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Ehrenkirchen: Großübung gut genutzt

Acht Feuerwehren waren zusammen mit dem DRK und den Maltesern im Einsatz

Ehrenkirchen.  Eine Großübung der Feuerwehren und Rettungsdienste fand am Samstag auf dem Areal der Firma Dischinger an der Offnadinger Straße statt. Acht Feuerwehren aus dem Südlichen Breisgau sowie die Gefahrguttruppe Kaiserstuhl führten gemeinsam mit Einheiten des Rettungsdienstes des DRK und der Malteser die Großübung durch.

Gerade für die Wehren aus den kleineren Ortschaften ist eine solche Großübung eine wichtige Erfahrung, haben diese nur selten mit Großschadensereignissen zu tun. Zuschauer waren ausdrücklich willkommen, und so verfolgten einige Interessierte die verschiedenen Übungsszenarien wie Brandbekämpfung, Menschenrettung, technische Hilfeleistung, ABC-Einsatz, Dekontamination und Gefahrguteinsatz. Zum Einen galt es ein Brandereignis in den Hallen und dem angrenzenden Gebäude zu „löschen“ und Personen zu retten sowie Verletzte zu versorgen.  Um 9.10 Uhr ging die Alarmierung raus. Kurz darauf kamen die Feuerwehren, darunter auch die Drehleiter aus Bad Krozingen und die Rettungsdienste angefahren. Ohne Martinshorn und Blaulicht, was einige Zuschauer, insbesondere die Kinder, sehr schade fanden.  
Bei einem gestellten Gefahrgutunfall musste eine Person dekontaminiert werden.  Auf der Alten Norsinger Straße wurde ein größerer Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen geübt, bei dem es mehrere Verletzte und Schwerverletzte gab. Vom Anrücken der Hilfskräfte über das Bergen bis hin zur ärztlichen Versorgung konnte hier alles genauestens beobachtet werden. Rund 200 Feuerwehrleute mit über 30 Fahrzeugen aus den umliegenden Gemeinden nahmen an der Übung teil. Bei den Rettungsdiensten nahmen trotz der sehr angespannten Personallage rund 65 freiwillige Personen mit circa 25 Fahrzeugen teil, darunter zwei leitende Notärzte, drei Notärzte, zwei organisatorische Leiter vom Rettungsdienst sowie zwei Transport-Krankenfahrzeuge samt Besatzung. Die gesamte Großübung wurde von mehreren Übungsbeobachtern verfolgt, um anschließend diese auszuwerten und, falls erforderlich, die Abläufe zu optimieren. Tatsächlich zeigte sich, „dass die Einsatztaktik sowie die Kommunikation einzelner Abschnitte miteinander bei einer größeren Lage unbedingt einen höheren Stellenwert bereits in der Ausbildung der Rettungskräfte bekommen muss und auch danach regelmäßiger und gegebenenfalls verpflichtend geübt werden muss“, so Daniel Herschel, der die Übung für den Rettungsdienst beobachtete. Yvonne Krzikowsky