Froh über einen virenfreien Start ins neue Jahr

Nach Corona-Ausbruch: Denzlinger Seniorenzentrum „Grüner Weg“ vermeldet ausnahmlos negative Tests seit Weihnachten

Denzlingen (hg). Nach dem kürzlichen Corona-Ausbruch im Denzlinger Seniorenzentrum sind seit dem 23. Dezember alle Bewohner negativ getestet. Auch die Mitarbeiter im Haus seien größtenteils wieder am Start, vermeldete Heimleiter Raphael Kirchherr im Gespräch mit VHzH am Montag dieser Woche.

Auf die angekündigten generellen Impfungen für alle impfungswilligen Personen durch „Mobile Impfteams“, für Heimbewohner ebenso wie für Mitarbeiter, warte man jedoch noch wie in den meisten Altenheimen bis zum 15. Januar, wenn im Landkreis Emmendingen generell solche Impfungen anlaufen sollen.

Auch Raphael Kirchherr wird sich am 15. Januar in jenen Personenkreis einreihen, der an die-sem Tag geimpft wird. Gefragt nach möglichen Besuchen im Heim durch Angehörige, teilte der Heimleiter mit, dass dies inzwischen wieder täglich möglich sei, nämlich eine Besuchsperson zwi-schen 15.30 und 18.30 Uhr jeweils im Zimmer eines Heimbewohners. Zuvor findet unter Mithilfe durch Ehrenamtliche eine Registrierung statt, wobei neben der Einhaltung der Hygienemaßnahmen einschließlich der FFP2-Maske auch eine Temperaturmessung vorgenommen wird. Aktuell empfangen im Durchschnitt 15 Heimbewohnern jeweils an einem Tag Besuch.

Einmal pro Woche, dienstags, können sich Angehörige, die Besuche machen, kostenlos testen lassen. Mitarbeiter werden grundsätzlich zweimal pro Woche getestet, ebenso auch Heimbewohner, die zuletzt negativ getestet waren. Für Mitarbeiter ist der Test jeweils verbindlich, während Heimbewohner nur nach persönlicher Einwilligung getestet werden. Wer den Test nicht möchte, muss die Ablehnung allerdings schriftlich bestätigen. Dies sei nicht zuletzt auch eine Herausforderung für die Heimleitung, zumal das dafür nötige Personal entsprechend freigestellt werden müsse. Mitarbeiter werden dabei durch heimeigenes Personal getestet, während für Heimbewohner und Angehörige Personen von außen kommen, die die Test vornehmen.

Mit Nachdruck und mit besonderem Dank erwähnte Raphael Kirchherr, die Unterstützung durch Ehrenamtliche und durch die Kirchengemeinden. Namentlich nannte er dabei das Team um Pfarrerin Angelika Büchelin, Gemeindereferentin Veronika Scherzinger und Christine Bartenbach-Flaig, die auch als Leiterin der Begegnungsstätte tätig ist. Es sei wirklich kaum zu glauben, wie viel Zuwendung man nicht nur an Weihnachten erfahren habe, wo Besucher eine Fülle von Geschenken für die Bediensteten des Hauses gebracht hätten, um damit Dank zu sagen für die schwere Arbeit der Pflegekräfte des Hauses. Beispielhaft erwähnte der Heimleiter in diesem Zusammenhang auch Aktionen der Konfirmanden. Diese auffallend große Anteilnahme bezeichnete Kirchherr als „wirklich außergewöhnlich“.

Eine ganz besondere Unterstützung hätten die Heimbewohner durch die ökumenisch organisierte Telefonseelsorge der örtlichen Kirchengemeinden erfahren. Dabei wurden Heimbewohner, die dies wollten, von den oben genannten Vertreterinnen der Kirchengemeinden angerufen, wobei sehr hilfreiche Seelsorgsgespräche geführt worden seien, wie Kirchherr dankend betonte. Das Haus habe dabei lediglich entsprechende Telefonlisten zusammengestellt, wo die Nummern jener Heimbewohner vermerkt wurden, die einen solchen Kontakt wünschten. Diese Eigeninitiative der Kirchengemeinden habe man im Seniorenzentrum als „Super-Unterstützung“ erfahren.

Raphael Kirchherr erwähnte schließlich das „Go“ des Gesundheitsamtes, das nach einem zuvor erfolgten Belegungsstopp aufgrund früherer Corona-Erkrankungen nun wieder grünes Licht für Neuaufnahmen gab. Neu ankommende Heimbewohner müssen durchweg einen PCR-Test zum Nachweis von Coronaviren vornehmen und für fünf Tage in Quarantäne gehen, um möglichst jedes Risiko zu vermeiden. Dies werte man mit Freude als Zeichen des Vertrauens, das man seitens des Gesundheitsamtes dem Seniorenzentrum und all seinen Mitarbeitern entgegenbringe. Hier werde man auch in Zukunft alles tun, um den Heimbewohnern ein angenehmes und sinnerfülltes Leben im Alter zu ermöglichen.