichedä“. Erstmals präsentierten sich hingegen die Oktaväsumpfer aus dem schweizerischen Büsserach. Bestens kam auch der Auftritt der Waddlergarde aus Amoltern an.

Doppelte Premiere

Höhepunkt am Abend war aber unbestreitbar der Zichpfätzer selbst. Der 2012 gegründete Verein feierte sein zehnjähriges Jubiläum und stand erstmals selbst auf der Bühne beim „Zichedä“. Mit einem spannenden Intro-Film wurde den Besuchern erklärt, was mit einem Zichpfätzer gemeint ist und was es mit dem großen Vorbild Fidelius "Fideli" Bollast dabei auf sich hat. Dann fiel unter lautem Jubel der Bühnenvorhang und die Endinger Guggenmusiker legten los. Nicht nur musikalisch überzeugten sie, unter anderem mit gelungenen Versionen von „Sternenhimmel“, „Skandal im Sperrbezirk“ oder „1000 und 1 Nacht“, sondern auch optisch. Das neue Outfit kam super an. Zur bekannten Kopfbedeckung beziehungsweise Maske kommt ein maßgeschneidertes Sakko mit weißen Streifen, eine dunkle Hose und eine „speziell“ gebundene Krawatte – dazu ein hochgerutschtes Hosenbein, ganz an das einzigartige Erscheinungsbild von „Fideli“ angelehnt. Ebenso wie das Publikum waren auch die Musiker permanent in Bewegung, bereits nach zwei Stücken legten sie ihre Kopfbedeckungen ab und boten einen unvergesslichen Auftritt.

Das Fazit

Miro Enderle, Vorsitzender derZA Zichpfätzer, zog ein überaus positives Fazit von der Veranstaltung und dem eigenen Auftritt. „Es war wirklich unbeschreiblich, als der Vorhang vor uns aufging – die gesamte Halle hat auf uns gewartet, um unser Kostüm und unseren Auftritt zu sehen.“ Das größte Lob des Musikers sei der Applaus, davon habe es reichlich gegeben. Enderle bewertete die vierte „Zichedä“ als vollen Erfolg. Die harte Arbeit vor, während und nach der Veranstaltung habe sich gelohnt. Er sprach ein großes Dankschön an das Publikum, Fans, Gönner und vor allem an jeden einzelnen Zichfätzer und Helfer aus.