Vorkämpfer für Zusammenarbeit

Matern von Marschall MdB macht sich im Wahlkreis für grenzüberschreitende Projekte stark

Bad Krozingen. Als Bundestagsabgeordneter aus Südbaden versteht sich Matern von Marschall (CDU) auch als Vorkämpfer für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein – im Sinne des 2019 zwischen Frankreich und der Bundesrepublik geschlossenen Aachener Vertrags. Beim Redaktionsbesuch im WZO-Verlagshaus in Bad Krozingen informierte von Marschall über die aktuell anstehenden Projekte.

Um die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich zu befördern ist von Marschall nicht nur Mitglied in der deutsch-französischen parlamentarischen Versammlung, die nach der Schließung des Aachener Vertrags eingerichtet wurde. Auch im Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit (AgZ) als Gremium zur Abstimmung von deutschen und französischen Entscheidungsträgern  bringt der CDU-Politiker  Projekte im Grenzraum von Südbaden immer wieder ins Gespräch. Ob es um ein grenzüberschreitendes Zentrum für Wasserstofftechnologie in Fessenheim, die Wiederaufnahme der Bahnlinie Freiburg-Colmar über eine Rheinbrücke bei Breisach oder ein grenzüberschreitendes Krankenhaus im Raum Breisach geht – um gemeinsame Projekte mit den elsässischen Nachbarn umzusetzen, ist viel Verständnis und Hintergrundwissen  und vor allem viel Geduld gefragt.
Dabei geht es auch darum, die durch den   „Next Generation EU Fund“ bereit gestellten Fördergelder  für gemeinsame Projekte in die Region zu holen und vor Ort zukunftsweisend einzusetzen. 
„Ein Wasserstoffzentrum für die Region ist ein tolles Zukunftsprojekt“, ist Matern von Marschall überzeugt. Durch das stillgelegte Atomkraftwerk  Fessenheim sei die erforderliche Infrastruktur, etwa ein Leitungssystem, vorhanden und auch die Mittel seien da. „Es geht nun darum, die Fördergelder und die Industrie zusammenzubringen.“ Für die Nutzung von Wasserstoff als Antriebsstoff für Fahrzeuge sieht der Bundestagsabgeordnete in der Region ein riesiges Potenzial – vor allem bei großen Fahrzeugen, wie Bussen oder Lkws des Schwerlastverkehrs, aber auch bei der Schifffahrt auf dem Rhein und auch im Zugverkehr. Damit ist von Marschall bei der Zugverbindung Freiburg-Colmar – ein Projekt, das zwar politisch gewollt ist, in der Umsetzung aber hapert. Auch hier könnte sich der CDU-Politiker Wasserstoff als Antrieb für den Zugverkehr über den Rhein gut vorstellen. 
Die Diskussion um ein grenzüberschreitendes Krankenhaus im Raum Breisach verfolgt von Marschall ebenfalls mit großem Interesse. „Ein allgemeines Krankenhaus kann ich mir nicht vorstellen“, so der Politiker im Gespräch mit dem ReblandKuriers. Vielmehr müsse  bei einer deutsch-französischen Kooperation im Gesundheitsbereich eine Entlastung des Krankenhauses in Colmar und der Uniklinik Freiburg das Ziel sein. „So eine Klinik müsste ein spezielles Leistungsangebot haben“, findet von Marschall, etwa einen geriatrischen Schwerpunkt oder  ein Zentrum für Notfallmedizin. 
Derzeit ist Matern von Marschall viel im Wahlkreis unterwegs, „um Menschen zu treffen und hinzuhören“. Ob beim Besuch  innovativer Betriebe, bei Bürgergesprächen oder beim Treffen mit Landwirten: „Der Reiz  ist, das hier unterschiedliche Lebenswelten aufeinander treffen“, so von Marschall. Ob in der Stadt Freiburg oder in den ländlichen Gemeinden im Wahlkreis: „Mir geht es um ehrliche Gespräche auf Augenhöhe“. Marianne Ambs