„Wir brennen für den Riegeler Weihnachtsmarkt“

Arbeitsgruppe organisiert erstmals die traditionsreiche Veranstaltung

Am 1. Dezember ist es wieder soweit – der Riegeler Weihnachtsmarkt steht vor der Türe. Seit über 30 Jahren ist er eine Institution im Riegler Veranstaltungskalender. Doch dieses Jahr ist vieles anders, nachdem das Aus der Veranstaltung im Raum stand, übernimmt erstmals die neue „Arbeitsgruppe Weihnachtsmarkt“ die Organisation. Schirmherr ist Bürgermeister Daniel Kietz. Nicole Keßler vom BEreit-Büro und Susanne Zapf von der Arbeitsgruppe blicken im WZO-Gespräch auf die ereignisreichen letzten Wochen und erklären, was die Besucher auf dem Kirchplatz, dem diesjährigen Veranstaltungsort des Weihnachtsmarktes, erwartet.

Über 30 Jahre organisierte der Riegeler Gewerbeverein den Weihnachtsmarkt an verschiedenen Orten, zuletzt auf dem Brauereigelände. „Doch nach den Sommerferien erreichte uns die überraschende Mitteilung, dass sich der Gewerbeverein aufgrund fehlender „Manpower“ nicht mehr in der Lage sieht, den Weihnachtsmarkt weiter ausrichten zu können“, so Nicole Keßler im Rückblick. Als es Kunde im Dorf machte, dass es 2019 keinen Weihnachtsmarkt geben werde, seien viele Anrufe und Emails im Riegeler Rathaus eingegangen. „Wir haben dann einen Bürgerdialog am 7. Oktober veranstaltet, um Freiwillige zu finden, die Lust haben, den Weihnachtsmarkt zu organisieren.“ Christian Gräther und Nicolai Landzettel waren dann treibende Kräfte gewesen, die viele Spenden aufgetrieben hätten, um die Veranstaltung zu finanzieren. Weitere Riegeler erklärten ihre Bereitschaft sich zu engagieren, um den Weihnachtsmarkt zu retten. Bereits eine Woche nach dem Bürgerdialog traf man sich im BEreit-Büro, um ein Orga-Team zu bilden. „Jeder hatte spezielle Aufgaben übernommen, die er dann abarbeitete“, erklärt Susanne Zapf von der 14 köpfigen „Arbeitsgruppe Weihnachtsmarkt“. Alles hatte jetzt schnell zu gehen, denn um die Genehmigung vom Landratsamt Emmendingen für die sonntägliche Veranstaltung zu bekommen mussten mindestens acht Gewerbetreibende innerhalb von zwei Wochen gefunden werden. „Diese Grundvoraussetzung haben wir geschafft, jetzt konnte es richtig losgehen“, so Keßler. Die gute Arbeit, die die Arbeitsgruppe leistete, zeigte sich auch darin, dass mittlerweile sogar interessierten Anbietern aus Platzgründen abgesagt werden musste. „Wir erreichen dieses Jahr beim Weihnachtsmarkt eine Größe, die wir seit Jahren nicht mehr hatten“, betonen Zapf und Keßler.

Kirchplatz war Ideallösung

Zehn Gewerbetreibende, acht soziale Einrichtungen, fünf private Anbieter und fünf zusätzliche Essenstände können auf dem Riegeler Weihnachtsmarkt entdeckt werden. Veranstaltungsort ist jetzt der Kirchplatz. „Das war mein Wunsch, weil es ein zentraler, barrierefreier und schöner Platz ist“, erklärt Keßler. Auch weil Weihnachten ein christliches Fest ist sei der Platz vor der Kirche prädestiniert, „das Ambiente ist perfekt.“ Die Kirchen leisteten ebenfalls einen großen Beitrag zum Weihnachtsmarkt, „wir danken insbesondere auch für das kostenlos zur Verfügung gestellte Gemeindehaus.“ Dort gebe es auch eine Küche für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen und Toiletten für die Besucher.

„Wir haben ein sehr attraktives Angebot auf dem Weihnachtsmarkt“, sagt Zapf. Nicht nur kulinarisch sei das Angebot vielfältig, sondern es bestehe die Chance, sich mit vielen schönen weihnachtlichen Dingen einzudecken. Zudem wurde ein stimmiges Rahmenprogramm erstellt. Das beginnt bereits mit dem Familiengottesdienst um 10.30 Uhr, bevor der Weihnachtsmarkt um 11.30 Uhr offiziell von Schirmherr Daniel Kietz eröffnet wird. Das Kindersingen, der Besuch des Nikolauses sowie geistige Impulse und weitere musikalische Programmpunkte folgen. Erstmals im Programm ist eine weihnachtliche Modenschau, „die Models werden Mitglieder der Arbeitsgruppe sein, das wird bestimmt spannend.“ Abschließendes Highlight wird um 18 Uhr der Liveauftritt der Lokalmatadoren Götz N' Moritz sein. „Sie waren die ersten, die gesagt haben, dass sie mitmachen werden“, erinnert sich Zapf.

Nicht nur Keßler und Zapf sehen der neu ausgerichteten Traditionsveranstaltung mit Vorfreude entgegen, „wir brennen hier alle für den Weihnachtsmarkt.“ Er sei letztendlich ein wichtiger Treffpunkt der Bürger und auswärtigen Besucher, um gemeinsam in weihnachtliche Stimmung zu kommen.