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SICK AG und BDH-Klinik vertiefen Zusammenarbeit

40.000-Euro-Spende des Sensoren-Herstellers: Zwei neue Beatmungsgeräte

Waldkirch (db). Die Waldkircher SICK AG, die 2021 ihr 75-jähriges Jubiläum feiern darf, spendete der Waldkircher BDH-Klinik am letzten Dienstag im Rahmen eines Pressegesprächs und vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie zwei hochwertige und leistungsstarke Beatmungsgeräte der Firma Dräger im Gesamtwert von ca. 40.000 Euro. 

„Großer Bahnhof“ am letzten Dienstag in der BDH-Klinik. Neben Geschäftsführer Daniel Charlton, hatte sich die gesamte ärztliche Leitung des Krankenhaus zusammen mit Benedicte Franki (Betriebsrat) und weiteren Mitarbeitern aus allen Bereichen zur Spendenübergabe durch SICK-Betriebsarzt Dr. Thomas Hössel versammelt. Alle Beteiligten lobten das hervorragende und vertraute Miteinander zwischen der SICK AG und der Klinik zur Stärkung, Attraktivitätssteigerung und gesundheitlichen Versorgungssicherheit der gesamten Region in Corona-Krisenzeiten. „Wir hatten seit Anfang Mai keinen einzigen positiven C19-Fall in der Klinik, aber das Thema Corona-Pandemie holt uns jetzt wieder etwas ein“, schilderte Hans Meyer-Blankenburg (Ärztlicher Direktor, Innere Medizin) die gegenwärtige Situation im Haus. Die sichere medizinische Versorgung sei jederzeit gewährleistet, der „Normalbetrieb“ laufe unter den gängigen C19-Sicherheitsvorkehrung wieder auf Hochtouren, es gebe keinen Grund, dringend notwendige OPs aus Angst vor einer C19-Ansteckung aufzuschieben, so Meyer-Blankenburg im Einklang mit Dr. Bettina Götze (Leiterin Endo-Prothesen-Zentrum und Unfall- und Wiederherstellungschirurgie). Man habe im Haus schnell gelernt, mit C19-Erkrankungen umzugehen und sei auf eine etwaige „zweite Welle“ gut und professionell vorbereitet, so das Fazit. Dazu habe man von Beginn an eine separate C19-Isolierstation installiert. 

Passgenaue Unterstützung

„Die Krise ist überhaupt noch nicht vorbei. Die Gefahr ist sehr groß, dass die Corona-Gefahr nochmals aufflammt“, sprach Hössel Klartext. Im Laufe des Sommers habe man auch die Zahl der Überwachungsbetten im C19-Isolierbereich von fünf auf acht Betten für mehr Versorgungssicherheit nochmals steigern können, ergänzte Charlton. Die zwei neue Beatmungsgeräte der SICK AG seien nunmehr die „passgenaue Unterstützung zur richtigen Zeit und ein wichtiger und wertvoller Mosaikstein“, welche die „Lücke in der Patientenversorgung im Bereich der Lungenerkrankungen perfekt schließen wird“, so Charlton und Meyer-Blankenburg unisono. 
Wie Weihnachten
„Das ist heute wie Weihnachten“, drückte es Meyer-Blankenburg treffend aus und erinnerte an zahlreiche Spenden des Unternehmens bereits in den Anfängen der Pandemie (z.B. Masken, Hygienematerial aus Fernost). Die entsprechende Infrastruktur für die zwei neuen Beatmungsgeräte (Kurz- und Langzeitbeatmung) werde man nunmehr anpassen und aufbauen, so Dr. Götze und Franki kündigte zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen in diesem Bereich an. Franki dankte auch im Namen der Mitarbeiter und sprach u.a. von einer „Qualitätssteigerung für die Patienten“, von einer „Standortsicherung und Attraktivitätssteigerung“ in Zeiten des Facharbeitermangels im Pflege- und Medizinbereich.  Dr. Thomas Urbach (Leiter BDH-Unternehmenskommunikation) sprach gar von einer „modellhaften Spende“. Die globale C19-Bedrohung könne man nur durch „solidarisches, regionales Handels“ nachhaltig in den Griff bekommen, so Urbach weiter. Die Leistungsfähigkeit der Region als wichtiger Gesundheitsstandort hänge mit dem Erhalt der BDH-Klinik ganz eng zusammen, betonte Charlton, verwies auf die Sicherstellung der „Rund-um-die Uhr-Notfallversorgung“ in der Orgelstadt und im ZTL und skizzierte die positive Entwicklung der Klinik seit der BDH-Übernahme 2019.  

Einzug des Pneumologie-Bereichs im Oktober 
Die Lungenfachklinik St. Blasien wird noch in diesem Jahr (wohl im Oktober) in die BDH-Klinik Waldkirch umziehen „Wir sind mittendrin in der Abstimmung mit St. Blasien und steigen nun in die konkrete Umsetzung ein“, so Charlton. Der Kooperationsvertrag sei längst ausgearbeitet und unterzeichnet. Mit der Zustimmung des Krankenhaus-Planungsausschusses des Landes stehe dem Zusammengehen auch formal nichts mehr im Weg. Wobei die neuen Partner, obgleich künftig unter einem Dach, getrennte Betriebe bleiben werden. Die operative Planungen liefen jetzt auf Hochtouren, so der Geschäftsführer. In dieser Woche würden noch intensive (Personal)-Gespräche mit allen Beteiligten in der Hotzenwald-Stadt stattfinden. Wir sind voll im Zeitplan", betont Charlton. Das Zusammengewachsen beider Kliniken und der Mitarbeiter werde sicherlich noch eine Zeit dauern. Dies betreffe u.a. auch die hochmoderne IT-Krankenhaustechnik mit unterschiedlichen Systemen an beiden Standorten, erklärte der Geschäftsführer auf Nachfrage. Die Neuansiedlung dieses Fachbereichs werde den Gesundheitsstandort im ZTL jedenfalls „nachhaltig stärken und sicherstellen“.