Neue Verbands-Hymne kommt aus Amoltern

Eintracht-Sänger überzeugen beim Endausscheid in Bischoffingen - Zahlreiche Glückwünsche

Ganz auf der Höhe der Zeit präsentieren sich die derzeit die 35 Damen und Herren der Chorgemeinschaft Eintracht Amoltern, wenn es darum geht, auch in Sachen Chorliteratur neue Akzente zu setzen. So setzten sie sich mit Peter Modlers Komposition „Macht den Mund auf“ kürzlich in der Endausscheidung zur neuen Verbandshymne des Breisgauer Sängerbundes durch – ein Riesenerfolg, der am Dienstag gebühren gefeiert wurde.

Sechs Mitbewerber – den MGV Merdingen, die Chöre aus Zarten im Dreisamtal, den Pop- und Jazzchor March, das Sound-City-Projekt aus Schallstadt und den Gesangverein Sulzburg - haben die Amolterer Sänger bei der Endausscheidung hinter sich gelassen. Dabei machten es auch die Jury und Florian Bischof vom Musikausschuss des Chorverbandes Breisgau den Teilnehmern alles andere als leicht. Ein riesiger Freudenschrei kam aus den Reihen der Amolterer, als Florian Bischof schließlich verkündete, dass von ihnen die neue Siegerhymne kommt. Sie wird künftig den uralten Breisgauer Sängerspruch aus den 1930er Jahren endgültig ablösen.

Wie Chorleiterin Rita Jerke alle Aktiven mit den Atemübungen und dem Einsingen so richtig in Fahrt brachte, das gefiel am Dienstagabend auch den anwesenden Stadt- und Ortschaftsräten mit Bürgermeister Tobias Metz und Ortsvorsteher Andreas Ganter. Sehens- und hörenswert präsentierten sie dann noch einmal die neue Verbandshymne:

„Mach den Mund auf, lass was hören, ganz perfekt muss es nicht sein, lass dich nur nicht weiter stören, denn du bist hier nicht allein. Ganz egal wo du auch herkommst, ganz egal ob Frau ob Mann, ganz egal wie dir zu Mut ist, fang einfach zu singen an. Schick die Seele auf die Reise, mach das Herz auf und lass los, manchmal zärtlich, manchmal leise, manchmal laut und riesengroß.“

„Ich war überrascht und sehr glücklich“, so der umtriebige Vorsitzende Peter Modler, aus dessen Feder die neue Verbandshymne stammt. Das Arrangement für den vierstimmigen Chorsatz kommt vom Münchener Musiker und Regisseur Florian Schwarz. Modler der als  Unternehmensberater, Coach und erfolgreicher Buchautor, seit vielen Jahren in Amoltern eine zweite Heimat gefunden hat, brachte die Teilnehmer des kleinen Empfangs so richtig ins Schmunzeln, zumal er immer wieder betonte, dass für ihn das Notenlesen und alles was dazu gehört eigentlich nicht zu seinen Qualitäten zählt. Es sei jedoch höchste Zeit gewesen, dass der Breisgauer Chorverband sich intensiv darum bemühte, eine neue Verbandshymne zu finden, damit auch die jüngere Sängergeneration sich wieder mehr mit dem Verband identifizieren könne.

Für Ortsvorsteher Andreas Ganter war es eine persönliche Ehre, wie auch für Bürgermeister Tobias Metz, an diesem Abend dem Siegerchor zu gratulieren. Dazu gab‘s ein flüssiges Präsent und zahlreiche Glückwünsche. Sowohl Metz als auch Ganter gaben zu verstehen, dass auch in kleinen Orten solche Kulturträger eine große Ausstrahlung ausüben und dies in einer Zeit, wo gesellschaftliche und andere Veränderungen viele alte Traditionen in Frage stellen.

„Wir wollen nicht dass Amoltern ‚nur‘ Wohnsitz für bisherige und neue Bürger ist. Sie sollen sich auch gerne am aktiven Leben im Ort beteiligen, und dazu zählen auch die Vereine,“ so Dr. Peter Modler. Im Amolterer Chor sollen sie Erfüllung und Bestätigung finden. „Und wie sie sehen, ist es uns gelungen, dass neben Neubürgern auch Sänger aus Nachbarorten von teilweise aufgelösten Chören zu uns kommen“, freute sich Modler. Denn, „nicht nur die Stimme zählt, sondern auch Kameradschaft und Geselligkeit.“