Die Energiekarawane kommt

Auftaktveranstaltung am 28. September im Bürgersaal

Energiesparen ist gut für die Umwelt und für den Geldbeutel. Zuhause Strom-fressende Elektrogeräte und Leuchtmittel auszutauschen oder das Licht in ungenutzten Räumen auszuschalten sind aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das größte Einsparpotenzial für Haushalte steckt nämlich in der Sanierung des Gebäudebestands. Hier individuell zu Beraten und die Eigentümer so zu einer Modernisierung zu bewegen, das ist der Grundgedanke der Energiekarawane. Das Projekt kommt nun nach Endingen und soll zunächst in zwei Quartieren angeboten werden.

Am Dienstag stellten Bürgermeister Tobias Metz und die beiden Klimaschutzmanagerinnen der Stadt, Eva Mutschler-Oomen und Evelin Glogau, das Konzept der Energiekarawane vor. „In Baden-Württemberg macht der CO2-Ausstoß von Privathaushalten etwa ein Drittel aller Emissionen aus. Die Stadt hat sich deshalb zur Durchführung dieser ausgewählten Klimaschutzmaßnahme entschieden“, so Bürgermeister Tobias Metz. Zum Start der Aktion wurden die beiden Quartiere „Niederdorf“ und „Altes Bühle“ ausgesucht. „Hier gibt es viel Bausubstanz aus den 60er Jahren und früher. Das Einsparpotenzial ist besonders hoch“, so Metz weiter.

Alle Immobilienbesitzer in den beiden Quartieren haben im Rahmen des Projekts die Gelegenheit, sich einen qualifizierten Energieberater zu einer individuellen Erstberatung ins Haus zu holen. „In etwa einer Stunde werden dabei die wichtigsten Eckpunkte wie Schwachstellen bei Wärmeschutz und Haustechnik, Einsparpotenziale durch energetische Sanierung und Fördermöglichkeiten angesprochen“, erklärt Evelin Glogau. „Die von uns ausgesuchten Energieberater sind alle sehr erfahren und hochqualifiziert. Ihre Beratung ist anbieter- und produktneutral. Die Kosten für die Erstberatung trägt die Stadt“, ergänzt Eva Mutschler-Oomen. Wer sich für die Durchführung von Sanierungsmaßnahmen entscheidet, kann sich in der Folge dann weiter begleiten lassen „Wir gehen davon aus, dass mit einer individuellen, aktiven und intensiven Beratung eine erheblich größere Motivation ausgelöst werden kann, das eigene Haus zu sanieren, als mit anderen Formen der Öffentlichkeitsarbeit“, meint Eva Mutschler-Oomen. „Wer nicht in den beiden Quartieren wohnt, mit denen wir beginnen, und trotzdem jetzt schon Interesse hat, der kann sich natürlich bei der Stadt melden. Wir vermitteln dann gerne ebenfalls eine Erstberatung. Ob diese zu diesem Zeitpunkt ebenfalls kostenlos sein kann, müssen wir dann sehen“, so Bürgermeister Tobias Metz. 

Wie sind die nächsten Schritte? „Alle Immobilienbesitzer in den beiden Quartieren haben von uns per Post eine Einladung zur Auftaktveranstaltung am Montag, 28. September, ab 19 Uhr im Bürgersaal bekommen“, so Eva Mutschler-Oomen. Nach einem Vortrag von Architekt Meinhard Hansen über „Sanierung in der Praxis“ wird die Energiekarawane noch einmal detailliert vorgestellt. „Auch die neun Energieberater werden an diesem Abend dabei sein und sich ebenfalls vorstellen“, so Evelin Glogau. Bis zum 7. Dezember haben interessierte Immobilienbesitzer aus dem „Niederdorf“ und dem „Alten Bühle“ dann die Möglichkeit, einen Termin für eine kostenlose Beratung auszumachen. „Die Beratung muss aber nicht zwingend in diesem Zeitraum stattfinden. Das kann auch noch zu einem späteren Zeitpunkt sein“, so Eva Mutschler-Oomen. Die Stadt setzt aber nicht nur auf Eigeninitiative der Bürger. Die Energieberater werden in diesem Zeitraum auch aktiv, zum Beispiel per Telefon oder zusätzliche Flyer im Briefkasten, noch einmal auf die Haushalte zugehen.

„Wir freuen uns, wenn möglichst viele Immobilienbesitzer unser Angebot annehmen“, so Bürgermeister Tobias Metz. Die Resonanz werde in der Folge ausgewertet und das Projekt bei gutem Erfolg eventuell auch in anderen Quartieren angeboten. Weitere Infos zur Energiekarawane und den weiteren Angeboten beiden Klimaschutzmanagerinnen der Stadt gibt es unter www.klimaschutz-endingen.de.