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"In schweren Krisenzeiten zusammenhalten"

Ausbreitung des Corona-Virus - Einkaufsservice des DRK - Bürgertelefon der Stadt Waldkirch

Waldkirch (db). „Das Land hat von normal auf Krisenmodus umgestellt“, sagte Oberbürgermeister Roman Götzmann bei einer aktuellen Pressekonferenz am letzten Montag im Rathaus. Er berichtete u.a. über die derzeitige Lage und stellte zusammen mit den DRK-Vertretern die städtische Hotline, die Nachbarschaftshilfe und den DRK-Einkaufsservice vor.

Das DRK hat aktuell infolge der Corona-Krise einen Einkaufsservice für Menschen organisiert, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus unter häuslicher Quarantäne stehen. David Altfuldisch vom Ortsverein Waldkirch und Bernd Herrmann, Ortsverein Kollnau, erläuterten den Ablauf zur Inanspruchnahme des Dienstes.  Für Menschen, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus unter häuslicher Quarantäne stehen oder auf Empfehlung aufgrund eines Aufenthalts in einem Risikogebiet oder engem Kontakt mit Risikopersonen ihre Wohnung nicht verlassen können und keine familiäre oder sonstige Unterstützung haben, bieten der DRK-Ortsverein Waldkirch und der DRK Ortsverein Kollnau zusammen mit der Stadtverwaltung Waldkirch ab sofort einen Einkaufsservice an. Ebenso einen Gassidienst für Haustiere.

Ehrenamtliche Mitarbeiter der DRK-Ortsvereine besorgen jeden Donnerstag und Montag Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs aus den regionalen Geschäften und liefern sie vor der Haus- oder Wohnungstür ab. Dabei warten sie selbstverständlich – in angemessenem Abstand – bis die Einkäufe von der jeweiligen Person aufgenommen werden. Etwa 15 bis 20 DRK-Helfer werden im Einsatz sein.

Die Kosten werden zunächst vom DRK ausgelegt und können dann den DRK-Ortsvereinen überwiesen werden. Die entsprechenden Bankdaten werden den Einkäufen zusammen mit dem Kassenbon beigelegt. „Bei Bedarf melden Sie sich bitte bei der Stadtverwaltung unter der Nummer 07681/404123“, so die DRK-Vertreter.  

„In Zeiten der Krise muss die Gesellschaft zusammenrücken und das DRK setzt mit diesem Angebot ein Zeichen der Solidarität, der Mitmenschlichkeit und des Pragmatismus. Wichtig ist auch, dass die Menschen in dieser besonderen Krisensituation nicht allein gelassen werden“, so Herrmann und Altfuldisch, die an die Bürger appellierten, sich zwingend an die Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus zu halten.  Sie zitierten Bundespräsident Steinmeier: „Solidarität ist die Aufgabe der Stunde. Das ist eine Probe für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Götzmann dankte anschließend den beiden DRK-Ortsvereinen für deren Einsatz. Auch die DRK-Ortsvereine in Simonswald „Oberes Elztal“, Teningen u.a. bieten einen solchen Einkaufsservice an.

Bürgertelefon der Stadt eingerichtet

Zu den normalen Bürozeiten hat die Stadt Waldkirch aktuell ein Corona-Bürgertelefon eingerichtet. Unter Tel. 07681 - 404 123 können sich alle Bürger über die aktuelle Lage in der Stadt im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Krisensituation informieren (kein medizinischer Beratungsdienst) sowie Hilfsangebote erfragen.  Das Rathaus könne ab sofort nur noch nach telefonischer Voranmeldung betreten werden, so der OB. „Es sind herausfordernde Zeiten für uns alle“, so Götzmann weiter.  Ferner werde man aktuell ein Infoblatt zum Thema Nachbarschaftshilfe in den Häusern der Wohnungswirtschaft und im Rathaus auslegen. Hier geht es vor allem darum, Menschen aus den vom Corona-Virus betroffenen Risikogruppen (u.a. ältere Menschen, Menschen mit Immunschwäche, Menschen mit Grunderkrankungen) mit Einkäufen und Besorgungen zu unterstützen. Infos auch auf der städtischen Homepage www.stadt-waldkirch.de

Verordnung der Landesregierung

Gemäß der aktuellen Verordnung des Landes (Stand 16. März) sind seit Dienstag alle Kindergärten und Schulen im Land bis auf weiteres geschlossen (vorerst bis 19. April). Eine Notbetreuung wird eingerichtet. Der Betrieb folgender Einrichtungen ist ab sofort flächendeckend untersagt: Kultureinrichtungen, Museen, Theater aller Art, Bildungseinrichtungen jeglicher Art, Kinos, Schwimmbäder, Thermalbäder, Saunen, Fitnessstudios und Sportsstätten in geschlossenen Räumen, Jugendhäuser, Volkshochschulen, Bibliotheken, Vergnügungsstätten, Prostitutionsstätten u.a.. Der Betrieb von Gaststätten/Kneipen wird grundsätzlich untersagt. Ausgenommen davon sind Speisegaststätten, die aber bestimmte Sicherheitsregeln einhalten müssen (z.B. Sitzabstand für die Gäste von mindestens 1,5 Meter).  Versammlungen und sonstige Veranstaltungen mit über 100 Teilnehmern sind untersagt. Die Verordnung gilt vorerst bis zum 15. Juni 2020.