Gelungenes Fest bei schönstem Wetter

Beim Hoselipsfest wurde drei Tage lang gefeiert – Festumzug mit Weinprinzessin Lea Tritschler

Das urige Hoselipsfest, veranstaltet von den örtlichen Vereinen, bot am ver-gangenen Wochenende in seiner 22. Auflage in den blumengeschmückten Bahlinger Lauben und Höfen Musik, kulinarische Highlights, Musik und beste Stimmung.

Dicht gedrängt standen die Menschen am Freitagabend auf dem Rathausplatz, um die Eröff-nungsfeierlichkeiten zum 22. Hoselipsfest zu verfolgen. Sie begannen in diesem Jahr mit einem vom Musikverein angeführten Festumzug, in dem Bürgermeister Harald Lotis und die frisch gekürte Weinprinzessin Lea Tritschler ebenso mitmarschierten wie die Vertreter der Landjugend sowie die Abordnungen der Gesangs- und Sportvereine. „Das Hoselipsfest ist zu einem Bahlinger Markenzeichen geworden“, so Lotis bei der Begrüßung. Er freue sich sehr über den großen Zuspruch seitens der Bevölkerung. Bei schönstem Spätsommerwetter, dass über alle drei Festtage anhielt, waren auch zahlreiche Ehrengäste gekommen wie Bundestagsabgeordnete Johannes Fechner, Landtagsabgeordneter Alexander Schoch, Hinrich Ohlenroth, Erster Landesbeamte sowie Bürgermeister aus der Region und den elsässischen Partnergemeinden. Lotis begrüßte ausdrücklich auch die Gäste, die eine weite Anfahrt auf sich genommen hatten, beispielsweise eine Gruppe aus der Oberpfalz, die bereits zum 12. Mal das Hoselipsfest genossen. Der besondere Dank des Bahlinger Bürgermeisters galt den unzähligen ehrenamtlichen Helfern und Vereinen, aber auch den Anwohnern.

„Bahlingen ist eine besonderes Fleckle Erde“, sagte Lea Tritschler, die Bereichsweinprinzessin Kaiserstuhl – Tuniberg. Jetzt beginne die „aufregende Zeit für die Winzer“, die Weinlese werde in der Genossenschaft und in den Weingütern mit Spannung erwartet. Erwartet wurde beim Fest selbst das Erscheinen des „leibhaftigen“ Hoselips. Lorenz Gehring feierte in dieser Rolle eine gelungene Premiere und trug, erheiternde Reime vor. "Haltet fescht an diesem Fescht, ich wünsche Euch viel Spaß, mit edlem Wein frisch vom Fass - in vino veritas“. Für die erwachsenen Festbesucher schenkte die Landjugend im Anschluss Freiwein aus, für die kleinen Festgäste gab es gebackene Hoselips-Weckmänner. Der Musikverein spielte auf dem Rathaus-platz noch einige Stücke, während sich die Höfe und Lauben schnell mit Besuchern füllten. Am späteren Abend gingen die Lichterketten über den Gassen und die Straßenlaternen aufgrund eines Stromausfalles kurzzeitig aus, „die Sache wurde schnell behoben, am Samstag und Sonntag gab es diesbezüglich keinerlei Probleme mehr“, so Lotis nach dem Fest.

Enormer Besucherandrang am Samstag

War das Hoselipsfest bereits am Freitag sehr gut besucht, herrschte am Samstag ein „Wahnsinnsandrang“, wie Bürgermeister Lotis betonte. Die Stimmung sei trotzdem sehr friedlich und relaxt geblieben, die Festgänger genossen das abwechslungsreiche kulinarische Angebot in vollen Zügen. Zu nennenswerten Parkplatzproblemen sei indes auch nicht gekommen. „Das ÖPNV-Angebot wurde sehr gut angenommen, Busse und Bahnen waren zu den Stoßzeiten gut gefüllt“, so Lotis. Medizinische Notfälle waren beim Fest keine zu verzeichnen, „es war alles ruhig“, wie Ruth Würstlin vom Bahlinger DRK erklärte. Durch den Platzwechsel des Musikvereins unterhalb der Laube entzerrte sich das Festgeschehen etwas. „Der Verein war mit dem Ortswechsel sehr zufrieden, er hatte viele Besucher und einen guten Umsatz“, sagte Lotis nach dem Gespräch mit MV-Vorsitzenden Bernd Schneider. Der Musikverein bot durchgehend ein Blasmusik-Programm, auch der MGV Silberbrunnen-Eintracht bot Livemusik. Die Landjugend hingegen setzte auf einen DJ, der für fetzige Partymusik sorgte.

Besinnlich begann der Festsonntag mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Laube des Musikvereins. Die kleinen Festbesucher hatten am Nachmittag ihren Spaß in der Kirchstraße, die durch viele Spiel- und Bastelstationen in eine Spielstraße verwandelt wurde.

Zum Festende zogen Gemeinde und Verein ein überaus positives Fazit. „Die Besucherzahlen waren top, die Vereine sind mit den Umsätzen sehr zufrieden, einige waren zum Festende hin ausverkauft“, so Ute Sommer von der Gemeinde. Alle hätten sich „wieder voll reingehängt, das Wetter war ideal. Ein wirklich schönes Fest.“