Erster Schritt hin zum Bau einer Hängebrücke in Todtnau

Rege Diskussion über Verkehrskonzept / Nutzungsplan geändert 

Todtnau. In der vergangenen Sitzung des Todtnauer Gemeinderates war der Wasserfall das zentrale Thema. Oder eher gesagt die punktuelle Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich des Bebauungsplans Sondergebiet Todtnau und die Beratung und Beschlussfassung zum Entwurfsplan der Neugestaltung des Wasserfall-Portals.

Alle Gemeinderatsfraktionen sind für den Bau der Hängebrücke beim Todtnauer Wasserfall und auch die Zusammenarbeit mit dem Investor wird gelobt. Bemängelt wird von einigen Räten allerdings, dass es noch keinen städtebaulichen Vertrag gibt. Auch die Verkehrs- und Parkplatzsituation bereitet einigen Gemeinderäten Kopfzerbrechen. Auch der Ortschaftsrat Todtnauberg schlug in diese Kerbe. Über die Reihenfolge wie etwas geregelt werden muss, ob der Flächennutzungsplan vor den Regelungen über den städtebaulichen Vertrag und einem Verkehrs- und Parkplatzkonzepts verabschiedet werden muss, entbrannte eine rege Diskussion.  
Steffen Lehr von der CDU monierte, dass schon lange auf einen städtebaulichen Vertrag gewartet wird. Er bekräftige aber auch, dass ein Gros seiner Fraktion dem Flächennutzungsplan zustimmen werde, aber vor dem darauffolgenden Schritt noch einiges beschlossen werden müsste. Die Ortsvorsteherin von Todtnauberg, Franziska Brünner, sagte: „Wir hatten in den vergangenen 13 Monaten vier Sitzungen zu diesem Thema. Der Ortschaftsrat hat immer das Thema Verkehr angesprochen. Bis heute ist kein Verkehrskonzept da, obwohl dies schon lange da sein sollte.“ Auch der Informationsfluss zwischen Verwaltung und dem Gemeinderat wurde als nicht perfekt dargestellt. 
Der Anlass für die Änderung des Flächennutzungsplans ist die Aufstellung des Bebauungsplans Sondergebiet „Hängebrücke Todtnau“. Durch den Bebauungsplan sollen die planungsrechtlichen und gestalterischen Voraussetzungen für den Bau der Brücke geschaffen werden. 
Bürgermeister Andreas Wießner betonte, dass der Investor bei allen Leistungen in Vorleistung geht. Auch sagte er: „Der Flächennutzungsplan ist die Grundlage, dass der Investor arbeiten kann.“
Der Beschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes wurde mit drei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen angenommen. 
Nach der Hängebrücke ging es um die Neugestaltung des Wasserfall-Portals. Der Verwaltung liegt für die Grundlage für die weiteren Planungen und für die Abstimmung mit den Fachbehörden und Förderstellen ein neuer Bauentwurf des Planungsbüros vor. In dem neuen Entwurf wird nicht mehr in den rückwärtigen Hang eingegriffen. Der Kioskbereich wird leicht vergrößert und modernisiert. Die Toilettenanlage wird saniert und es werden Lagerräume errichtet. Optisch bekommt das Gebäude ein markantes, steiles Dach, dass, wie das gesamte Gebäude, an die Holzbautradition des Schwarzwaldes erinnern soll. Der Bau soll etwa 1,28 Millionen Euro kosten, wovon etwa 500.000 Euro gefördert werden könnten. Wießner meinte, dass dies schon vor den Planungen der Hängebrücke geplant war und dies nichts mit dieser zu tun hat. Auch hier kam nochmals die Verkehrsproblematik auf. Heribert Wunderle von der CDU sagte: „Ich finde das Projekt gut, es macht Todtnau noch attraktiver. Aber wir schaffen dadurch einen noch größeren Anziehungspunkt und dort sind jetzt schon zu wenige Parkplätze.“ Der Entwurfsplanung wurde mit einer Enthaltung zugestimmt. Michael Maier