Grandioser Geister- und Hexenumzug

Riesen-Spektakel aus Anlass des 22-jährigen Bestehens der Rhinwaldhexen

Ein Meilenstein in der 22-jährigen Geschichte der Burkheimer Rhinwaldhexen war das Narrentreffen in der Nacht zum vergangenen Sonntag, als 1.500 Hästräger aus 67 Zünften sich am Fackelumzug vom Unter- übers Mittelstädtle bis zum Schlossgarten beteiligten.

Beim Zunftmeisterempfang zuvor, zu dem Harry Baumann, erster Vorstand der Rhinwaldhexen, begrüßte, waren auch Bürgermeister Benjamin Bohn, Ortsvorsteherin Alexandra Bercher, Berthold Schneider, Präsident der Narrenvereinigung Baden-Württemberg, Heiko Kromer, Narrenzunft Burkheimer Schnecke, und Jürgen Zwigart von der vom Hochrhein angereisten Narrenzunft „Schwörstädter Schnecken“ gekommen. Der Dank dabei richtete sich auch an Mitstreiter und Unterstützer, darunter Bauhof, Feuerwehr, DRK, Vereine und die Gründungsmitglieder samt Amtsvorgänger Markus Dufner und Kerstin Cirelli.  

Zum närrisch-ausgelassenen Spektakel im Unterstädtle gruppierten sich viele schaurige Hexen-, Geister- und Gespenstergruppen. Pünktlich zum Start um 19.11 Uhr hatte Petrus die Himmelsschleusen fast gänzlich geschlossen und bei fast frühlingshaften Temperaturen kamen die Maskenträger so richtig ins Schwitzen. Den gastgebenden Rhinwaldhexen folgten sämtliche Zünfte und Gruppen Vogtsburgs, darunter die Stadtkapelle, Burkheimer Schneckenzunft, Alemannenteufel Vogtsburg, Castelberghexen und Biggi-Träger aus Achkarren, die Linseränze Bischoffingen, Pfauenrat Oberrotweil, Finsterdobel-Hexen Oberbergen, Schelinger Bergteufel. Mächtig auf die Pauke hauten die Achkarrer Schlossberg Heijeijeis, die große Besetzung der Guggemusik Krottenbach- Kaos Vogtsburg, die Guggenmusik der Narrenzunft Schwörstadt, die Gässlifätzer aus Ebringen, die Richebacher Schutterschlurbi aus der Ortenau und die Guggemusik Blächdängler aus Denzlingen. Moderiert wurde das närrische Event im Unterstädtli von Lars und Louis Jäger, im Mittelstädtli von Kerstin Cirelli.

Die meisten Maskenträger und Zünfte waren froh, dass sie am Ende des rund einstündigen nächtlichen Fackelumzuges am Schlossgarten angekommen waren und dort dann noch lange mit den Gleichgesinnten und den vielen  Zuschauern dieses Jubiläum am westlichen Kaiserstuhl gebührend miteinander feierten. Perfekt organisiert hatten die Gastgeber auch die von allen gelobte Bewirtung mit verschiedenen Speisen und Getränken in kleineren und größeren Bistrozelten sowohl auf dem großen Areal vor der Schlossruine und der Ring, wo auch ein DJ heiße Scheiben auflegte. Auch Feuerwehr, Landfrauen, Sportverein u. a. hatten im Mittelstädtle ihre Speisen- und Getränkestände aufgebaut, während Guggemusiken an verschiedenen Orten lange und ausgiebig die tolle Stimmung anheizten. Es gab keinerlei alkoholbedingte Ausschreitungen oder Sachbeschädigungen. Einziger Wermutstropfen war die Tatsache, dass wahrscheinlich aufgrund des unbeständigen Wetters deutlich weniger Zuschauer und Fans als erwartet zum Fackelumzug gekommen gekommen waren, zumal auch weitere Fasnetveranstaltungen zeitgleich in der Region stattfanden.