„Zum Glück wurden keine Tiere verletzt“

Hoher Sachschaden: Einbrecher verwüsten Büro im Emmendinger Tierheim

Erheblichen Sachschaden mit kaputtem Fenster, defekten Schränken und einem komplett demolierten Tresor – das ist die bittere Bilanz, die die Mitarbeiter des Emmendinger Tierheims am Samstag ziehen mussten. Unbekannte sind in der Nacht zuvor dort eingebrochen und haben das Büro durchwühlt.

„Es ist traurig, aber irgendwie hatte ich schon damit gerechnet“, meint Iris Wiedemann, Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins, der das Tierheim betreibt. Wieso? Schon seit Juni verzeichnet der Deutsche Tierschutzbund immer wieder Einbrüche in ihm angeschlossenen Einrichtungen. 18 Vorfälle gab es bis Ende August in Tierheimen in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Der Deutsche Tierschutzbund geht deshalb von einer organisierten Gruppe aus. Präventiv wurden alle 550 angeschlossenen Tierheime informiert. Der Tierschutzbund riet dazu, keine Wertsachen in den Räumlichkeiten aufzubewahren, vor allem kein Bargeld.

Das Tierheim Emmendingen hat die Warnungen ernst genommen. „Wir hatten sogar eine Mitteilung am Tor angebracht, dass sich ein Einbruch bei uns nicht lohnt, da wir die Bareinnahmen täglich zur Bank bringen und sich ein Kangal (großer Anatolischer Hirtenhund) im Büro befindet“, so Iris Wiedemann. Genutzt hat es leider nichts. In der Nacht von Freitag auf Samstag schlug/en der/die Täter auch hier zu. Sie schlugen ein Fenster ein und stiegen ins Büro ein – obwohl sich dort die Hündin befand. Hier brach/en er/sie Schränke auf, leerte/n Spendendose, knackte/n den Tresor. „Zum Glück waren wirklich nur die Tageseinnahmen vom Freitag noch da, die Ausbeute war sehr gering“, so Iris Wiedemann. Dafür ist der Sachschaden erheblich. „Dem Hund ist zum Glück kein Schaden zugefügt worden“, ist sie froh. „Und immerhin; einen Cent haben die Einbrecher liegen lassen“, fügt sie ironisch hinzu.

 „Wir sind ob der Serie höchst alarmiert“, erklärt auch Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Die Tierheime haben es in Zeiten von COVID-19 schon schwer genug und sind auf ihre Spendengelder dringend angewiesen. Sich bei denen schamlos zu bedienen, die ohnehin schon am Existenzminimum wirtschaften und tagtäglich alles für die ihnen anvertrauten Tiere geben, ist zutiefst unmoralisch. Schnelle Aufklärung muss jetzt oberste Priorität haben“, fordert er. Auch in Emmendingen ermittelt die Polizei. Hinweise zu dem Einbruch werden unter Telefon 07641 / 582-0 entgegengenommen.

Wer dem Tierheim in dieser harten Zeit unter die Arme greifen möchte, kann dies auf vielfältige Weise tun, sei es als Mitglied, ehrenamtliche/r Helfer/in oder durch die Übernahme einer Patenschaft zum Beispiel für Futtermittel, Tierarzt- oder Personalkosten. Auch einmalige Geldspenden zur Abdeckung der beim Einbruch entstandenen Schäden oder für weitere Projekte sind natürlich sehr willkommen. Das geht zum einen auf das Konto bei der Volksbank Breisgau Nord (IBAN: DE83 680 920 000 000 722707), zum anderen auf das Konto bei der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau (IBAN: DE80 6805 0101 0020 0155 25) oder auch direkt per Paypal über die Webseite des Tierheims unter www.tierheim-emmendingen.de/gute-tat.