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Wölfe verstehen's, die Leute zu unterhalten

Groß, bunt und sogar mit etwas Sonne: der Jubiläumsumzug in Ettenheimweiler

Ettenheimweiler (hi). Pünktlich zum großen Jubiläumsumzug der Narrenzunft Wölfe blinzelte die Sonne durch die dunklen Wolken und versprach den zahlreichen Besuchern ein paar unbeschwerte Stunden.

Praktisch an jeder Ecke gab es Verpflegungsstände, in der Dorfstraße konnte man den Umzug in gleich zwei Richtungen bestaunen, kurzum: Die Wölfe verstanden es, die Leute zu unterhalten. Die Gastgeber bildeten die Umzugsspitze, gleich gefolgt von der Ettenheimer Narrenzunft Hoorig mit Muckedatscher, Stadtlatschi und Babelotten, angeführt von der Stadtkapelle.
Der Sendewelle aus Altdorf mit reichlich Narresome folgten die Altdorfer Roßbachhexen, ebenfalls mit ihrem Nachwuchs unterwegs. Die Rhinschnooge aus Kappel samt Narrenrat gingen den Grafenhausener Hexen voran, deren Masken immer freundlich gucken und hinter denen sich gefühlt das halbe Dorf befand. Die Gelruewe-Ritter aus Münchweier und die Wälle-Bengel aus Ettenheimmünster haben es vom nahegelegenen Tal über den Hügel nach Ettenheimweiler geschafft und bereicherten den Umzug mit leuchtend farbigen Häs.

Flott und feurig
Mit flotten Klängen ging der Ruster Fanfarenzug den Hanfrözi und den Balthasarhexen voraus. Die Wilde Christen Wallburg funkelten die Schaulustigen am Straßenrand feurig an. Mit Fanfarenzug, Rämässer sowie Rebmänner und Rebwieber hatten es die Ringsheimer über den Kahlenberg ins Dörflein geschafft. Einen weiteren Weg haben die Bremsdorfer aus Schuttertal zurückgelegt, entgegengesetzt die Kolibacher aus Weisweil, beide der Vereinigung „Berg un Tal“ angehörend. Aus Oberhausen kamen die Rheinwaldhexen, aus Niederhausen die Guggemusik Sändleschränzer. Aus der Kreisstadt des Nachbarlandkreises waren die Schelmewinkler angereist. Die Ankelehexen aus Schweighausen trieben ihr Unwesen in der Ebene und die Narrengilde von Wyhl am Kaiserstuhl hatte neben ihrer hübschen Garde als Hästräger ebenfalls Wölfe im Gepäck.

Weitere Besucher
Aus der Kernstadt Ettenheim besuchten die Hähnlefeldhexen den Ort. Die Hornig aus Orschweier kam mit Musikzug, Prinz und Prinzessin, Jockeli und Kühen, nicht zu vergessen dem Narrenrat. Aus dem nahegelegenen Norden sah man die Krabbeschenkel aus Oberweier und die Riddi-Schdägge aus Kürzell. Diesen folgten die Geisemeckerer aus Schweighausen.
Aus dem benachbarten Landkreis Emmendingen bereicherten der Musikverein und die Bachdatscher Nordweil sowie die Wurzelgeister Freiamt den farbenprächigen Umzug. Die Ringsheimer Guggemusik Ohrenquäler sorgte für weitere Unterhaltung.
 Schlösslebuckhexen aus Döggingen und der Verein Hiddi im Bruckdal aus Münchweier rundeten den bunten Reigen ab.