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Mit „christlicher Fröhlichkeit“

Christian Lepper wurde  in sein Amt als evangelischer Pfarrer von Umkirch eingeführt

Umkirch. Seit seiner feierlichen Amtseinführung am vergangenen Sonntag ist es nun ganz offiziell: Der neue evangelische Pfarrer in Umkirch heißt Christian Lepper (50). Die Einführung des neuen Pfarrers leitete Anne Heitmann, Leiterin der Abteilung Mission und Ökumene der evangelischen Kirche in Baden, Karlsruhe, zusammen mit Dekan Rainer Heimburger aus Bad Krozingen.  

Als Nachfolger von Eberhard Deusch, der in den Ruhestand ging, ist Lepper mit einer halben Stelle Gemeindepfarrer. Mit der anderen Hälfte wird er im Bereich Mission und Ökumene für die gesamte Evangelische Landeskirche Baden zuständig sein. 
In Hannover geboren, machte Christian Lepper nach dem Abitur 1993 zunächst eine Ausbildung zum Orgelbauer. Sein Theologiestudium begann er 1996 in Göttingen, wechselte dann nach Berlin,  nach Basel und schließlich zum ökumenischen Institut Bossey/ Genf. In Lausanne lernte er seine Frau kennen. Zwei Töchter besuchen das deutsch-französische Gymnasium in Freiburg. Der Älteste hat gerade ein Studium in Lausanne begonnen.
Nach dem Studium lebten er und seine Frau 15 Jahre im Elsass, wo er Pfarrer in Mulhouse-Dornach war. Die Kinder kamen im Elsass zur Welt.  2017 folgte die Übernahme der Pfarrstelle in Waldkirch. Seine Frau Anne ist seit vier Jahren Pfarrerin in Freiamt. 
Seine „Neugier“ und Weltoffenheit sei sicherlich auch daher zu verstehen, dass er als Kind mit seiner Familie, sein Vater war Geologe, einige Jahre in Simbabwe lebte, gesteht Christian Lepper. Dort besuchte er eine normale englisch-sprachige Schule.  
Als eine Herausforderung sieht der Seelsorger die Stellenaufteilung mit 50 Prozent in der Gemeinde und 50 Prozent überregional für Mission und Ökumene. Zu diesem Aufgabenfeld gehört die Koordination der ökumenischen internationalen Beziehungen der Kirchenbezirke der badischen Landeskirche mit den entsprechenden Kirchenbezirken in anderen Ländern. „Als Beauftragter für Mission und Ökumene darf ich die Schnittstelle sein zwischen Gemeinden in Südbaden und in der ganzen Welt“, umschreibt er seine Aufgabe. So steht für Lepper demnächst die Leitung eines Delegationsbesuchs in Kamerun an. Partnerschaft auf Augenhöhe ist ihm dabei ein besonderes Anliegen. Bei den rund 1.200 evangelischen Christen seiner neuen Gemeinde in Umkirch traf er bisher auf eine große Aufgeschlossenheit. Zu den strukturellen Herausforderungen zählt der neue Pfarrer den Strategieprozess EKIBA 2032. „Er wird Veränderungen in den Gemeindestrukturen bringen.“ Bei allen Herausforderungen aber, die sich im alltäglichen Gemeindeleben zeigen, heiße es „die grundlegende christliche Fröhlichkeit nicht untergehen zu lassen“. Alfons Theis