Neubau überzeugt mit moderner Architektur

Zimmer im Erweiterungsbau des Kreisseniorenzentrums sind hell und zweckmäßig ausgestattet

Kenzingen (slw). Das Kreisseniorenzentrum hat mit dem Erweiterungsbau die Landesheimbauverordnung eindrucksvoll und architektonisch perfekt umgesetzt. Vergangenen Freitag wurde der zweigeschossige Anbautrakt seiner Bestimmung übergeben. Pandemiebedingt luden Landratsamt und Heimleitung zu einem Pressegespräch ein.

Vier Millionen Euro verschlang die Umsetzung, die der Gesetzgeber 2009 ins Leben rief. Heimbewohner sollen nach einer befristeten Übergangszeit alle über ein Einzelzimmer verfügen, so die Vorgabe. Der Neubau überzeugt durch eine moderne, lichtdurchflutete Architektur, die eine harmonische Atmosphäre ausstrahlt.  Großer Wert wurde auf die farbliche Gestaltung im Innenbereich gelegt. 
Die bauliche Errungenschaft ist vom bisherigen Pflegeheim durch einen Mauerdurchbruch  erreichbar. Die pflegerische Versorgungs- und Betreuungsleistung wird mit der bisher hohen Qualität weiterhin garantiert.  

Landrat Hanno Hurth erinnerte ans Entstehungsjahr 1931. Damals zogen die ersten Bewohner in das Altenheim ein. Nunmehr ist der Ersatzneubau bezugsfertig.  Beide Ereignisse hätten eigentlich eine würdigere Feierlichkeit verdient. 2017 hat der Kreistag Architekturbüros beauftragt Modelle zu entwerfen damit die neue Heimordnung der Landesregierung umgesetzt werden kann. Ein Jahr später folgte die Baugenehmigung und noch im gleichen Jahr wurde das alte Wirtschaftsgebäude abgebrochen. Der Spatenstich und gleichzeitiger Beginn der Rohbauarbeiten wurden im November 2019 vorgenommen. 
Auf Bedürfnisse abgestimmt

Das Neubaukonzept ist abgestimmt auf besondere Bedürfnisse pflegebedürftiger Menschen und berücksichtigt die Ausstattungsstandards einer modernen Senioreneinrichtung. Die 24 Zimmer  auf zwei Etagen verfügen jeweils über eine Fläche von knapp 19 Quadratmetern. Die Gesamtnutzfläche des Gebäudes beträgt etwas mehr als 1000 Quadratmeter. Trotz der Herkulesaufgabe mit der Umsetzung der Verordnung habe man bewusst die Gesamtbettenzahl von 140 nicht ändern wollen. Der Landkreis beklagt ohnehin eine zu geringe Anzahl n Pflegebetten. 

Die wirtschaftlichste Lösung war der Abriss des Altbestandes. Die Erweiterung trägt den Namen „Hochburg 3“. Zu den vier Millionen Neubaukosten addieren sich noch 600.000 Euro für den Umbau im Altbau und 200.000 Euro wird die noch zu errichtende Außenanlage verschlingen. Im Erdgeschoss selbst sind vier Wohnungen untergebracht, die dem Pflegepersonal vorbehalten sind. Hurth dankte Kreisrat und Heimleitung sowie deren Mitarbeiter für die tatkräftige Unterstützung. Bewohner und Personal werden sich in den neuen Räumlichkeiten wohlfühlen, ist sich der oberste Kommunalbeamte sicher.

Zügiger Baufortschritt

Einen zügigen Baufortschritt attestierte auch Heimleiter Achim Ettwein den beteiligten Gewerken. Auch Pflegedienstleiter Gregor Dürr ist angetan von der neuen Errungenschaft. Sämtliche Vorstellungen des Personals konnten berücksichtigt und umgesetzt werden. Herzstück ist der Innenbereich mit seinen Funktionsräumen, der von zwölf Einzelzimmern je Etage umgeben ist. Das bedeutet kurze Wege bei Betreuungsbedarf für die Mitarbeiter.