Es war „einfach scheen“!

Gelungene, harmonische Lichternacht - Über 800 Euro kamen für Venezuela zusammen

Bummeln, Shoppen und Genießen in einem einmaligen Flair – das war auch bei der 14. Lichternacht am vergangenen Freitag wieder ganz der Fall. Die laue Spätsommernacht lockte wieder tausende Besucher in die Altstadt.

Bei dem großen und vielfältigen Angebot konnten sich Viele kaum entschieden, wo sie zuerst halt machen sollten. Sollte es eine der zahlreichen Gaststätten sein? Die Gastronomen hatten sich mit ihren Menükarten spezielle zur Lichternacht einiges einfallen lassen. Wirklich für jeden Geschmack war etwas zu finden. So waren die Tische an diesem Abend heiß begehrt. Wer lieber an einem Stand Halt machte, wurde ebenfalls nicht enttäuscht: Der Duft von krossen Pommes, saftigen Burgern, herzhaften gebratenen Würstchen, deftigem Raclette oder frischem Zwiebelkuchen ließ einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Wer es lieber süß mochte, der machte sich auf die Jagd nach frischen Crêpes und Waffeln oder dampfend heißen Churros. Auch für den Durst war bestens vorgesorgt. Auf der Weinmeile in der Dielenmarktstraße probierten sich die Besucher an den verschiedenen Ständen durch das breite Angebot an edlen Tröpfchen. Auch an den übrigen Weinständen auf dem Festgelände wurde gerne das eine oder andere Gläschen gesürpfelt. Wer es lieber etwas härter mochte, der war beim Haus der Sinne und den kreativen Kreationen an den Cocktail-Ständen bestens beraten. Hier gab es natürlich auch einige alkoholfreie besondere Leckereien.

Gut gestärkt wurde ausgiebig gestöbert und geshoppt. In den Kabinen wurde fleißig anprobiert, anderswo wurde nach Mitbringseln für die Lieben gesucht und wieder anderswo wurde vom Haushaltsteil bis zum edlen Schmuckstück endlich das in Ruhe ausgesucht, wozu man bisher nie so richtig Zeit hatte, was man aber immer schon mal haben wollte. Das bunte Programm versüßte den Gästen den Aufenthalt bis spät in die Nacht. Egal ob Schlager, Rock oder jazzige Töne - es wurde getanzt, geklatscht und mitgesungen. Und bei der Feuershow der Tornados b lieb nicht nur den kleinen Besuchern der Mund offenstehen.

Auch Hauptorganisatorin Katja Treilobs, die ab den frühen Morgenstunden unterwegs war, um vor Ort den Ausstellern bei allen Last-Minute-Problemen und -Problemchen unter die Arme zu greifen, hat die Lichternacht sehr genossen. „Der Abend lief friedlich und harmonisch“, berichtet sie. Das Feedback der Gäste sei durchweg positiv gewesen und auch die Aussteller seien sehr zufrieden gewesen. „Es gab auch gefühlt nicht so viel Geschiebe, wie im letzten Jahr, auch wenn ich nicht den Eindruck hatte, dass weniger los war“, so ihr Fazit. Das sei ihr und den Standbetreibern auch mehrfach von Besuchern zurückgekoppelt worden. Hier machte sich wohl die neue Anordnung der Stände bemerkbar. „Es gab einfach nicht so viele Engstellen, wo sich die Besucherströme hätten stauen können.“ Zugleich habe sich die besucherschar auch wesentlich besser verteilt. „Es war schön, dass auch in den Seitenstraßen und auf dem hinteren Marktplatz so viele Besucher getummelt haben. So waren auch die dort angesiedelten Stände, Geschäfte und Musikangebote sehr gut besucht. „Einfach scheen!“, fasste auch G&H-Vorsitzender Ingo Fuchs die Großveranstaltung zusammen. Es habe einfach alles gepasst, so Fuchs, der sich bei katja Treilobs für die hervorragende Organisation bedankte. 

Einen kleinen Schock hat Katja Treilobs am Anfang des Abends dennoch bekommen. Da war auf einmal der Krankenwagen mit Sirene und Blaulicht auf dem Festgelände unterwegs. Die Sicherheitsabstände zwischen den Ständen haben jedoch perfekt gepasst. Der Krankenwagen kam problemlos zur Einsatzstelle. Zum Glück war es nur ein verknackster Fuß. „Solch einen ‚Probelauf‘ wünscht man sich zwar nicht, aber wenigsten wissen wir jetzt, dass wir für den Ernstfall bestens geplant haben“, so die Organisatorin.

Sehr gut gelaufen ist auch die Spendenaktion für den Verein „AleVen“ zugunsten der humanitären Hilfe in Venezuela. Den ganzen Abend über nutzten die Gäste der Lichternacht den wunderschön dekorierten Lichtstuhl. Mit der Fotobox und unzähligen witzigen Accessoires entstanden so einmalige Erinnerungsbilder. Im Gegenzug wurde auch fleißig gespendet. 841,48 Euro kamen dabei zusammen. Da die Stadt Endingen die Kosten für die Box übernommen hat, kommt der volle Betrag dem Verein zugute. „Es war ein wundervoller Abend. Alle hatten so unglaublich viel Spaß“, resümiert auch Sara Misle Dürr von „AleVen“. „Mit diesen Einnahmen ist es uns möglich den Versand von etwa 150 Kilogramm Medikamente zu bezahlen“, freut sie sich. Die Medikamente gehen an die größte Medizinbank Venezuelas, „La Pastillita“ in La Victoria (20 Kilometer von der Colonia Tovar entfernt). Dort erhalten alle Patienten gegen ein Rezept kostenlose Medikamente. „Ich bin unglaublich dankbar für die große Unterstützung und möchte mich im Namen AleVen bei allen Spendern und natürlich besonders bei Bürgermeister Tobias Metz bedanken“, so Misle Dürr.