Eine fröhlich-friedliche Feier in Waldkirch

Tausende Besucher kamen ins Narrendorf zum 22. Geburtstag der Bruckwaldteufel

Waldkirch (jb). Die Bruckwaldteufel hatten zum 22. Geburtstag gerufen und tausende Besucher bevölkerten am vergangenen Wochenende die Waldkircher Innenstadt, die Gastronomie und das eigens auf dem Marktplatz errichtete Narrendorf. Fackel- und großer Festumzug versammelte unzählige Narren entlang der Straßen der Kernstadt.

Schon am Samstagnachmittag, kurz nach Eröffnung des Narrendorfes zu den schön-schrägen Klängen der Guggenmusiken, füllte sich der Marktplatz schnell mit allerlei buntem Narrenvolk. Pünktlich, nach ertönen von drei Böllerschüssen, startete dann der stimmungsvolle Fackelumzug mit 55 Zünften und Musikvereinen. Im Anschluss wurde dann bei zünftigem Narrentreiben in und um das Narrendorf die Nacht zum Tag gemacht.

Zunftmeisterempfang

So mancher sah am Sonntagmorgen beim Zunftmeisterempfang „nicht mehr ganz so frisch wie gestern aus“ wie nicht nur Oberbürgermeister Roman Götzmann verständnisvoll feststellte. Neben den Vertretern der teilnehmenden Zünfte waren auch die Abgeordneten Peter Weis, Johannes Fechner, Alexander Schoch und Sabine Wölfle zum Gratulieren gekommen.

Von der vergangenen Nacht und dem Fackelumzug habe er bisher nur Lob gehört, teilte  der OB mit. „Wir haben keine Bilder gesehen, die wir nicht sehen wollen.“ Götzmann lobte die engagierte Vorbereitung des Vereins, die bereits vor zwei Jahren begonnen hätten. Gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr, DRK und Technischen Betrieben sei ein stimmiges und funktionierendes Konzept erarbeitet worden.

„Ich bin einfach nur stolz, für die Bruckwaldteufel hier stehen zu dürfen“ erklärte Zunftmeister Eduardo Martinez den zahlreichen  Gästen. Vor 22 Jahren, mit fünf oder sechs Mitstreitern sei noch kaum vorstellbar gewesen, so etwas auf die Beine zu stellen.

"Soziale Aufgabe nicht vergessen"

Trotz aller Freude wolle der Verein auch seine soziale Aufgabe nicht vergessen. Daher hatten die Teufel statt Geschenken um eine Spende für die Elztäler Hospizgruppe „Silberstreif“ gebeten. Die Zunft werde die Summe dann großzügig aufrunden.

Für die „altehrwürdige Zunft Krakeelia“ übergab Vogt Michael Behringer denn auch eine „närrische Summe in fünfstelligen Bereich“ für die gute Sache. Da jedoch die Tradition in Waldkirch eine wichtige Sache ist, unterzogen die Krakeelia-Vertreter die Nachbarzunft einem „Kläpperle Test“ mit dem Ergebnis, dass die Bruckwaldteufel sich „sehr bemüht“ hätten ein hervorragendes Ergebnis abzuliefern. Etwas Misstrauen konnte Behringer jedoch nicht verhehlen. Immerhin sei die Zunft in Kollnau gegründet fühle sich aber in der Kernstadt „sichtlich wohl“.

Überwältigend war dann der Festumzug am Sonntagnachmittag in jeder Hinsicht. Knapp 70 Zünfte und Musikgruppen zogen in einem gut zwei Stunden langen Zug rund um die Innenstadt. Dicht an dicht standen tausende Zuschauer entlang der Umzugsstrecke. Im Anschluss nutzten viele die Gelegenheit, das Festwochenende im Narrendorf ausklingen zu lassen.