"Gemeinsamkeit vor Einzelinteressen"

Verpflichtung des wiedergewählten Roland Tibi als Bürgermeister von Elzach

Elzach (mkt). Die Verpflichtung des am 12. Juli wieder gewählten Bürgermeisters Roland Tibi für seine zweite Amtszeit stand als TOP 1 auf der Tagesordnung der ersten Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause. Die nahm Franz Lupfer (CDU), Ortsvorsteher des Ortsteils Katzenmoos und Elzachs dienstältester amtierender Gemeinderat vor. Einstimmig hatte ihn das Gremium in der letzten Sitzung mit dieser wichtigen Aufgabe betraut.

Das doch arg nüchterne Ambiente der Steinberghalle, in der sich der Gemeinderat zu seiner öffentlichen Sitzung traf, strahlte so gar nichts Feierliches aus, als Roland Tibi und Franz Lupfer die Bühne betraten. In Krisenzeiten wie diesen aber wohl doch auch Sinnbild dafür, dass Glanz und Glamour jetzt eher nicht gefragt sind, sondern viel mehr nüchternes Zupacken. Das betonten beide auch in ihren kurzen Ansprachen. Franz Lupfer erinnerte an die Wiederwahl „mit beeindruckender Stimmenzahl“. Dies sei Ausdruck der Anerkennung für das große Engagement gewesen, mit dem Roland Tibi sein Amt die letzten acht Jahre ausgefüllt habe. „Es geht nur gemeinsam. So Deine Worte nach der Wiederwahl“, erinnerte er, bevor er die Verpflichtungsformel verlas, die Roland Tibi nachsprechen musste.

„Gemeinsam und mit Zusammenhalt ist es uns gelungen, viele Dinge nachzuholen und unsere Stadt, unsere Heimat auf Stand zu bringen“, betonte Tibi. Ein Bürgermeister könne nur arbeiten, wenn er das Vertrauen der Bevölkerung, der gewählten Vertreter und der Mitarbeiter habe. „Für mich persönlich ist es eine schöne Entwicklung, dass die Stadt Elzach als Ganzes mit allen fünf Ortschaften näher zusammengerückt ist. Dass ich heute in der Steinberghalle in Prechtal vom Katzenmooser Ortsvorsteher in meine zweite Amtszeit verpflichtet werde ist positiver Ausdruck dieses neuen gemeinsamen Gemeinschaftsgefühls“. Diese Gemeinsamkeit müsse aber auch vor Einzelinteressen Bestand haben. Die immer mehr um sich greifende „Betroffenheitsdemokratie“ gefährde einen essentiellen Pfeiler des demokratischen gesellschaftlichen Miteinanders.  

„Wir haben viel geschafft, aber noch viele Aufgaben und Projekte vor der Brust, und dies mit wahrscheinlich veränderten finanziellen Rahmenbedingungen“, stellte er fest. Seine Aufzählung reichte vom weiteren Ausbau der Kindergärten über Schulentwicklung, Feuerwehrhaus, Ladhof, Ausbau der Wasserversorgung, vierter Reinigungsstufe der Kläranlage, Zentraler Omnibusbahnhof, Ausbau von Tourismus, Gewerbegebieten und Wohnungsbau, über Neubau und Instandhaltung von Straßen, Brücken, Wegen, Plätzen bis hin zu einer neuen Schulsporthallen. Bei all diesen Projekten werde man auf zeitliche Streckung setzen müssen. Außerdem wolle er auf einen stärkeren Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit drängen. Dies alles gelinge aber nur mit der Unterstützung der gesamten Bevölkerung. „Mit diesem Rückenwind können wir viel erreichen“.