Hoffen auf gute Badesaison

Weitere Auftragsvergaben für die Sanierung des Breisacher Waldschwimmbades

 Breisach. Mit weiteren Auftragsvergaben, für die der Breisacher Gemeinderat im Dezember den Weg frei machte, kann die Sanierung des Breisacher Waldschwimmbades voranschreiten. Rund 1,57 Millionen Euro kosten die Edelstahlarbeiten am Schwimmbecken sowie die hydraulisch-elektrische Ausrüstung. Die Kosten liegen damit bereits jetzt 9,4 Prozent über dem Ansatz, womit die Erneuerung derzeit 2,95 Millionen Euro kostet.

Der Beigeordnete Carsten Müller ist froh, dass bereits 82,5 Prozent der Arbeiten ausgeschrieben sind und die Kostensteigerung derzeit bei lediglich 9,4 Prozent liegt. „Mir fällt da schon ein Stein vom Herzen, es gibt da eine große Gefahr“, so Müller. Es habe schnell ausgeschrieben werden müssen und die Firmen hätten keine großen Freiheiten bekommen, wann die Arbeiten auszuführen seien. „Einige Bereiche sind sehr spezielle Arbeiten, dort hätte es schnell sehr viel teurer werden können“, sagte Müller in der Gemeinderatssitzung. Mehrere Positionen sind noch zu vergeben. Größte Position ist mit 191.000 Euro der Beckenumgang, das Holzdeck und die Bepflanzung. Weitere Ausschreibungen und Auftragsvergaben stehen mit weiteren 131.000 Euro noch ferner an.
Für die hydraulisch-elektrische Ausrüstung hatten drei Bewerber das Leistungsverzeichnis angefordert, mit der Firma Aquila Wasseraufbereitungstechnik aus Wertheim aber nur ein Unternehmen ein Angebot abgegeben, das  den Zuschlag erhielt. Mit etwas über 608.000 Euro liegt das Angebot  rund 20 Prozent über der Kostenschätzung. 
Etwas besser sieht es mit den Edelstahlarbeiten am Schwimmerbecken aus, dort hatten  vier von acht Firmen ein Angebot abgegeben. Günstigster Bieter war die Firma Hsb Germany aus Berlin, die für 968.000 Euro den Zuschlag erhielt. Das Angebot liegt um drei Prozent höher als die Kostenschätzung.
Alles Fraktionen und Mitglieder des Breisacher Gemeinderates gaben schlussendlich ihre Zustimmung. Sorgen bereiten die Kostensteigerungen angesichts der Haushaltslage. 
„Die Kosten müssen genau verfolgt werden, wir liegen bereits jetzt zehn Prozent über dem Ansatz“, so Hans-Peter Geppert (CDU) eindringlich. „Wir erhalten eine Förderung von 1,3 Millionen Euro. Steigen die Fördermittel entsprechend der Kostensteigerung mit?“, fragte Michael Hellwig (ULB/TSP). Maßgebend seien die Werte der Ausschreibung, das Risiko der Mehrkosten trage die Stadt alleine, führte Müller aus. Stefan Fischer (FDP/FWB) lobte die Verwaltung für die erfolgreiche Bemühung um die Fördermittel. 
Die üblichen Kostensteigerungen in der Zeit zwischen Planung und Vergabe sowie die gute Auftragslage bei den Handwerksfirmen vermutete Fischer als Grund für die Kostensteigerung von 163.688 Euro. „Vieles liegt nicht in unseren Händen, wir hoffen aber auf eine gute Badesaison 2021“, sagte Stefan Fischer abschließend. Daniel Hengst