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Flagge zeigen bei der Interkulturellen Woche

Vom 20. bis 29. September mit einer bunten Mischung an Akteuren und einem interessanten Angebot

Die Interkulturelle Woche in Emmendingen vom 20. bis 29. September präsentiert sich mit neuen Akteuren und Angeboten. Erstmals wird das aktuelle Thema „Klimaflucht“ reflektiert, der Verein „Movement“ lädt zu einem Burkina Faso-Abend, es gibt deutsch-französische Begegnungen, ein Tischfußballturnier für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie vieles mehr. Der Startschuss fällt am kommenden Freitag um 17 Uhr im Rathausfoyer mit der Eröffnung der Ausstellung „Klimaflucht“.

Schirmherr OB Stefan Schlatterer wird die nunmehr vierte „Interkulturelle Woche“ in der Großen Kreisstadt gemeinsam mit der städtischen Integrationsbeauftragten Katharina Katt und Klimaschutzmanager Armin Bobsien eröffnen. Die Vernissage im Rathausfoyer wird von der Band „rawfon“ musikalisch begleitet.

„Wir haben auch dieses Jahr wieder eine bunte Mischung an Akteuren und Kooperationspartnern und wollen ab 20. September in Emmendingen verstärkt Flagge zeigen“, freut sich Katt auf das zehntägige Aktionsprogramm mit über 20 unterschiedlichsten Angeboten. Interkulturalität bedeute viel mehr als Flüchtlinge und Migranten, erklärte Katt und wies diesbezüglich auf den Gottesdienst mit dem deutsch-französischen Chorprojekt am 28. September in der Kirche St. Bonifatius hin. Mit dabei sind auch die Jüdische Gemeinde (Führungen durch Synagoge und Mikwe), die Sterne Kosovas (albanisches Essen, albanische Tänze) oder die gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft „48° Süd“, die beim „Come together“ am 26. September im Fair-Kaufhaus „Am Elzdamm“ ihre vielfältigen Projekte vorstellt.

„Ein aktuelleres Thema wie ‚Klimaflucht‘ gibt’s derzeit wohl nicht“, wies Bobsien auch auf die „Fridays for Future“-Bewegung hin. Die „Interkulturelle Woche“ wird deshalb mit der Wanderausstellung „Klimaflucht“ eröffnet. „Wir wollen damit verstärkt auf die Gefahr der Vertreibung durch den Klimawandel aufmerksam machen. Derzeit sind 26 Millionen Menschen weltweit davon betroffen, die meisten davon sind Binnenmigranten“, erklärte der Klimaschutzmanager. Das Thema wird durch den Vortrag („Ursachen von Klimaflucht – was können wir tun“) am 24. September im „Haus der Begegnung“ in der Karl-Friedrich-Straße ergänzend behandelt. Schätzungen zufolge werde sich die Zahl der Klimaflüchtlinge in den nächsten 20 Jahren drastisch auf 200 Millionen Menschen erhöhen, machte Bobsien die ganze Tragweite deutlich. Shameh Murad und Sausan Dakhil Naser laden am 27. September ins Stadtteil- und Familienzentrum Bürkle-Bleiche zu einer interessanten Veranstaltung ein. Die Beiden werden zur Geschichte und Kultur der Jesidinnen und Jesiden berichten und dabei die Themen Religion und Verfolgung sowie die derzeitige Situation der Jesiden im Nordirak besonders beleuchten. „Der größte Teil der Jesiden lebt in Deutschland“, hielt Shameh Murad fest.

Malika Wolff, Leiterin des Fair-Kaufhauses von „48° Süd“ informierte zum „Come together“ am 26. September im Domizil „Am Elzdamm“. „Es gibt kulinarische und musikalische Beiträge und wir würden uns freuen, wenn wir viele Teilnehmer begrüßen könnten“, so Wolff. Die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft habe schon mehrere Projekte von Flüchtlingen begleitet, und die ehemalige „Fahrradwerkstatt“ des Freundeskreis Asyl in ihren Verantwortungsbereich übernommen, so die Kaufhausleiterin. Beim „Come together“ stehe der Austausch mit den Besuchern im Vordergrund. Zudem gibt’s Vorträge und Geschichten werden erzählt.

Infos auf Flyern und Homepage

Kurzum ein interessantes und vielfältiges Programm, das auf den Flyern, die im Rathaus, den städtischen Verwaltungsstellen, in den Geschäften und bei den Kooperationspartnern ausliegen, aufgeführt ist. Infos gibt’s auch auf der Homepage (www.emmendingen.de).