„Ein wundervolles Fest-Wochenende“

Prächtiger Gundelfinger WeinZauber bei dreitägigem Kaiserwetter

Gundelfingen (hvg). Ein leuchtender Erinnerungs-Baustein mehr für die „Zeitgeschichte Gundelfingens“: Vom 18. WeinZauber werden wohl viele noch lange schwärmen, es passte alles. Die Stimmung war und blieb vom ersten Moment an entspannt und fröhlich, der Zulauf des Publikums war gut, das Wetter (beinahe schon zu) prächtig – und der Wein natürlich bestens.  

Wein und Geheimnisse
„Wer Wein genießt, kostet Geheimnisse, sagte Salvador Dali“, verriet zur Eröffnung die frisch gekürte Badische Weinprinzessin Lisa Bader. Damit hatte sie die Neugier des Eröffnungspublikums angestachelt – um das von den Winzern Eugen und Katharina Engler, Bernhard und Christine Kaltenbach, Christoph und Cornelia Blattmann sowie Michael Strecker gestiftete Fass Roten gab es nachher ein ordentliches Gedränge. 
Gemeinsam mit Bürgermeister Raphael Walz, Fest-Mitorganisatorin Anneliese Kaltenbach aus dem Rathaus sowie Peter Bauer und Kurt Eckert von der AHA gab der Gläserklang beim ersten Anstoßen mit der Weinprinzessin den Auftakt zum Festbetrieb. Bürgermeister Walz freute sich über die gute Stimmung der früh gekommenen Gäste und dankte den Vereinen und Helfern für ihr Engagement ebenso wie der Winzergemeinschaft. Er gedachte dabei auch Ulrich Streckers, der kürzlich früh verstorbene Önologe war dem WeinZauber stets verbunden.

Drei-Tages-Zauber
Verzaubern lassen konnte man sich drei Tage lang, schon der Freitagabend fand regen Zustrom des Publikums. Auch musikalisch gefühlvoll begann der WeinZauber mit Musik von Quer-Beat und den Liedern von Schlagersängerin Daniela Martinez – das Motto ihres Liedtitels „Gefühle siegen“ vermittelte sie sympathisch, hautnah und mitreißend.
Nach dem samstagabendlichen Flair zog der ökumenische Gottesdienst am Sonntagmorgen etliche Hundert Mitfeiernde an. Bratenduft lockte die Gemeinschaft überwiegend zum Bleiben, ordentlich leben ließ es sich bei Wildschweinragout oder Winzersteak (im Zelt von „Rößle“ und dem MGV Liederkranz), bei Flammkuchen und Zwiebelkuchen (von der GTS und dem Krankenunterstützungsverein), bei Hamburger, Grillbraten und Maultaschen (von den Fußballern). 
Die Trachtenkapelle Heuweiler unterhielt als Erste dazu, später folgte mit spritzigen Melodien u.a. die „Young Generation“ unter Gaspar Garcia Urbina.


Gesehen, erlebt, gemacht
Pflücken, waschen, häckseln, trotten, trinken, so ist der Ablauf für das Gewinnen und genießen naturbelassenen Apfelsafts, der Verein für Heimatgeschichte machte es mit seiner Aktion erlebbar am Englerbeck-Huus, innen gab es freien Eintritt zur Ausstellung alter Handwerkskunst. Die wurde an der Hauptkreuzung geboten, wo Strohflecht-Künstler am Werk waren, die Erzeugnisse in Zopf- oder Herzform fanden rasch ihre Käufer.
Die Kleineren vergnügten sich bei Kürbisschnitzen und Waffel-Leckereien sowie am Streichelzoo; diese Angebote im Schatten der Arkaden auf dem Rathausplatz waren gut besucht, die Ponys hingegen durften vorzeitig wieder auf die Koppel, zu heiß wohl waren den Kleinen und/oder ihren Mamas und Papas die Temperaturen für einen Ausritt.


Angebote, Verlockungen – und Service
Guten Zuspruch fand die Raiffeisenbank Breisgau mit ihrem Gewinnspiel, die „Spielstraße“ des Spielekreisels war dann stärker belebt, als die Sonnenstellung die umgebenden Dächer Schatten über die Kugel-, Ball- und Geschicklichkeitsspiele warfen. Eher Côte d’Azur-mäßig als herbstlich präsentierte sich im strahlenden Sonnenschein der Herbst- und Kürbismarkt, dessen Farben und dekorative Anordnung viel Bewunderung erregte, auch wenn es dort  wegen der hohen Temperaturen nicht das übliche Gedränge gab. Gut besetzt war das in frisch-munterem Blau-Weiß den Ort durchzuckelnde Bähnle, das Neugierige wie Kaufwillige auch zu Sauter grün erleben, Zipse Ausbaufachmärkte oder Baby One brachte und an der Endhaltestelle der Straßenbahn abholte oder absetzte. Dass morgens die gute Stimmung des Abends zuvor gewahrt blieb, dafür sorgten Wolfgang Findor und seine Karatekas als Wach- und Sicherheitsdienst erneut – seit 29 Jahren sind sie zu derlei Gelegenheiten „im Dienst“. Auf zum 19.! Der gute Ruf des Gundelfinger WeinZaubers also, er ist nicht nur gewahrt, sondern gefestigt. Große Vorfreude folglich kann aufkommen beim Blick auf den 19. im kommenden Jahr.