Der SC Freiburg  hat ein zweites Profiteam

Der U23 des Vereins gelang Historisches: Aufstieg in die professionelle, bundesweite Dritte Liga - der ReblandKurier war dabei

 Elversberg. So gegensätzlich wie die beiden Stadionlängsseiten des alten Stadions an der Kaiserlinde im saarländischen Elversberg – auf einer Seite Dorfplatz, auf der anderen eine hochmoderne VIP-Tribüne mit Bundesliga-standard – waren auch die Stimmungsbilder der beteiligten Fußballer nach dem 1:1 zwischen dem Tabellenzweiten SV Elversberg und dem neuen Meister SC Freiburg II – hier Niedergeschlagenheit, dort unbändiger Jubel.

Das Remis besiegelte einen vereinshistorischen Erfolg: Der Nachwuchs des Bundesligisten SC Freiburg, die U23 aus der preisgekrönten Freiburger Fußballschule, spielt in der nächsten Saison ganz offiziell im Profifußball. Sie wird sich in der 2008 neu eingeführten professionellen und bundesweiten Dritten Liga mit Teams wie 1860 München, 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Braunschweig oder MSV Duisburg messen; nicht etwa mit deren Nachwuchsteams, sondern mit den Aushängeschildern dieser Traditionsclubs. Souverän hatte der SC-Nachwuchs die Regionalliga  dominiert, bis ein paar unglückliche Punktverluste zum Saisonende noch einmal für Spannung sorgten, da Verfolger Elversberg Woche um Woche „Dreier“ einfuhr. Vor dem vorletzten Spieltag, der die Kontrahenten in den direkten Vergleich schickte, stand fest: Der SC braucht einen Punkt oder es kommt am letzten Spieltag zu einem „Zitterspiel“ gegen Koblenz,  das dann unbedingt gewonnen werden müsste. Eine solche Entwicklung  deutete sich an, als die SV Elversberg beim Geisterspiel im leeren Stadion – Fans beider Seiten feuerten ihre Teams als Zaungäste von außerhalb des Stadions an – früh per Elfmeter in Führung ging (18.). Die Freiburger Youngster zeigten aber starke Nerven, waren die spielbestimmende Mannschaft und kamen in der 56. Minute durch   Carlo Boukhalfa zum hoch verdienten 1:1. Auch danach setzte der SC die Akzente, wenngleich die Platzherren noch zwei gute Konterchancen hatten. Dann der Abpfiff und nur noch Jubel … Das Abenteuer Dritte Liga beginnt am 23. Juli. Frank Rischmüller