Im Ernstfall trotzdem gut versorgt

Gemeinden und DRK-Ortsvereine im ET-Gebiet bieten Einkaufsservice für Quarantäne-Betroffene an

Verordnete Quarantäne oder häusliche Absonderung – eine Situation, in der sich im Landkreis momentan viele Personen wiederfinden. Die Meisten haben für die ersten Tage genügend Lebensmittel und andere notwendige Dinge zuhause. Doch was, wenn doch etwas ausgeht und man keine Verwandten oder Bekannten in der Nähe hat, die für einen einkaufen gehen können?

Übers Wochenende hat der DRK-Kreisverband seine Ortsvereine aufgerufen, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden dafür Lösungsansätze abzustimmen. Viele Ortsvereine sind dem Aufruf gefolgt. Entsprechende Angebote wurden in vielen Gemeinden im Landkreis eingerichtet. Im ET-Verbreitungsgebiet gibt es folgende Angebote: 

In Emmendingen befindet sich die Stadtverwaltung aktuell noch in Gesprächen mit dem DRK. Vorerst wurde eine Einkaufsservice mit Ehrenamtlichen eingerichtet. Bedarf kann per E-Mail an die eigens eingerichtete Adresse einkaufservice@emmendinge.de oder unter Telefon 07641 / 4524235 angemeldet werden.

In Teningen können hilfsbedürftige Personen mit der Gemeindeverwaltung unter Telefon 07641 / 580677 Kontakt aufnehmen. Hier werden die Kontaktdaten gesammelt und ans DRK weitergegeben, welches dann seinerseits Kontakt aufnimmt und Bestellungen erfasst. Eingekauft wird ein- bis zwei Mal pro Woche (Dienstag und Freitag). Die Waren werden vor die Türe geliefert. Das ausgelegte Geld kann dann ans DRK überwiesen werden.

In Heimbach wird von engagierten Bürgern für älteren und bedürftige Mitbürgern ein Markt-Lieferdienst angeboten. Die Bestellung kann am Markttag (Mittwoch) bei „Onkel Peter“ oder unter Telefon 0160 / 91364128 (Whatsapp) bzw. 07641 / 9594090 (Festnetz) getätigt werden. Die Lieferung erfolgt am Freitag ab 18 Uhr nach Hause. An den anderen Tagen stehen Silke Bergmann (Telefon 0179 / 1007582), Angelika Heidenreich (Telefon 07641 / 3228), Christine Limberger (Telefon 0173 /3418947) und Christel Stelzer (Telefon 07641 / 51692) für Bestellungen zur Verfügung. Die Waren werden bis zur Haustüre gebracht.

In Freiamt wird der Einkaufsservice vom DRK-Ortsverein Ottoschwanden-Freiamt zusammen mit der Gemeindeverwaltung organisiert. Eingekauft wird ein- bis zwei Mal pro Woche, geliefert bis vor die Haus- oder Wohnungstür. Auch hier können die Kosten im Nachgang überwiesen werden. Die Gemeindeverwaltung Freiamt nimmt Bedarfsmeldungen montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 15.30 bis 18.30 Uhr unter Telefon 07645 / 9102-0 oder per E-Mail an sekretariat@freiamt.de entgegen.

In Malterdingen bietet der DRK-Ortsverein zusammen mit der einen Einkaufsservice an. Ehrenamtliche Mitarbeiter besorgen auch hier ein- bis zwei Mal pro Woche pro Woche Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs aus den regionalen Geschäften und liefern sie vor der Haus- oder Wohnungstür ab. Auch hier können die Kosten im Nachgang überwiesen werden.  Den Bedarf kann man bei der Gemeindeverwaltung bei Nicole Eifert- Henselmann, Telefon 07644 / 911114, oder per Mail an meldeamt@malterdingen.de anmelden.

Auch der DRK-Ortsverein Sexau bietet zusammen mit der Gemeindeverwaltung einen Einkaufsservice an. Jeweils am Dienstag und am Freitag besorgen die Ehrenamtlichen Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs und liefern sie vor der Haus- oder Wohnungstür ab. Bedarfsmeldungen nimmt bei der Gemeindeverwaltung Iris Holderer vormittags zwischen 8.30 und 12 Uhr unter Telefon 07641 / 926811 oder per Mail an holderer@sexau.de entgegen.

Da die Gemeinde Reute keinen eigenen DRK-Ortsverein hat, befindet man sich hier aktuell noch in Absprachen, wer genau welche Funktion übernehmen wird. Es soll aber auf jeden Fall in den kommenden Tagen ein entsprechender Service eingerichtet werden. Sobald das der Fall ist, wird die Gemeinde auf ihrer Webseite der Gemeinde unter www.reute.de informieren.

Es gibt natürlich auch Personengruppen, die sich aktuell freiwillig in häusliche Absonderung begeben, weil sie einer Risikogruppe angehören – also ältere Mitbürger oder solche mit Vorerkrankungen. Diese Zahl dürfte sehr hoch sein, der Bedarf an Einkaufsdienst für diese Gruppe entsprechend von offizieller Seite kaum zu decken. Doch in diesen Tagen zeigt sich hier, dass die Bevölkerung im Landkreis nicht nur aus rücksichtslosen Hamsterkäufern besteht. In allen Gemeinden engagieren sich viele hilfsbereite Bürger für ihre hilfsbedürftigen Nachbarn – ein Trend, der hoffentlich auch nach Corona noch lange nachwirken wird …